Chrysanthema 2012: Bunte Blumenschau in Lahr

Farbenprächtig - die Chrysanthema in Lahr - Joachim Hahne
Farbenprächtig - die Chrysanthema in Lahr - Joachim Hahne
Chrisanthemenkönigig 2011 heißt Heike Engel. Kulinarische Köstlichkeiten aus der Chrysantheme erwarten die Besucher in Lahr.

Schlappe 30 Kilometer vor den Toren Freiburgs liegt Lahr. Den größten Bekanntheitsgrad erreichte das Städtchen mit seinen rund 44.000 Einwohnern einst durch die deutschlandweit bekannte Tabakmanufaktur. Heute ist Lahr, dessen Wahrzeichen der "Storchenturm" ist, durch die farbenprächtige und einzigartige Blumenausstellung "Chrysanthema" deutschlandweit in aller Munde. Die "Auflage 2012" wird am 20. Oktober feierlich eröffnet und läuft bis zum 11. November 2012.

Die Chrysanthema - eine dreiwöchige, in Deutschland einzigartige Blumenausstellung - findet jährlich im Spätjahr statt und lockt tausende Blumeninteressierte in die idyllische Kleinstadt am Fuße des Schwarzwalds aus ganz Deutschland und den Nachbarländern in die aufwendig geschmückte Altstadt.

Chrysanthema bietet drei Wochen Kunst, Kultur und Musik

Die Chrysanthema ist eine besonderes Schaufenster in Lahr und gehört zu den größten Veranstaltungen Südbadens. Die Blumenschau basiert sowohl auf der gärtnerischen Leistung der städtischen Gärtner als auch auf dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, das von Volksmusik über Pop und Rock bis zum Familienprogramm reicht. Gemeinsam verwandeln Stadtgärtner, Floristen, Bürger, Vereine und der Lahrer Einzelhandel die gesamte Innenstadt in ein kunstvolles Blütenmeer aus Blumenbeeten, Hausverzierungen, Straßenschmuck und Chrysanthemenskulpturen. Jedes Jahr besichtigen mehr als 200.000 Besucher zu Fuß auf dem ausgeschilderten Rundgang die Altstadt Lahrs mit ihrem außergewöhnlichen Blumenschmuck.

Chrysanthemen haben ihren Ursprung in Asien

Doch wie hatte alles angefangen? Lahrer Stadtgärtner lernten bei einem Besuch in der französischen Partnerstadt Dole im Jura Ende der 80er Jahre Kaskadenchrysanthemen kennen - eine Blütenform, die in Deutschland nahezu unbekannt ist - haben doch die Chrysanthemen ihren Ursprung in Japan, Korea und China. Mit dem Ziel, das Schwarzwaldstädtchen Gästen und Einheimischen auch noch im Spätherbst mit bunten Blumen präsentieren zu können, machten sich die Gärtner an die Aufzucht.

Schließlich präsentierte sich Lahr im November 1993 erstmals mit eigenem Blumenschmuck der Kaskadenchrysantheme - zeitgleich gab es die erste Chrysanthemenschau. Und der Zuspruch war derart groß, dass im Jahr 1997 die zweite Chrysanthemenausstellung folgte. Es war die Geburtsstunde der heutigen "Chrysanthema", wie es diese nun schon seit über 14 Jahren gibt.

Heike Engel ist die Chrisanthemenkönigin 2011

Was die Weinkönigin und -prinzessin für die Winzergemeinden rund um Kaiserstuhl und Markgräflerland - ist die Chrysanthemenkönigin für Lahr. Sie ist das Gesicht der Lahrer Chrysanthema und sieht jedes Jahr anders aus: die Chrysanthemenkönigin. Und ähnlich der Weinkönigin, ist es auch für die Amtsinhaberin in Lahr eine besondere Ehre und Auszeichnung, für ein Jahr diesen Titel zu tragen. Auch 2011 haben sich Anwärterinnen auf das hoheitsvolle Amt beworben und eine Fachjury hat gewählt. Königin Marion I. übergibt ihre ehrenvolle Aufgabe bei der großen Eröffnungsfeier am 22. Oktober an die neue Majestät. Und die Chrisanthemenkönigin 2011 heißt Heike Engel. "Heike I ist 25 Jahre jung, studiert Lehramt und stammt aus dem Lahrer Ortsteil Kuhbach.

Chrysanthemensuppe, Chrysanthemenbier und Chrysanthemen-Longdrink

Zahlreiche Rahmenveranstaltungen mit Musik, handwerklichen Darbietungen und einem Kinderprogramm runden das farbenprächtige Blumenspektakel in Lahr ab. Und man mag es kaum glauben: Chrysanthemen sind auch zum Verzehr geeignet. Ob ein Longdrink aus Chrysanthemen, Chrysanthemenbier oder Chrysanthemensuppe - auf der Chrysanthema können sich die Besucher selbst davon überzeugen.

Joachim Hahne, johapress

Joachim Hahne - Freier Journalist, Media-Büro für Bild, Ton und Text Mitglied im Verband der Deutschen Sportjournalisten (VDS) berichtet ...

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