
- Cliffs of Moher - Sylvia Schöbe
Irland ist bekannt für seine schönen und einmaligen Küsten. Besonders spektakulär sind auch die Cliffs of Moher, die bis zu 200 Meter hohen Klippen im Südwesten der Insel.
Vorsicht beim Wandern auf den Cliffs of Moher
Zugegeben, gerade im Sommer sind die Cliffs of Moher wie die meisten Touristenziele ziemlich überlaufen. Wer jedoch die Aussichtsplattform, von der die Sicht ohnehin ein wenig eingeschränkt ist, verlässt und den hinteren Teil der Klippen erkundet, wird bald auf recht einsamen Pfaden wandeln. Aber Achtung: Die Klippen sind an vielen Stellen brüchig und daher mit Absperrungen gesichert. Diese dürfen auf keinen Fall überquert werden. Aber auch dort, wo keine Zäune sind, sollte die Vorsicht nicht vergessen und zu nah an die Kante gegangen werden. Die natürliche Erosion und die, die durch zu viele Touristenfüße im Laufe der Jahre verursacht wurde, haben den Klippen stark zugesetzt. Leider ist es kein Einzelfall, dass ein allzu leichtsinniger Wanderer in die Tiefe gestürzt ist.
Vor dem gut ausgebauten Aufstieg zu den Klippen befindet sich ein großer Parkplatz und ein im Jahre 2007 eröffnetes Besucherzentrum. Letzteres ist allerdings sehr kommerziell eingerichtet und bietet nicht wirklich aufregende Informationen an. Ein Besuch ist deswegen nicht unbedingt notwendig.
Aussicht auf die irischen Klippen vom O'Brien's Tower
Dagegen lohnt es sich, den O'Brien's Tower zu besichtigen, der sich auf der rechten Seite des Aufstiegs zu den Klippen befindet. Der Wachturm ist das Werk des Exzentrikers Cornelius O' Brien, der ihn 1835 erbauen ließ. Das Besondere ist, dass er auch die Mauern aus großen Steinplatten errichten ließ.
Von außen mag der Turm den Anschein einer Ruine haben, doch er ist restauriert und somit gut erhalten. Man kann auch hineingehen und ihn besteigen. Die Aussicht von hier ist fantastisch. Bei klarem Himmel kann man bis zu den Aran-Inseln, zu den Bergen von Connemara oder sogar der Galway Bay schauen. Nebenbei hat man natürlich auch noch einen wunderbaren Panorama-Blick über die Cliffs of Moher.
Seevögel und Kälber beobachten
Doch nicht nur die fantastische Landschaft ist einen Besuch wert. Auch Tierfreunden bieten die Cliffs of Moher interessante Erlebnisse. Die Felsspalten, die aus dem Wasser ragen, geben Tausenden von Seevögeln einen Nistplatz. Wer die Tiere sehen will, die in Reih und Glied nebeneinander in einer eigenen Nistkammer sitzen, sollte allerdings ein Fernglas mitnehmen. Nur so sind sie gut auszumachen.
Zu hören sind sie dagegen schon von weitem. Ihr Geschrei mischt sich mit der donnernden Brandung des Ozeans und dem Wind, der um die Klippen fegt . Ruhig geht es an diesem Küstenabschnitt nicht zu. Aber das schmälert nicht die Anziehungskraft dieses irischen Ausflugszieles.
Diejenigen, die Tiere lieber aus der Nähe betrachten oder sie sogar streicheln möchten, können einen Spaziergang unterhalb der Klippen, in der Nähe des Besucherzentrums unternehmen. Hier befinden sich große Weiden, auf denen niedliche Kälbchen untergebracht sind, die in der Regel neugierig auf die Touristen zukommen.
Die Cliffs of Moher außerhalb der Sommerzeit besuchen
Die Cliffs of Moher sind immer eine Reise wert. Wer jedoch wetterfest ist und auch rauen Winden trotzt, sollte diese Sehenswürdigkeit außerhalb der Sommerzeit besuchen. Denn in den "ungemütlichen" Monaten bleibt man weitestgehend von allzu großen Touristenscharen verschont.
