
- Videokonferenzen im Netz - Vodafone D2 GmbH
Virtuelle Telefonanlagen, die auf der Cloud-Technologie basieren, haben gerade für mittelständische Unternehmen und Freiberufler entscheidende Vorteile: niedrige Kosten und hohe Flexibilität. Getrieben durch diese Vorzüge zeigt die Wachstumskurve dieser Technologie steil nach oben. 4,5 Millionen neue Anschlüsse wurden 2010 im Geschäftskundenbereich laut einer Canalys-Studie bereits realisiert. Die Marktforscher von Ovum prognostizieren für den deutschen Markt eine Umsatzsteigerung um über 30 Prozent auf 315 Millionen Euro in 2012. Der gesamte westeuropäische Markt ist stark durch Großbritannien und Deutschland geprägt und wird bis Ende kommenden Jahres rund 700 Millionen Euro erreichen. In diesem Jahr wird bereits schon mit einem Umsatz von etwa 535 Millionen Euro gerechnet.
Hohe Wachstumsprognosen für Cloud-Telefonie
Laut einer Studie im Auftrag von BITKOM, dem Branchenverband für IT- und Telekommunikations-technik, wird der Cloud-Umsatz in diesem Jahr um rund 55 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigen. Bis 2015 soll der deutsche Cloud-Markt auf 13 Milliarden Euro zulegen. 1,9 Milliarden Euro Umsatz entfallen derzeit auf den Geschäftskundenbereich, die Wachstumsraten liegen in diesem Segment aktuell bei 70 Prozent. Für 2015 rechnet man bereits mit 8,2 Milliarden Euro (+330%). BITKOM sieht darin eine IT-Revolution und rechnet damit, dass in zehn Jahren nahezu jedes Unternehmen Cloud Computing-Technologie nutzen wird. „Wir stehen am Anfang einer Virtualisierung“, so Peter Nowack, CEO von Placetel, zum „Megatrend im Hightechsektor“.
Kosten- und Flexibilitätsvorteile durch IP-Technik
Durch die Cloud-Technologie, auf der die IP-Telefonie basiert, ist keine stationäre Telefonanlage mehr notwendig, die Abrechnungssystematik ist genau und transparent, Wartungskosten fallen bei der virtuellen Systempflege oft gar keine an. Nach Einschätzungen von Wirtschaftsexperten lassen sich durch den Einsatz virtueller Telefonanlagen in den mehr als zwei Millionen deutschen Mittelstandsunternehmen über 1,37 Milliarden Euro einsparen.
Gerade kleinere Unternehmen legen Wert auf hohe Flexibilität, da sie oft starkem Wachstum unterliegen. Sie profitieren außerdem stark von den Kostenvorteilen einer virtuellen Telefonanlage. Denn wenn die Telefonanlage erst einmal funktioniert, spart man zum Beispiel bei Umzügen innerhalb der Gewerberäume. Die Telefone sind schnell wieder verfügbar, denn das Telefon muss lediglich nur umgesteckt werden. Sparen lässt sich auch deshalb, weil Sprache und Daten auf einer einheitlichen Infrastruktur laufen und nicht zwei getrennte Kabelnetze vorhanden sein müssen.
Selbst kleinste Firmen, etwa Arztpraxen, Versicherungsaußenstellen oder Anwaltskanzleien können die Telefonvermittlung mit wenig Aufwand ins Internet verlagern. Investitionen in herkömmliche Telekommunikationsanlagen sind daher nicht mehr sinnvoll.
Gefahren und Risiken
Die Gefahr der Cloud-Technologie liegt, wie manche Experten befürchten, vor allem in der Monopolstellung der momentan drei größten Cloud-Provider. So haben diese erst kürzlich Ihre Preise deutlich gesteigert. Ein Umstieg auf andere Anbieter oder interne Netzwerke ist für die meisten Unternehmen in den USA schon jetzt nicht mehr praktikabel oder gar unmöglich. Weitere Informationen und zusätzliche Risiken werden in einem Artikel vom Handelsblatt weiter analysiert.
