Cluburlaub: Robinson Club, Aldiana, Club Med im Vergleich

Cluburlaub: Robinson Club Cala Serena, Mallorca - TUI/Robinson Club
Cluburlaub: Robinson Club Cala Serena, Mallorca - TUI/Robinson Club
Marktführer im Vergleich: Cluburlaub im Robinson Club, Aldiana, Club Med pauschal oder lastminute buchen. Was ist all inclusive, welche Unterschiede gibt's?

Ab in den Urlaub – aber bitte mit Mehrwert. Wer bei den Marktführern im Bereich Cluburlaub bucht, darf sich sicher sein, dass er "all inclusive plus" im Wortsinn bekommt, sofern er ein paar Euro mehr für Winter- oder Sommerurlaub ausgibt. Seit Jahrzehnten bedienen Robinson Club, Aldiana und Club Med gehobene Ansprüche in ihren Clubanlagen.

Cluburlaub in Robinson Club, Aldiana und Club Med – Mehrwert "all inclusive"

Nach dem Motto "Alles kann, nichts muss" beinhaltet Cluburlaub bei Robinson Club, Aldiana und Club Med unter anderem ein breites Sportangebot, Tages- und Abend-Animation, kulinarische Genüsse, Wellness und Beauty-Behandlungen, Kinderbetreuung und, nicht zuletzt, Erholung mit Niveau jenseits typischer 2-Sterne-"Romantik", die Pauschalreisen nach Mallorca, Ägypten, Tunesien oder in die Türkei häufig versprühen. Das hat natürlich seinen Preis: Eine Woche all inclusive Cluburlaub im Robinson Club, Aldiana und Club Med ist selten unter 1.000 Euro/Person zu haben, sofern man nicht auf Lastminute-Angebote für den Sommerurlaub und/oder die günstigere Nebensaison setzt.

Pionier in Sachen Cluburlaub: 2010 feiert Club Med sein 60-jähriges Jubiläum

Club Med ist der weltweit größte internationale Luxus-Anbieter dieser Sparte und gilt als Erfinder des Cluburlaub-Konzepts. Es gibt 80 Club-Med-Resorts auf 5 Kontinenten, unter anderem im Mittelmeerraum, der Karibik, Afrika und Asien, sowie ein Segelschiff für Kreuzfahrten. Die Clubanlagen sind im 4- bzw. 5-Trident-Bereich (entspricht 4 bis 5 Sternen) angesiedelt und bieten von normalen Doppelzimmern über Suiten bis hin zu Luxusvillen Platzangebot für die unterschiedlichsten Ansprüche. Die Gästestruktur besteht hauptsächlich aus französischsprachigen und deutschen Touristen, die hier ihren Winter- oder Sommerurlaub verbringen.

Das Unternehmen Club Méditerranée S.A. bedient das hohe Preissegment und punktet mit Offerten, die speziell auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten sind. Ob Cluburlaub mit Kind und Kegel in den Familienresorts, eine romantische Zeit zu zweit (sei es als Paar oder als Frisch-Vermählte im Rahmen des "Honeymoon-Specials" der Hochzeitsreise), ökologisch nachhaltiger Urlaub in den Club Med Eco-Nature Club Resorts, sportliche Highlights in den Yoga- und Golf-Resorts, Rundreisen oder Kreuzfahrten ... hier dürfte so ziemlich jeder mit den nötigen finanziellen Mitteln fündig werden. Das All-inclusive-Angebot von Club Med bietet laut Unternehmen hinsichtlich Flug und Transfer, Unterbringung, Entertainment und Sport sowie Essen und Trinken "den Luxus, sich um nichts kümmern zu müssen".

Club Méditerranée S.A. (Club Med): Kurzer geschichtlicher Abriss

Das französische Unternehmen Club Méditerranée S.A., das mittlerweile zu den Global Playern gehört, begann als buchstäbliche Blitz-Idee, zunächst ohne große finanzielle Hintergedanken: Während eines Zelturlaubs auf Korsika kommt dem Belgier Gérard Blitz 1950 die spontane Eingebung, Urlaub, Erholung und Zusatzangebote als Komplettpaket zum Pauschalpreis für Reisende anzubieten – das erste Clubdorf bei Alcúdia/Mallorca entsteht daraufhin. Bereits wenige Jahre danach sind es vier Anlagen, die von mehreren Tausend Urlaubern besucht werden.

1954 steigt Gilbert Trigano bei Club Med ein. Nach dem Ausstieg von Blitz wird er 1963 zum Vorstandsvorsitzenden des nun an der Börse notierten Unternehmens. Ende der 90er Jahre kommt es zu einer internationalen Neupositionierung von Club Med, der sich ein umfassendes Renovierungsprogramm der Clubanlagen Anfang des neuen Jahrtausends anschließt. Das Ergebnis, von Focus online auf den Punkt gebracht: "Weniger Action, weniger Party, mehr Zen" im Club Med.

Robinson Club: Seit über 40 Jahren Cluburlaub

Gut Zwanzig Jahre nach Club Med steigt Robinson Club mit einem ähnlichen Konzept ins Club-Geschäft ein. 2010 feiert das deutsche Unternehmen, mittlerweile eine 100-prozentige Tochter des TUI Konzerns, ihr 40-jähriges Jubiläum.

Der Anbieter von Cluburlaub in Europa, Asien und Afrika setzt auf einen emotionalen Zugang: Der Urlauber soll dem offiziellen Slogan von Robinson Club zufolge "Zeit für Gefühle" in den 24 Club-Anlagen bekommen. Neben umfangreichen Freizeitangeboten für Groß und Klein beinhaltet dies Vollpension plus, eine qualitativ hochwertige Unterbringung mit viel Komfort und hochwertigen Service-Standards, aber auch die Berücksichtigung ökologischer Kriterien für einen nachhaltigen Urlaub ohne "alternativen Öko-Charme".

Rückblick auf die vergangenen vier Jahrzehnte Robinson Club

TUI und Steigenberger eröffnen 1970 die erste Anlage auf Fuerteventura. Die Lage auf den Kanarischen Inseln, damals in der breiten Bevölkerung als Reiseziel für den Sommerurlaub noch weitgehend unbekannt, sowie eine relativ spartanische Grundausstattung des Hauses erschweren den Start – ein Konzept, dass vornehmlich deutsche Urlauber auf die Sonneninsel locken soll, wird händeringend gesucht und in Form von "Cluburlaub im Hotel" gefunden.

Schon 1974 eröffnet der erste "vollwertige" Robinson Club in Kenia, zahlreiche weitere folgen. Allen gemein: Eine hohe Stammkundenquote. Im Jahr 2000 wird schließlich der erste Club in Deutschland ins Rennen geschickt: Der Robinson Club Fleesensee (Mecklenburger Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern). Zuletzt in die Produktpalette aufgenommen: Der Robinson Sarigerme Park (Türkei, 2009) und der Club Maldives (Malediven, 2009). Weitere Expansion nicht ausgeschlossen.

Aldiana: Premium-Cluburlaub "unter Freunden"

Neben Club Med und Robinson Club gehört auch die Aldiana GmbH mit Unternehmenssitz in Oberursel/Deutschland zu den Marktführern im europäischen Cluburlaub-Segment. Die Tochtergesellschaft der spanischen Grupo Santana Cazorla und der Thomas Cook AG verfügt über zehn Clubanlagen in Österreich, Spanien, Tunesien, Ägypten, der Türkei und auf Zypern, die hauptsächlich von Gästen aus dem deutschsprachigen Bereich besucht werden. Erst Anfang 2011 wurden der Aldiana Alcaidesa und der Aldiana Fuerteventura mit der HolidayCheck-Auszeichnung "TopHotel 2011" prämiert, die erstmals vom Bewertungsportal ausgelobt wurde. Im Rennen waren insgesamt 100.000 Hotels, von denen 332 von zufriedenen Gästen das Prädikat "TopHotel 2011" verliehen bekamen.

Der "Urlaub unter Freunden", für den Aldiana wirbt, erweitert das typische Konzept des "All-Inclusive-Cluburlaubs" besonders durch eine Reihe von sportlichen Events, die über das Jahr verteilt stattfinden. Ob Tennisunterricht bei Michael Stich, David Prinosil und Joachim Johansson, Mountainbiken mit Malte Urban und Sabine Spitz, oder Lauftraining und Marathonvorbereitung mit Claudia Dreher und Carsten Eich (in Kooperation mit ASICS) – gerade ambitionierte Sportler profitieren von diesen Zusatzangeboten gegen einen geringen Aufpreis, während alle, die es im Urlaub aktiv, aber einen Tick ruhiger angehen lassen möchten, auch mit dem regulären Animationsprogramm und Schnupperkursen in Tauchen, Schnorcheln, Bogenschießen und Co. gut fahren.

Noch mehr Genuss und Kurzweil: Im Aldiana gibt es je nach gewählter Clubanlage auch Kochkurse, Gourmetwochen und Weinseminare sowie Kurse für künstlerisch Kreative in den so genannten "ARTshops".

Aldiana als Konkurrenzangebot zu Club Med und Robinson Club

Als Aldiana 1973 auf den Markt kommt, soll es sich vor allem gegenüber seinem französischen Mitbewerber Club Méditerranée (Club Med) behaupten. Der Startschuss fällt im Senegal, eine weitere Club-Anlage auf Fuerteventura kommt 1982 dazu. Vor allem die 90er Jahre sind geprägt von Expansion und wirtschaftlichem Aufstieg, der in den für alle Unternehmen schwierigen Nullerjahren nur eine kurzfristige Abschwächung erfährt.

Quellen:

Elisa Reznicek - Ich interessiere mich für die unterschiedlichsten Themenbereiche und möchte immer noch etwas mehr wissen. Wenn am Ende dabei ein ...

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