
- VC-Coach Susanne Köhler - SK
Mit ihrer Fröhlichkeit beherrscht Susanne Köhler (41) den Seminarraum. Gern erklärt sie mit lockeren Beispielen die Wichtigkeit, seine eigenen Kompetenzen zu entdecken und diese für seinen persönlichen wie beruflichen Werdegang zu nutzen: "Jeder Mensch kann erfolgreich sein'", bekräftigt sie, "wenn er weiß, was er wirklich will."
"Jede vierte Ausbildung wird in Deutschland vorzeitig beendet"
Das ist das Problem. Nur selten machen sich Jugendliche klar, welche Talente und Hobbys sie haben, ehe sie auf Ausbildungs- oder Studiumssuche gehen, sondern fügen sich ihrem Schicksal, nehmen das erstbeste Angebot an und fühlen sich dann rasch unwohl, geben schnell auf. "Jede vierte Ausbildung wird in Deutschland vorzeitig beendet", weiß Susanne Köhler und nennt zusätzliche Gründe: "Erst stellt man sich alles einfacher vor, die Arbeit an sich, die Anforderungen in der Berufsschule und die des Arbeitgebers. Weil er aber keine rechte Lust zu diesem Beruf hat, quält sich der Jugendliche dann noch eine Weile an seinem Arbeitsplatz, ehe er die Ausbildung abbricht."
"Step-by-step beschreiten wir den machbaren Weg gemeinsam"
Hier schreitet der Coach ein: "Ich arbeite viel mit Bildungsträgern zusammen, deren Kunden, Jugendliche und Erwachsene, gerade keinen beruflichen Hintergrund haben. Wir versuchen zunächst gemeinsam, die individuellen Wünsche und Möglichkeiten zu ergründen und dann, step-by-step, gemeinsam den Weg zu beschreiten, der machbar ist." Vielen hat die Hamburgerin so schon geholfen.
"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich so rasch, dass immer mehr Menschen auf der Strecke bleiben"
"Doch", so ergänzt sie, "weniger werden es nicht. Im Gegenteil. Die Arbeitswelt entwickelt sich so rasant, dass immer mehr Menschen auf der Strecke bleiben und dringend Hilfe benötigen, um wieder fit zu werden für den Arbeitsmarkt." Besonders Neubürger mit Migrantenhintergrund und aus der Türkei oder Osteuropa kämpfen mit solchen Schwierigkeiten. Zu allem Unglück kommen bei ihnen noch zumeist große Sprachprobleme sowie der jeweilige kulturelle Hintergrund hinzu, die die Eingliederung noch weiter erschweren.
Inzwischen ist der Vorteil des professionellen Coachings bekannt
Inzwischen ist der Vorteil von professionellem Coaching hinreichend bekannt, so dass immer mehr Unternehmen den Rat dieser Experten suchen: "Meist geht es um eine wirksamere und erfolgversprechendere Einstellung zur Arbeit, in der viele Mitarbeiter heute keinen wirklichen Sinn mehr sehen und sich deshalb ausgepowert fühlen. Sie sind enttäuscht, haben längst innerlich gekündigt und werden krank."
"Besonders ehrgeizige Männer und Frauen stecken in einem Dilemma, weil sie ihre wahren Kompetenzen nicht kennen"
Besonders ehrgeizige Männer und Frauen weisen solche psychischen Störungen häufig auf: "Das Dilemma zeigt sich bei ihnen oft, weil sie ihre wahren Kompetenzen nicht kennen, sie sich angeglichen und Jahr um Jahr stillgehalten und ihren Traum von der Karriere und vom Glück begraben haben. Die Lebensfreude ist ihnen verloren gegangen."
Zurück am Arbeitsplatz wird der Erfolg schnell sichtbar
Arbeitgeber, die die Problematik erkannt haben und ernst nehmen, ermöglichen ihren Mitarbeitern gern Fortbildungen, wie sie Frau Köhler in ihrer "Kompetenz-Schmiede" anbietet. Auf Dauer profitieren sie stark davon: "Nach diesen mehrwöchigen Seminaren, die jedesmal nur zwei, drei aufeinanderfolgende Tage andauern, kehren ihre Mitarbeiter an den Arbeitsplatz zurück, arbeiten viel effektiver, weisen ein produktiveres Selbst- und Zeitmanagement auf und sind motivierter, fröhlicher, einfach gut drauf. Oft wird mir anschließend von Verbesserungsvorschlägen erzählt, mit denen sie zu einer besseren Atmosphäre am Arbeitsplatz beitragen wollen."
Ein Problem sind die "schwarzen Schafe"
Einfach ist ihr Job nicht, gesteht die Hamburger Personal-Trainerin. "Aber mein Traumjob. Ich bin gern mit Menschen zusammen, helfe gern, sehe gern, wie sie Schritt für Schritt auf die Beine kommen." Dass es in ihrem Business "schwarze Schafe" gibt, weiß sie: "Das liegt daran, dass die Berufsbezeichnung 'Coach' oder 'Personal Trainer' nicht geschützt ist. Jeder kann sich so nennen, was ich nicht richtig finde."
Der beste Schutz, um nicht auf solche "Trittbrettfahrer" reinzufallen, sei, so Frau Köhler, bei einer ersten Kontaktaufnahme den Nachweis einer zertifizierten Qualifizierung sowie eine Referenzliste einzufordern. Die Hamburgerin kann beides vorweisen. Hauptsächlich große Bildungsträger sind ihre Auftraggeber, ihre Qualifizierung weist sie als VC-Trainerin aus, also als Leiterin von Vermittlungs-Seminaren nach der VC-Methode (Thomas Heinle).
"So ist allen geholfen"
Was darunter zu verstehen sei, wird sie gefragt. Frau Köhler zeigt ihr fröhliches Lachen: "Da viele meiner Kunden Mitarbeiter von Ämtern und Behörden sind, haben sie viel mit Menschen zu tun, etwa bei den ARGEn oder der BA. Hier die richtigen Kompetenzen ihrer Kunden herauszufinden und in die richtigen Kanäle zu leiten, verschafft ihnen mehr Vermittlungen auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt und den Kunden mehr Sicherheit, weil sie nun endlich das machen können, was ihnen Spaß macht und was sie motiviert. So ist allen geholfen."
