Coburg: Burgen, Schlösser, Schlösschen und Herrenhäuser

In der Residenzstadt Coburg entstanden im Lauf der Jahrhunderte etliche Schlösser und Schlösschen.

Coburg kann auf eine lange Geschichte als Residenz zurück blicken. Eine Folge davon ist ein reicher Schatz an Schlössern und Schlösschen in und um die Stadt.

Die Veste Coburg

Die Veste Coburg ist eine der größten und vor allem besonders gut erhaltenen Burganlagen in Deutschland und eine Station an der Burgenstraße. Von der Stadt aus sind fast 170 Meter zu ersteigen. Doch der Aufstieg lohnt. Für den Ausblick und die hier oben präsentierten Kunstschätze. Mehr Information gibt es in einem eigenen Beitrag zur „Veste Coburg“.

Schloss Ehrenburg

Über das wichtigste Schloss in Coburg, das herzogliche Stadtschloss Ehrenburg, wird in einem gesonderten Beitrag berichtet.

Bürglaßschlösschen

Beim Landestheater steht das Bürglaßschlösschen. Der Generalfeldmarschall Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld ließ es um 1795 als Altersitz errichten. Zar Ferdinand I. von Bulgarien lebte nach seiner Abdankung bis zu seinem Tod 1948 hier im Exil. Heute ist das Coburger Standesamt hier zu finden.

Rosenauschlösschen

Nordöstlich davon steht am Rittersteich das Rosenauschlösschen. Das als Wasserburg gebaute Fachwerkgebäude stammt aus dem Jahr 1424. Bis in das 17. Jahrhundert war die Münze der Stadt hier untergebracht. Danach diente es diversen Zwecken und verfiel im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Inzwischen wurde es restauriert und bietet der Coburger Außenstelle des staatlichen Bauamtes Bamberg schöne Büros.

Schloss Hohenfels

Das klassizistische Schloss Hohenfels auf der Ernsthöhe wurde 1838 von Carl Balthasar Harres für Herzog Ernst von Württemberg geplant. Vincenz Fischer-Birnbaum realisierte 1840 das Bauwerk. Nach wechselvoller Geschichte wird das Schloss heute von Bildungseinrichtungen, darunter der Fachhochschule Schloss Hohenfels, genutzt.

Schloss Ketschendorf

Das neugotische Schloss Ketschendorf am Fuß des Buchbergs wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts in einem großen Park erbaut. Neun Besitzer kamen und gingen, seit 1956 ist es eine Jugendherberge.

Schloss Falkenegg

Das neogotische Schloss Falkenegg mit seinem Park steht im Stadtteil Neuses. Graf von Mendorff, Schwager von Herzog Ernst I., ließ es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbauen. 1891 erwarb der Baron von Ledersteger-Falkenegg das Gebäude und ließ es in dieser Zeit der Burgenromantik erweitern. So finden sich heute auch Elemente italienischer und englischer Renaissance und der Neoromanik am Schlossbau.

Schloss Callenberg

Das Schloss Callenberg im Stadtteil Beiersdorf wurde 1122 erstmals erwähnt. Seit 1825 war es die Sommerresidenz der Coburger Herzöge. Der dreiflügelige Schlossbau gehört zu den bedeutenden Beispielen der in Coburg besonders häufig vorkommenden Bauten der Neugotik. Seit 1998 ist die private Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz im Schloss Callenberg zu sehen. Den Westflügel von Schloss Callenberg nutzt seit 2004 das Deutsche Schützenmuseum. Das hat der Deutsche Schützenbund (DSB) eingerichtet,

Schloss Neuhof

Schloss Neuhof war von Wasser und Moor umgeben, als es im 14. Jahrhundert im Osten von Coburg erbaut wurde. Bis 1713 war es im Besitz der Coburger Familie Bachen. Dann wechselte der Eigentümer häufig. Prominentester Eigentümer war wohl Generalfeldmarschall Graf Albrecht von Roon. Diesem gehörte das Anwesen mit dem englischen Landschaftspark von 1873 bis 1879. Das Schloss wurde dann als Hotel und Altersheim genutzt. Heute ist eine Therapieeinrichtung für Suchtkranke im Schloss Neuhof.

Schloss Eichhof

Das Schloss Eichhof wurde erstmals 1440 erwähnt. Es steht im Ortsteil Dörfles des Stadtteils Scheuerfeld. Der ältere Teil des Hauses ist 1676 auf den alten Grundmauern entstanden. Der Anbau folgte im 18. Jahrhundert. Jüngeren Datums ist das Rokoko-Portal. Bis 1979 gehörte das Schloss Eichhof dem Haus Coburg.

Herrenhaus Neudörfles

Das klassizistische Herrenhaus des Gutes Neudörfles wurde 1866 erbaut. Es steht in einer ausgedehnten nach englischem Vorbild gestalteten Parkanlage, welche nicht öffentlich zugänglich ist.