Cocktails mixen

Longdrink - Tom Mueller
Longdrink - Tom Mueller
Zu einem Cocktail gehören nicht nur Zutaten. Ein guter Drink lebt auch von technischer Finésse und natürlich einem Lächeln beim Servieren.

Fast jeder kennt Cocktails und fast jeder kam schon einmal in den Genuss. Wenn es in Richtung Sommer geht und man den Abend des Öfteren unter freiem Himmel verbringt, hält ein guter Cocktail nicht nur die Gäste bei Laune. Doch was macht den richtigen Cocktail aus? Ist es lediglich das "Ineinanderschütten" von verschiedenen Säften und eventuell Spirituosen? - Nein - ganz entschieden muss man sagen, dass das Mixen von "Drinks" nicht nur aus Säften besteht, die man "ineinander schüttet".

Es kommt auf die Art des Cocktails an

Entscheidend ist vor allem, dass man sich im Vorhinein ein klares Bild davon macht, was man zubereiten möchte. Jemand der sich nicht vorstellen kann, wie sein Getränk am Ende aussehen soll und wie es präsentiert wird, hat in diesem Metier von Anfang an einen schweren Stand. Allein die Spanne an Cocktailkategorien zeigt schon die enorme Vielfalt und Vielgestaltigkeit auf: Angefangen beim fruchtigen Klassiker "Sex on the Beach", über "Pina Colada", oder "Cuba Libre", zu alkoholfreien Drinks, wie zum Beispiel "Coconut Kiss", bis hin zu den "Starken" á la "Hurricane", die vor Spirituosen nur so strotzen. Bei all dieser Vielfalt darf man nicht vergessen, dass alkoholfreie Cocktails ihren Schwerpunkt meist auf andere Dinge legen, als die Alkoholhaltigen.

Alkoholfreie Cocktails

Diese Sorte eignet sich für Groß und Klein, eben weil sie keinen Tropfen Alkohol enthält und geschmacklich den Alkoholhaltigen in Nichts nachsteht. Für Einige sicher auch ein Vorteil, weil man trotzdem noch mit dem Auto fahren kann und so viel genießen kann, wie man möchte. Die Zutaten bestehen zumeist aus einer Vielzahl an Säften und wenig Sirup. Wichtig ist, darauf zu achten, dass für einen guten Cocktail dieser Art am besten genau nach Rezept vorgegangen wird. Es ist aber nicht schlimm, wenn man aus Versehen zu viel Saft in den Shaker gegeben hat. Um einiges schlimmer wäre es, wenn der Sirup ausrutscht und statt 2cl, oder 1cl auf einmal mehr als 4cl im Getränk wären. Solche Fauxpas lassen sich leider nur sehr schwer wieder "ausbügeln" und meistens ist der Cocktail an dieser Stelle ruiniert. Der Grund liegt in der Süße der meisten Sirupsorten, sie sind dementsprechend beim Mixen so etwas, wie das Salz in der Suppe. Geringe Mengen sind gut, zu viel "versalzt die Suppe". Allerdings muss man auch sagen, dass beim alkoholfreien Cocktail kaum etwas schief gehen kann und man sich als Anfänger beruhigt dieser Kategorie zuwenden kann.

Alkoholhaltige Cocktails

Drinks, die Alkohol enthalten, gibt es wie Sand am Meer und täglich entstehen weltweit neue Rezepte. Wer möchte, kann selbst versuchen sein persönliches Cocktailrezept zu kreieren, allerdings sollte man dabei auf mehrere Dinge achten:

  • Niemals zu viel Alkohol verwenden! (vor allem nicht im hochprozentigen Bereich)
  • Ein guter Cocktail wird, mit Eis gekühlt serviert
  • Auf die Harmonie der verwendeten Zutaten sollte man achten

Beachtet man all diese Ratschläge kann man durchaus ansprechende Cocktails zaubern. Nicht zu vergessen ist dabei die richtige Technik.

Der richtige Anfang

Grundsätzlich gibt es, wie in jedem anderen Bereich, auch beim Zubereiten von Cocktails verschiedene Techniken, die man nutzen kann. Wichtig ist zuerst die Auswahl des Shakers. Es gibt zwei grundlegende Arten von Shakern: Den dreiteiligen Shaker, der in fast jeder Bar zu finden ist und den zweiteiligen Boston-Shaker. Die weitere Anleitung bezieht sich ausschließlich auf den gebräuchlichen und handelsüblichen, dreiteiligen Shaker: Vor dem eigentlichen Mixen sollte man mehrere Eiswürfel in den Shaker geben, um zu gewährleisten, dass der Drink später gut gekühlt serviert werden kann. Dadurch kann man, unter Anderem sehen, wann man mit dem "Shaken" aufhören kann. Sobald sich ein kalter Feuchtigkeitsbeschlag auf dem Metall bildet, ist das Getränk meist kühl genug, um präsentiert zu werden. Wichtig ist auch, dass man den Shaker nicht zu mehr als 2/3 füllt, da ansonsten im Behältnis der nötige Platz zum Schleudern fehlt und man nicht genug Luft in das Gemisch mixen kann.

Verschiedene Techniken

Nach gelungenem "Shaken" kann man den Cocktail mit einem Sieb ins Glas "abseihen".

Doch auch hier gilt, dass man die Gläser nicht bis zur oberen Kante füllt, sondern wieder nur zu 2/3. Man sollte Kohlensäurehaltige Zutaten erst nach dem Shaken hinzugeben, um zu verhindern, dass die Kohlensäure schon während des Mixens verloren geht. Da man Cocktails nicht nur im Shaker anrichtet, sondern oftmals auch direkt im Glas, sollte in einer guten Hausbar auch das nötige Besteck zum Rühren bereit liegen.

Das Schichten

  • Cocktails werden "geschichtet", um mehrere, verschiedene "Stufen" zu erzeugen.
  • Die Zutaten sollten, entsprechend ihrer Dichte, vorsichtig ins Glas gegeben werden. Am besten geht man hierbei mit einem Löffel vor, über den man die Zutaten langsam und sicher ins Glas laufen lässt.

Das Überkrusten

  • Darunter versteht man, einen Zuckerrand um Gläser zu kreieren.
  • Der Glasrand wird mit dem Saft einer aufgeschnitten Zitrusfrucht, die man um den Glasrand herumzieht, eingerieben. Anschließend bereit man eine kleine Schale mit Zucker vor, in die das Glas eingetaucht wird.

Das Flambieren

  • Cocktails kann man genauso gut, wie andere Menüs auch, flambieren.
  • Wichtig: Um einen Cocktail zu flambieren braucht man starke alkoholische Flüssigkeiten im Getränk. Man muss also darauf achten, dass man mit min. 42%igen Spirituosen im Drink gearbeitet hat, bevor man flambiert.

Der Sirupverlauf

  • Einen Farbverlauf im Glas kreieren.
  • Ist ein Cocktail fertig, kann man mit Hilfe eines farblich ansprechenden Sirups, den man am Glasrand innen hineinlaufen lässt, traumhafte Farbverläufe erzeugen.

Das Ausschwenken

  • Das für den Drink verwendete Glas wird mit einer Spirituose "ausgespült", um dem Cocktail später den leichten Geschmack des verwendeten Alkohols zu geben.

Quellen:

  1. Foto Startseite: Tom Mueller, „Longdrink“, CC-Lizenz (BY 2.0) Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de
  2. Cocktails und Rezepte
  3. DuMonts kleines Lexikon der Cocktails
  4. Cocktails mixen einfach für Anfänger

Nils Gräfer - Mein Name ist Nils Gräfer. In meiner Freizeit schreibe ich für Suite 101, vor allem in den Bereichen: - Politik & ...

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