Comic-Rezension: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand

Comic Titelbild - Lee Sullivan cbj Verlag
Comic Titelbild - Lee Sullivan cbj Verlag
Die preisgekrönte Geschichte rund um den Zauberlehrling Nathanael und seinen Dschinn Bartimäus jetzt auch als Comic erhältlich!

Die Vorlage für den Comic stammt von dem britischen Schriftsteller und Autor phantastischer Literatur Jonathan Stroud. Hauptsächlich widmet er sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern. Seine Tetralogie "Bartimäus" erschien zwischen 2003 und 2010. Der dritte Band der Reihe wurde 2006 auch mit dem Corine-Buchpreis in der Kategorie "Jugendbuch" ausgezeichnet. Die Erzählung über den jungen Zauberlehrling und den listigen sowie wortgewandten Dschinn Bartimäus dürfte eine der erfolgreichsten Fantasyserien der letzten Jahre sein.

Titel der Bartimäus-Bücher

  • Das Amulett von Samarkand (2004), Original: The amulet of samarkand (2003)
  • Das Auge des Golem (2005), Original: The golem´s eye (2004)
  • Die Pforte des Magiers (2006), Original: Ptolemy´s Gate (2005)
  • Der Ring des Salomo (2010), Original: The ring of Solomon (2010)

Die deutsche Erstausgabe (Hardcover) erschien im cbj Verlag, München. Inzwischen ist jedoch auch schon die Taschenbuchausgabe (Softcover) erhältlich, erschienen bei blanvalet oder omnibus.

Comic-Adaption

Die Umsetzung in einen Comic stammt von dem Illustrator Lee Sullivan, der vor allem durch seine Arbeiten in diversen Dr Who Magazine-Ausgaben bekannt wurde, und dem Texter Andrew Donkin. Die Koloration stammt von Nicolas Chapuis, die sich vor allem durch bunte und satte Farben auszeichnet.

Handlung von "Bartimäus – Das Amulett von Samarkand"

Bis jetzt ist nur der erste Band der insgesamt vier Bücher als Comic erhältlich, aber man kann wohl damit rechnen, dass dies nicht lange der Fall sein wird.

In der ersten Geschichte lernen wir den jungen Nathanael kennen, der im Alter von fünf Jahren von den Underwoods adoptiert wurde. Arthur Underwood ist Minister für innere Angelegenheiten in London und außerdem ein Zauberer, wenn auch ein eher mittelmäßiger. Da es für Zauberer Pflicht ist, einen Lehrling auszubilden, übernimmt Underwood widerwillig diese Aufgabe. Darüber hinaus ist er nicht sehr überzeugt von Nathanaels magischen Fähigkeiten. Dieser entpuppt sich jedoch als enorm begabt und wissbegierig.

Mit dem Unterricht von Arthur Underwood ist er vollends unzufrieden, da es ihm viel zu langsam vorangeht. Getrieben von Ungeduld und Neugier liest er heimlich verbotene Bücher und beschließt sich von nun an allein weiterzubilden.

Eines Tages bekommt Underwood Besuch von anderen Ministern. Unter diesen befindet sich auch der junge Zauberer Simon Lovelace. Er fordert Arthur Underwood auf seinen Schützling zu holen. Daraufhin muss sich Nathanael einer Art Prüfung unterziehen. Lovelace erhofft sich, den alten Zauberer bloßzustellen. Nathaneal jedoch weiß auf jede Frage die richtige Antwort. Erzürnt über die Affektiertheit von Lovelace hetzt der übermütige Lehrling dem jungen Minister prompt ein paar Stechlinge – kleine, insektenähnliche Dämonen mit Stacheln – auf den Hals. Nach dieser Aktion wird er allerdings bestraft.

Nathanael plant nun erneut einen Rachefeldzug. Dazu beschwört der den listigen Dschinn Bartimäus, der sich mehr als verwundert zeigt, als so ein Naseweis es wagt ihn zu rufen und Befehle erteilt. Der Dschinn bekommt von Nathanael den Auftrag in Simon Lovelace´s Anwesen einzubrechen, um ein mächtiges Amulett zu stehlen. Plötzlich befindet sich der Junge mitten in einem Netz aus Komplott und Intrige, das seine Fähigkeiten zu übersteigen scheint.

Der Comic im Handel

Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand, Graphic Novel, cbj Verlag, München, ISBN: 978-3-570-15315-4, 12,99 Euro (D) / 13,40 Euro (A)