Comic-Rezension: Batman Sonderband 26 – Batman und die Bestie

Batman und die Bestie - Cover - Paninicomics
Batman und die Bestie - Cover - Paninicomics
In dieser Superheldenstory von DC verschlägt es Batman alias Bruce Wayne nach Moskau. Dort bekommt es der Dunkle Ritter u.a. mit der Russenmafia zu tun.

Als Batman im Jahr 1939 seine ersten Auftritt in Ausgabe 27 des Comic-Magazins Detective Comics hatte, war nicht abzusehen, welche Erfolgsstory dem Dunklen Ritter bevorstehen würde. In verschiedenen Storylines und diversen Spin-offs und Crossovers mit anderen Comichelden (wie Superman) hat sich die von Bob Kane geschaffene Figur in den Olymp der Popkultur heraufgeschwungen. Unzählige Male verwandelte sich der Milliardär Bruce Wayne in Batman, um die Verbrecher in seiner Heimatstadt Gotham City zu bekämpfen. In der aktuellen Storyline, also nach der „Final Crisis“, gilt Bruce Wayne alt tot, so dass Batman von einer anderen Figur ersetzt wurde (dass Wayne wirklich tot ist, darf allerdings bezweifelt werden).

Batman Confidential

In der DC-Serie „Batman Confidential“ geht der Comicverlag in die guten alten Bruce-Wayne-Zeiten zurück. So wie in „Batman und die Bestie“ der die Confidential-Bände 31-35 in einer abgeschlossenen Story vereint. Ort des Geschehens ist nicht wie sonst üblich Gotham City, sondern die russische Hauptstadt Moskau. Dort treibt ein Bösewicht sein Unwesen, der sich nach den russischen Herrschern „Zar“ nennt. Der Adelstitel mag noch so anachronistisch sein, der Zar selbst bedient sich moderner Einschüchterungs-, Gewalt- und Kontrollmethoden, um seine Herrschaft zu legitimieren. Selbst die Russenmafia und die meisten anderen Gangster in Moskau kann er in Schach halten.

Batman und der „Zar“ in Moskau

Und der Gangster-Zar in „Batman und die Bestie“ hat auch seinen eigenen Erfüllungsgehilfen – eben jene titelgebende Bestie. Wie die Bestie zur Bestie werden konnte, dafür hat der Comic eine Erklärung parat. Genauer gesagt beginnt „Batman und die Bestie“ mit der Entstehungsgeschichte des Untiers. Dafür holt Peter Milligan erzähltechnisch aus und geht zurück in die Elite Sportschulen der postsowjetische Zeit. Die ex-kommunistischen Staaten – soviel ist hte bekannt – waren nicht gerade zimperlich im Gebrauch von Anabolika und anderen Dopingpräparaten, um ihren Sportlern beim Run auf olympische Medaillen etwas nachzuhelfen. Dass solche „Hilfsmaßnahmen“ auch mal fehlschlagen können, ist bekannt. In der Entstehungsgeschichte der Bestie handelt es sich im einen dieser tragischen Unfälle.

Von Gotham City nach Moskau

Allerdings erkennt der Zar das Potenzial der Bestie – ist er am Ende gar für deren Mutation verantwortlich? – und strebt nach mehr Die Herrschaft über Moskau reicht ihm nicht. Er will auch Gotham City kontrollieren. Als der Dunkle Ritter Batman Wind davon bekommt, macht er sich auf den Weg. Es kommt zum Kampf zwischen Batman, der Bestie und dem Zaren.

Spannende Comic-Story – düstere Zeichnungen

Die Story von „Batman und die Bestie“ von Peter Milligan atmosphärisch und spannend, auch wenn sie keine besonders großen Überraschungen bietet. Zudem setzt sie sehr stark auf Klischees. Aber das lässt sich in der Welt der Comics oft nicht vermeiden. Besonders gelungen sind die Zeichnungen von Andy Clarke. Die Panelaufteilung ist sehr linear und fast frei von Experimenten. Aber gerade dadurch gelingt es ihm in diesem Batman-Comic, ein düsteres Bild der russischen Hauptstadt zu zeichnen, in der Dunkelheit und Schatten regieren. In „Batman und die Bestie“ ist es eigentlich immer Nacht und selbstverständlich ist es kalt und schneit. In dieses Szenario passt Batman natürlich perfekt herein. Allerdings taucht er immer nur sporadisch auf, greift dann aber entscheidend in die Handlung ein – wie es sich für den Dunklen Ritter eben gehören sollte. So ist der Comic „Batman und die Bestie“ eine solide abgeschlossene Batman-Story, die für ausreichend Kurzweil sorgt.

Batman Sonderband 26 – Batman und die Bestie. Zeichnungen: Andy Clarke. Text/Story: Peter Milligan. Panincomics / DC. Softcover, farbig, 124 Seiten. Euro 14,95.

Martin Höche, Martin Höche

Martin Höche - Martin Höche hat als Journalist für das Interviewportal Planet-Interview gearbeitet und Beiträge in verschiedenen deutschen ...

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