Sie werden immer beliebter und sind aus dem World Wide Web nicht mehr wegzudenken. Communities verschiedenster Interessens- und Altersgruppen. Manche nutzen sie beruflich, manche ausschließlich zum Privatvergnügen. Klar ist, wer einmal damit angefangen hat, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, findet dauerhaft Gefallen daran. Wachsende Mitgliederzahlen und die vermehrte Einbindung von Featuren erfordert geregelte Abläufe.
Besonderheiten einer Community
- Benutzer müssen sich registrieren, um der Community anzugehören
- Der Benutzerkreis ist geschlossen
- Ein bestimmtes Interessens- oder Themengebiet steht im Mittelpunkt
- Verknüfung und Integration von Kommunikation und Inhalt
Inhalte einer Community
Verschiedenste Facetten der Internetkommunikation werden auf Communities angeboten. Dazu gehören Diskussionsforen, Chat-Räume, Weblogs, E-Groups, persönliche E-Mail-Adresse, Spiele und die gegenseitige Vernetzung der Mitglieder.
Arten von Communities
Special Interest Communities
Nutzer eines bestimmten Interessensgebiets kommen in einer Special Interest Community zusammen. Themenbereiche können bestimmte Hobbies oder Sportarten sein. Auf kommerzieller Ebene geht man dazu über, gezielt junge Menschen in Zusammenhang mit deren Vorlieben anzusprechen. So hat beispielsweise Barbie eine Community für junge Mädchen ins Leben gerufen. Gegenwärtig äußerst gefragt sind 3D-Communities wie Second life.
Zielgruppen Communities
Man richtet sich in dieser Gruppierung an spezielle Zielgruppen. Berufsgruppen wie Ärzte oder Rechtsanwälte sind wohl weniger communityfreudig. Die Thematik ist warscheinlich so gestreut, dass gemeinsamer Konsens schwierig ist. Äußerst netzwerkaffin hingegen sind Studenten, was studivz.net oder lokalisten.de belegen.
Public Interest Communities
Allgemeine Themen wie Fitness oder Erotik stehen hier im Mittelpunkt. Schwierig ist es, diese Gruppen dauerhaft zu binden.
Community als Tochtermedium
Vielen Communities gehen aus Produkten der Medienbranche hervor. Aus Fernsehsendungen, Magazinen, Zeitungen, Zeitschriften oder Radiosender bilden sich unabhängige Online-Netzwerke. Beispiele sind die bigbrother oder jetzt.de (Magazin der Süddeutschen Zeitung).
Erfolgsvoraussetzungen einer Online-Community: die Planung
- Diskussinsforen, die thematisch sinnvoll erscheinen, sollten einbezogen werden.
- Chats benötigen einen Rahmen, in dem sie regelmäßig stattfinden.
- Corporate Identity und Corporate Design sollten sich wie ein roter Faden durch das gesamte Online-Medium ziehen. Geht der Community ein Medienprodukt voraus, sollte die Markeneigenschaften wiedererkennbar sein. Sprachlicher Stil und zielgruppenspezifische Werte müssen enthalten sein.
- Themenbereiche für Foren und Chats lehnen sich an den Gegenstand der gesamten Webseite
- Moderation und Management bedürfen Feingefühl, aber auch Durchsetzungsvermögen. Gerade innerhalb von Public Communities kann es zu Verstößen gegen die Nettikette oder unerlaubten Äußerungen kommen. Im Vorfeld kann die sogenannte "Bad List" helfen. Hier können unerwünschte Worte rassistischer oder verfassungsfeindlicher Natur mittels Software abgeblockt werden.
- E-Learning-Angebote sollen userorientiert entwickelt werden. Keine statischen und vorgefertigten Funktionen, sondern interaktive Modelle sind gefragt.
Buchempfehlung: Gabriele Hooffacker, Online-Journalismus, Schreiben und Gestalten für das Internet,München, ISBN 3-471-79449-2
