Computer optimieren mit weniger Software

Unnötige Programme machen einen Windows-PC oft langsamer

Weniger ist manchmal mehr. Auch im Computer kann zuviel des Guten das Gegenteil bewirken. Unnötige Software bremst die Performance des PCs und läßt ihn langsamer werden.

Die heutigen Computer werden immer schneller und leistungsfähiger. Dennoch kommt es immer wieder zu Klagen, speziell bei Benutzern von Windows: Der Rechner ist zu langsam, wird immer langsamer, läuft zögerlich oder hat gar massive Probleme von Aufhängern bis Abstürzen. Zwar sammelt sich bei Windows im Laufe der Zeit einiges an sogenanntem Datenmüll an, aber auch viele Nutzer tragen ihren Teil zur Performanceverschlechterung ihres Rechners bereits im Vorfeld bei. Nicht selten ist die Ursache in überflüssiger oder zuviel installierter Software mit teilweise überflüssigen Ansprüchen zu suchen. Gerade bei gekauften, eingerichteten Komplettsystemen findet sich häufig vorinstallierte Software, die vom Anwender kaum oder nicht benutzt wird und aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis nicht gelöscht wird.

Performance und Leistung – Verluste durch installierte Programme

Der Platz, welchen installierte Programme auf der Festplatte einnehmen, ist bei den Größen der heutigen Massenspeicher gar nicht einmal das Hauptproblem. Die Probleme kommen anderweitig zum Tragen: Jedes Programm, das installiert wird, legt Dateien und Einträge an und richtet Verknüpfungen in den Systemdateien ein. Je mehr Einträge in zentralen Dateien von Windows wie der Registry oder Autostartordnern präsent sind, desto mehr wird vom Rechner abgearbeitet und desto nachteiliger wirkt sich dies auf die Performance aus. Erschwerend kommt bei so mancher Software die mitgeführte Peripherie hinzu, die der Benutzer des PCs selten oder gar nicht braucht und die zu einer weiteren Verlangsamung beiträgt. Weitere Probleme sind Programme, welche sich automatisch aktualisieren oder routinemäßige Abfragen über das Internet laufen lassen. Sind keine überwachenden Programme wie z.B. eine Firewall aktiv, bekommt der Anwender diese verlangsamenden Hintergrundaktivitäten als Ursache in der Regel nicht einmal mit.

Optimieren der Performance des PC

Ein erster Schritt zur Abhilfe bei solchen Problemen ist eine Bestandsaufnahme. Welche Programme werden wirklich und in welchen Umfang gebraucht? Welche Software hat gleiche Funktionen wie andere und ist dadurch teilweise oder ganz überflüssig? Müssen bestimmte Programme wirklich fest installiert werden oder sind sie durch so genannte Stand-Alone-Lösungen ersetzbar? Beispiele gibt es hierzu reichlich: Ein komplett installiertes Office-Paket, von dem nur ein oder zwei Elemente genutzt werden, ein aufwendiges Grafikprogramm, wo auch eine kleine Lösung genügen würde, ein zweiter Browser, Spiele, welche nicht mehr verwendet werden, usw. Auch für vorhandene, notwendige Programme ist nicht immer die letzte High-End-Lösung die erste Wahl. Je weniger ein Programm genutzt wird, um so mehr ist zu überlegen, ob es nicht durch kleinere, funktionelle, weniger Systemressourcen schluckende Alternativen ersetzt werden kann.

Programme, die den Computer keine Leistung kosten

Hier bieten sich als Ersatz neben leistungsschonenden Installationsprogrammen sogenannte Stand-Alone-Programme an. Solche Software funktioniert ohne Installation und fertigt keine Einträge in den Windows Systemdateien an. Sie muß nur auf die Festplatte kopiert werden und ist dann durch Starten ihrer Ausführungsdatei sofort funktionsfähig. Der benötigte Speicherplatz ist im Verhältnis zur Funktion und Leistung meist gering. Vielfach sind solche Programme als Freeware erhältlich. Ein weiter großer Vorteil zeigt sich bei eventuellem Löschen. Es müssen nur die auf die Festplatte kopierten Daten gelöscht werden, um das Programm rückstandsfrei zu entfernen.

Norman Oelker, Norman Oelker

Norman Oelker - Von Hause aus bin ich eigentlich aus der kaufmännischen Ecke mit gelegentlichen Abstechern als IT-Trainer und Dozent. Nachdem der ...

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