
- Peru bei der Copa América 2011 - Sabrina Železný
Die Copa América 2011 schien für Peru nicht unter den besten Vorzeichen zu stehen, denn die peruanische Nationalmannschaft musste ohne die Bundesligisten Claudio Pizarro (Werder Bremen) und Jefferson Farfán (FC Schalke 04) nach Argentinien reisen. Mit Uruguay und Chile warteten zudem starke Gegner in der eigenen Gruppe, auch Mexiko gilt nicht als schwache Mannschaft.
Paolo Guerrero schießt Peru zum Sieg
Am 08.07. hatte Peru seine zweite Begegnung gegen Mexiko, das zuvor im Spiel gegen Chile unterlegen war. Es war Bundesligist Paolo Guerrero, der im entscheidenden Moment traf. In der 81. Minute brachte er sein Team mit 1:0 gegen die »Azteken« in Führung - und letztlich zum Sieg.
Nach einem guten Auftaktspiel gegen Uruguay sichert sich Peru somit den zweiten Platz in der Gruppe, punktegleich mit Erstplatziertem Chile, dem gegen Uruguay ebenfalls lediglich ein Unentschieden gelang.
Das Viertelfinale zum Greifen nah
»Unsere Mannschaft hat gekämpft und mit viel Geduld den Sieg gesucht«, sagte Perus Santiago Acasiete. Am 12.07. trifft Peru im letzten Gruppenspiel auf Chile. Mit einem Sieg sind die Rotweißen sicher im Viertelfinale, ein Unentschieden könnte unter Umständen reichen, wenn Uruguay gegen das bislang punktlose Mexiko patzt. Auch als Dritter könnte Peru sich möglicherweise noch fürs Viertelfinale qualifizieren, denn die zwei besten Drittplatzierten der Vorrunde kommen ebenfalls weiter.
Peru überraschte bereits gegen Uruguay
Überhaupt weiß das peruanische Team bislang zu überraschen. Im ersten Spiel trafen die Rotweißen auf den WM-Vierten von 2010 – Uruguay. Die »Charrúas« um Diego Forlán waren bei der Partie der eindeutige Favorit. Doch Peru lieferte erfrischenden und gewitzten Fußball gegen ein Uruguay, das eindeutig nicht in Höchstform war. Nutznießer eines uruguayischen Abwehrfehlers war sehr bald Perus Paolo Guerrero (Hamburger SV), der seine Mannschaft schon in der 23. Minute in Führung schoss.
Zwar sorgte Uruguays Luis Suárez in der 45. Minute für den Ausgleich, und eine großartige Kopfballtorchance von Guerrero kurz vor Ende blieb erfolglos. Das Unentschieden gegen den Favoriten scheint Peru jedoch beflügelt zu haben. Perus Trainer, der »Zauberer« genannte Sergio Markarián – seines Zeichens übrigens Uruguayer –, wies jedoch auf die Notwendigkeit von Siegen in den folgenden Partien hin.
Jubel in Peru
Auf internationalem Fußballparkett hat Perus Nationalmannschaft normalerweise wenig zu lachen. Die letzte WM-Teilnahme gab es 1982, den letzten Triumph bei der Copa América – dem lateinamerikanischen Äquivalent zur Europameisterschaft – 1975. Bei der letzten WM-Qualifikation war Peru trauriges Schlusslicht noch hinter dem ebenfalls erfolglosen Bolivien. Umso mehr zeigt sich die peruanische Presse von einem möglichen Viertelfinalseinzug bei der Copa América begeistert. Sí se pudo, jubeln die Schlagzeilen zum Sieg über Mexiko: Ja, man konnte!
Copa América: Argentinien und Brasilien patzen
Auch sonst werden die Favoriten der Copa América nicht unbedingt den Erwartungen gerecht. Gastgeber Argentinien überraschte im Eröffnungsspiel, als es nur für ein 1:1 gegen Außenseiter Bolivien reichte. Auch im Nachfolgespiel gegen Kolumbien kamen die »Albicelestes« über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Auch Brasilien trennte sich torlos von Venezuela, genauso endete die Begegnung von Paraguay und Ecuador. Die Copa América wird in diesem Jahr vom 1. bis zum 24. Juli in Argentinien ausgetragen.
Quellen: Peruanische Tageszeitung »La República«, Homepage der Copa América
