"Coraline" – Gruseliges, geheimnisvolles Stop-Motion-Abenteuer

Coraline, DVD-Cover - Universal Pictures
Coraline, DVD-Cover - Universal Pictures
Wer "Nightmare before Christmas" mochte, wird auch "Coraline" lieben. Ab 6 Jahren, aber trotzdem ganz schön gruselig und furchteinflößend in der Machart.

Auch Kinder dürfen sich mal gruseln, deshalb ist „Coraline“ ab 6 und nicht ab 12 Jahren freigegeben. Regisseur Henry Selicks („James und der Riesenpfirsich“, „The nightmare before Christmas“) düsterer, Stop-Motion-Animations-Film (die Animation wird bei dieser Technik mit unbeweglichen Gegenständen gemacht) basiert auf das Kinderbuch von Neil Gaiman („Sternwanderer“, und das mit Robert De Niro verfilmte „Niemalsland“) .

Coraline lernt in der neuen Umgebung ihre kreativen Nachbarn kennen

Die puppenartige, elfjährige Coraline (Stimme: Dakota Fanning, „I am Sam“, „New Moon“) muss mit ihren Eltern in ein uraltes, gruseliges Haus – „Pink Palace Apartements“ – aufs Land ziehen. Sie erkundet die neue Umgebung und ihre neuen Nachbarn: WB („Why borne?“), der Nachbars-Junge, der Coraline für eine „Wasserhexe“ hält. In der Kellerwohnung des Hauses wohnen zwei schrullige, Teesatz lesende, ehemalige Schauspielerinnen und unter dem Dach des Hauses wohnt ein russischer Zirkusakrobat, der in seiner Freizeit Springmäuse dressiert, die Kunststücke vorführen.

Coraline fühlt sich von ihren Eltern vernachlässigt und landet in der Parallelwelt

Und manche Türe in dem alten Gebäude sollte lieber verschlossen bleiben... Coraline entdeckt hinter einer dieser eine Parallelwelt in der das 150 Jahre alte Haus ebenfalls existiert, und wo das Spiegelbild ihrer Eltern lebt – das Alter Ego mit angenähten Knopfaugen! In dieser Parallelwelt kümmern sich Coralines Eltern fürsorglich um sie, erfüllen ihr jeden Wunsch, während sie in der Realität größtenteils von ihnen ignoriert wird, da sie mit der Erstellung eines Gartenkatalogs vollends mit sich selbst beschäftigt sind. Coraline fühlt sich in der Welt hinter der kleinen Tür anfangs viel wohler als in der langweiligen Realität, wo sie sich jede Aufmerksamkeit ihrer Eltern erkämpfen und gegen Verbote und Verhaltens-Regeln ankämpfen muss. Eine schwarze Katze warnt Coraline allerdings vor der neuen, „fürsorglichen“ Mutter.

Die „andere Mutter“ entpuppt sich als Monster

Tatsächlich bietet die Mutter mit den angenähten Knopfaugen Coraline an, für immer in der harmonischen Welt hinter der Seite der Tür bleiben zu dürfen, sie müsse nur einwilligen, sich auch Knopfaugen annähen zu lassen. Als Coraline dies ablehnt, ändert sich der freundliche Ton und das Verhalten der „anderen Mutter“ und das Mädchen stellt fest, dass sie doch nicht „aus dem selben Holz geschnitzt“ sind.

Das Geheimnis um die aufgenähten Knopfaugen in „Coraline“ bleibt ein Geheimnis

Ihre wahren Eltern zu finden – darum geht es hauptsächlich in diesem gruseligen Puppen-Trickfilm, in dem auch noch Geister ohne Augen erscheinen und Coraline während des finalen Entdecker-Spiels „im leeren Teil der Welt“ landet. Coralines „andere Mutter“, die aus der Parallelwelt dazu: „Selbst den stolzesten Geist kann man brechen: mit Liebe, Pralinen und Kakaokäfer aus Sansiba!“ Weshalb die „anderen Eltern“ Coralines allerdings aufgenähte Knopfaugen tragen und wie oder was sie dadurch sehen, bleibt ein offenes Geheimnis. Insgesamt ist „Coraline“ ein Film, der die eigene Fantasie ganz schön ankurbelt. In 3D ein Mega-Ereignis, das 2010 als bester animierter Film OSCAR-nominiert wurde!

Die 2-DVD „Coraline“ mit 4 3D-Brillen erschien am 17. Dezember 2009 bei Universal/DVD

Döringer, Martin, (c) Marlonski

Martin Döringer - Martin schreibt nicht nur Online-Reviews, sondern moderierte/interviewte live bei Radio-ALEX und stellte TV-Clips her, diente dabei ...

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