
- Strand von Cahuita in Costa Rica - Ließ
Weite Strände, eindrucksvolle Vulkanlandschaften, eine außergewöhnlich vielfältige Tierwelt und geheimnisvolle Nebelwälder – kaum zu glauben, dass man das alles in einem Land finden kann, dass kaum größer ist als Niedersachsen. Doch Costa Rica bietet dem Besucher das alles und noch weit mehr.
Die kleine Republik liegt in Mittelamerika zwischen Nicaragua im Norden und Panamá im Osten. Zwei Ozeane begrenzen Costa Rica und formen unterschiedliche Küstenlandschaften: Der Pazifik mit seinen endlosen schwarzen Sandstränden im Süden und im Norden der Atlantik, wo verschlafene karibische Dörfer ein besonderes Flair bieten.
Costa Rica bedeutet „Reiche Küste“. Doch der ökologische Reichtum erstreckt sich durch das ganze Land. Aufgrund der äquatorialen Lage und der verschiedenen Höhensysteme findet man unterschiedlichste Ökosysteme vor – von Regen- und Nebelwäldern, Vulkanen, Mangroven bis hin zu den karibischen Korallenriffen. 5% der Pflanzen- und Tierarten des Planeten kann man auf der winzigen Fläche finden, darunter 2.000 Schmetterlingsarten, mehr als 200 Säugetierarten und über 9.000 verschiedene Arten von Pflanzen, davon allein 1.300 Orchideen. 27 Nationalparks gibt es in Costa Rica, die für Touristen unterschiedlich gut zugänglich sind. In den entlegenen Bergregionen des Parque Nacional La Amistad, der bis nach Panamá reicht, oder in den südlichen Regenwäldern des Parque Nacional Corcovado finden selbst selten gewordene Arten wie Rote Aras und Pumas Zuflucht.
Daten zu Bevölkerung und Wirtschaft in Costa Rica
Nur etwa 4,5 Millionen Einwohner hat Costa Rica. Anders als in den meisten mittelamerikanischen Ländern sind etwa 95% der „Ticos“ Nachfahren europäischer Einwanderer. Die indigene Bevölkerung macht nur einen sehr kleinen Anteil aus. Eine immer größer werdende Gruppe bilden nicaraguanische Einwanderer aus dem nördlichen Nachbarland.
Ein Drittel der Bevölkerung lebt im Valle Central rund um die Hauptstadt San José. Die Ticos sind sehr stolz auf ihr Land und ein geselliges, freundliches Völkchen. Die allerorts gebräuchliche Phrase „Pura Vida“ bringt die allgemeine Lebensphilosophie zum Ausdruck.
Kaffee und Bananen, die Hauptexportgüter Costa Ricas, findet man auch bei uns in jedem Supermarkt. Hinzu kommen Ananas, Papaya, Melonen und weitere Früchte. Costa Rica lebt aber nicht mehr allein von der Landwirtschaft. Ein ansehnlicher Industriesektor hat sich gebildet, der vom Chip-Hersteller Intel angeführt wird. In den letzten Jahren hat sich auch der Tourismussektor stark entwickelt. Die Strategie des Ökotourismus lockt inzwischen jährlich über eine Million Besucher an.
Reisezeit für Costa Rica
In Costa Rica gibt es die uns bekannten Jahreszeiten nicht, doch im Halbjahreszyklus wechseln sich eine Regen- und eine Trockenzeit ab. Die Trockenzeit beginnt im November und dauert bis April. Sie ist auch die Hauptreisezeit. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch im mitteleuropäischen Sommer nach Costa Rica reisen kann. Der morgendliche Sonnenschein wird dann von meist kräftigen Regenfällen am Nachmittag und Abend abgelöst. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, erlebt das Land grün und in voller Blüte.
Innerhalb Costa Ricas gibt es eine Vielzahl kleinerer Klimazonen. Während es tropisch heiß ist an den beiden Küsten, sind die Temperaturen im Landesinneren aufgrund der Höhenlage gemäßigter.
Tipps zu Sehenswürdigkeiten in Costa Rica - Entspannen am Feuer spuckenden Vulkan Arenal
Wer nach Costa Rica kommt und das Land wirklich kennenlernen möchte, sollte am besten einige Wochen Zeit mitbringen. Hat man nur eine Woche oder zwei gibt es zumindest einige Orte, die man mindestens gesehen haben sollte.
Ein berühmtes Wahrzeichen des Landes ist der noch aktive Vulkan Arenal. Wer Glück hat und ihn an einem wolkenlosen Tag besucht, wird seinen Anblick so schnell nicht mehr vergessen. Noch eindrucksvoller ist der Vulkan bei Nacht, wenn die glühende Lava den perfekt geformten Kegel mit rot leuchtenden Spuren zeichnet. Besonders entspannt beobachten lässt sich das Schauspiel von den heißen Vulkanquellen des Tabacón Ressort aus.
Die bunte Tierwelt Costa Ricas lässt sich in einigen der Nationalparks hautnah erleben. Im karibischen Dorf Cahuita kann man schon morgens dem tiefen Gröhlen der Brüllaffen lauschen und entdeckt mit etwas Glück träge Faultiere und bunte Tucane in den Baumkronen. Am Pazifik im touristisch sehr gut erschlossenen Nationalpark Manuel Antonio helfen geschulte Führer beim Erkunden der Flora und Fauna.
Deren gutes Auge benötigt man auch im Nebelwald von Monteverde, wo man mit viel Glück den geheimnisvollen Quetzal, den angeblich schönsten Vogel der Welt, beobachten kann.
Aktivurlaub und Abenteuer in Costa Rica - Canopy, Surfen oder doch lieber Rafting?
Auch Aktivurlaub bevorzugt, kann in Costa Rica eine Menge erleben. Man kann sich beim Canopy an langen Drahtseilen über Baumwipfel gleiten lassen, beim Paragliding den Pazifik von oben betrachten oder sich mit dem Schlauchboot im Rio Pacuare durch einen der fünf besten Rafting-Flüsse der Welt kämpfen. Wassersportfreunde finden traumhafte Strände zum Surfen und vor allem im Pazifik eine Vielzahl interessanter Tauchplätze wo man über Weißspitzenriffhaie und riesige Stachelrochen staunen kann.
Besondere Herausforderungen bieten Wanderungen durch Nationalparks wie Rincón de la Vieja, vorbei an heißen Schwefelquellen und uralten Mammutbäumen, oder die zweitätige Besteigung des Cerro Chirripó, Costa Ricas höchstem Berg (3.819 Meter).
Es gibt jede Menge Highlights in Costa Rica. Doch die weiten, leeren Strände bieten noch mehr als das, nämlich pure Entspannung.
