Cowboys & Aliens - die alternative, etwas andere Filmkritik

Jake und die geheimnisvolle Ella - Paramount Pressefoto
Jake und die geheimnisvolle Ella - Paramount Pressefoto
Produzent Steven Spielberg war begeistert von der Idee, die Genres Western- und Alienfilm zu mischen. Heraus kam ein spannender und sehr unterhaltsamer Film

Im Superbreitwandformat ein Schwenk über die kargen Hügel New Mexicos - dann der coole Fremde, brutale Viehdiebe, eine heruntergekommene Goldgräberstadt, die vor dem bösen Rancher zittert, eine geheimnisvolle Frau und ein mutiger Sheriff. Der Film beginnt mit allen Urbildern, die ein guter Western braucht.

Was im Titel steht, ist auch im Film drin

Jake (Daniel Craig), der fremde Mann ohne Erinnerung, ist ein gesuchter Bandit und hat dem reichen Viehzüchter Dolarhyde (Harrison Ford) Gold gestohlen. Als er vom Sheriff festgenommen wird, fordert Dolarhyde seine Herausgabe. Doch kurz vor Showdown und Lynchjustiz tauchen metallische Flugmaschinen auf. Sie überziehen die Stadt mit Feuer und entführen Menschen an Haken. Revolver und Gewehre sind wirkungslos, nur Jakes seltsames Armband wird zur damals unbekannten Laserwaffe, die ihn selbst verblüfft.

Der Pfarrer deutet die unerklärlichen Vorgänge zum Werk von Dämonen, die es zu verfolgen gälte. „Jetzt zählen nur noch die Gewehre“, ruft Rancher Dolarhyde. Seine Cowboys, die Stadtbewohner, Jake und später eine Räuberbande tun sich zusammen um das Böse zu vertreiben. Sogar die letzten, noch nicht von den Weißen ausgerotteten Apachenindianer stoßen dazu und kämpfen mit ihnen gegen die dämonischen Mächte. Sie sind nicht erstaunt, dass die geheimnisvolle Ella (Olivia Wilde), mit Augen blau wie der Himmel, behauptet von einem fremden Stern zu kommen.

In einem alten Raddampfer mitten in der Landschaft kommt es zur ersten Begegnung mit den Aliens. Die Menschen des 19. Jahrhunderts haben keine Chance, als die riesigen starken Glibberwesen aus Schleim und Fleisch blitzschnell über sie herfallen.

Keine computeranimierten Aliens

Produzent Steven Spielberg war begeistert von der Idee Cowboys und Aliens zusammenzubringen und wunderte sich, dass vorher noch niemand auf diese Idee gekommen war. Es ist ja auch eine interessante Frage, wieso Außerirdische immer erst im 20. Jahrhundert in der Welt (des Kinos) auftauchen.

Action- und Kampfszenen beider Gattungen machen den Film spannend, aber nicht brutal, auch wenn die - übrigens nicht computeranimierten - Aliens gruselig und eklig sind. Die fürchterlichen Experimente der Aliens an ihren Gefangenen halten unserer Zivilisation nur am Rande und ganz behutsam einen Spiegel vor.

Die Genres vermischen sich in diesem Film, aber Regisseur Jon Favreau („Iron Man“) hält sie im Gleichgewicht. So entsteht aus einem guten Western und einem guten Alienfilm eine neue dritte Verbindung, mit den großen archetypischen Filmthemen Einsamkeit, Freundschaft, Solidarität und verlorener Liebe.

Cowboys & Aliens

Regie Jon Favreau, mit Daniel Craig, Harrison Ford und Olivia Wild

Ab 25. August 2011 im Kino

Hier geht es zum Trailer von Cowboy & Aliens

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