
- Creatin und seine Nebenwirkungen im Muskelaufbau - evanbrennan|photo
Creatin gehört zu den legalen Nahrungsmittelergänzungen, die dazu benutzt werden, um im Kraftsport zusätzliche Muskelmasse aufzubauen und die Trainingsleistung zu erhöhen. Natürlich kann auch die Einnahme dieses Mittels mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein.
Muskelaufbau: Positive Nebenwirkungen nach der Einnahme von Creatin
Creatin verfolgt neben den negativen Nebenwirkungen selbstverständlich auch die der Positiven. Diese Nahrungsergänzung, die in der Regel in verschiedenen Kuren zu sich genommen wird, verleiht dem Sportler zusätzliche Energieschübe im Krafttraining. Ist dem Körper mehr Energie zur Verfügung gestellt, muss diese auch wieder in diesem Maß ausgeschüttet werden. Während einer Creatin-Kur ist es dem Kraftsportler also ermöglicht, mit "schwereren" Gewichten zu trainieren. Damit verbunden ist der gleichzeitige Aufbau von Muskelmasse und die Optimierung der Muskelkraft.
Creatin-Nebenwirkungen: Negatives, das aus der Einnahme resultieren kann
Negative Nebenwirkungen die sich aus der Einnahme von Creatin ergeben können sind besonders zu beachten. Die zuvor beschriebenen positiven Effekte einer derartigen Kur verzeichnen zwar während den Wochen der Einnahme anschauliche Erfolge, allerdings beschränkt sich die Wirkung auf die Wochen in denen Creatin planmäßig benutzt wird. Demnach ist nach einigen Wochen mit enorm gesteigerten Trainingsschüben wieder das normale Level erreicht. Nach einer Creatin-Kur verliert der Sportler wieder seine Kraft und auch das aufgebaute Gewicht. Mit diesem Rückschlag ist die wohl gefährlichste Nebenwirkung verbunden – ein regelrechtes Suchtverhalten und das Verlangen nach einer ständigen Einnahme von Creatin, um alte Trainingsergebnisse wieder zu erzielen. Durch eine dauerhafte Dosierung können nicht nur Nebenwirkungen in Bezug auf die sportliche Leistung resultieren, unter Umständen wird auch die Gesundheit angegriffen. Daher ab und zu für den Trainingsfortschritt lieber einen Eiweiß-Shake selber machen und Creatin nur in den vorgeschriebenen Dosiermengen einnehmen.
Mögliche gesundheitliche Nebenwirkungen nach einer Creatin-Kur
Gesundheitliche Nebenwirkungen durch Creatin sind individuell verschieden. Bei einer erhöhten Dosiermenge oder einer längeren Einnahme kann es möglicherweise zu Nierenschäden kommen. Durch die Verwendung von Creatin sammelt sich Wasser in den Muskeln an. Der Bedarf an Wasser steigt also während der Kur, sodass es bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr zu einer Dehydration oder massiven Kopfschmerzen kommen kann. Creatin entzieht dem Körper auch Magnesium, weshalb es ratsam ist, zusätzliches Magnesium zu sich zu nehmen. Vereinzelt kann die Einnahme von Creatin bei Unverträglichkeit auch zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Ein besonders hohes Risiko stellt eine Kur bei Sportlern dar, die zum Beispiel unter Diabetes oder zu hohem Blutdruck leiden.
Bitte beachten Sie, dass Creatin, trotz Legalität, zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Vor der Einnahme sollten Experten konsultiert werden, die weitere Ratschläge geben.
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Quelle: "Ran an die Hantel: Die besten Trainingsprogramme" (Taschenbuch, 2008) – Stefan Becker
