
- Carmencita bietet Crema Catalana in der Fertigpackung. Gibts bei Kaiser's zu kaufen. - Carmencita
Die berühmte Crema Catalana ist eigentlich ein Vanillepudding ohne Vanille, aber mit einem I-Tüpfelchen. Denn das Geschmacksfeuerwerk, das der eiskalte Sahnepudding entfacht, hat er vor allem seiner hauchdünnen, knackenden Karamellkruste zu verdanken, mit der die Katalanencreme bedeckt ist. Eben das I-Tüpfelchen.
Wie so oft bei Namensgebungen für vermeintlich typisch regionale Speisen, wird die Crema Catalana in Katalonien ganz anders genannt. So verhält es sich auch mit dem Amerikaner – ein Teigfladen mit Zuckerguss, dem Pharisäer (Kaffeespezialität) oder dem Schwedeneisbecher. Schwede, Amerikaner oder eben Katalanen haben keine Ahnung, warum Sie Namenspaten für Teigfladen, Eisbecher oder Puddings sind.
Crema Quemada, Crema de Sant Josep oder Crema Catalana
In Katalonien ist die Süßspeise aus Eiern und Milch denn auch eher als Crema Quemada (Verbrannte Creme) bekannt, was auf eben jene leckere, braungebrannte Zuckerschicht auf der Crème anspielt. Der zweite Name des Puddings, Crema de Sant Josep, liefert schon mehr Hinweise, warum wir es mit einer Katalanencreme zu tun haben. Denn am katholischen Feiertag des Heiligen Josef (19. März), dem spanischen Vatertag, wird die Nachspeise in ganz Katalonien traditionell serviert. Natürlich wird die Crema Catalana in ganz Spanien gern gegessen und seit Neuestem auch in Deutschland, seitdem Kaiser's die original spanische Fertigpackung im Sortiment anbietet.
Wer eine Crema Catalana ohne Fertigpackung herstellt, wird für seine Mühe mit einem besser schmeckenden Geschmackserlebnis belohnt. Die spanische Variante von Carmencita, die Kaisers derzeit verkauft, schmeckt doch sehr nach herkömmlichem Pudding. Besser ist es doch, selbst Eier, Milch und Stärke zu verrühren und eine hausgemachte Creme zu zaubern.
Mit Tapas, Wein und Crema Catalana einen spanischen Abend feiern
Die Crema Catalana lässt sich nämlich recht schnell selbst herstellen, wenn man das richtige Werzeug in der Küche findet. Die Creme aus Eigelb und Milch und einer Handvoll Zucker ist in wenigen Minuten zubereitet und macht immer vor allem dann etwas her, wenn sie in den zünftigen, spanischen Tonschalen serviert wird. Wenn sie ihre Freunde nach dem Spanienurlaub zu einem Abend mit Tapa und Wein einladen, freuen sich die Gäste ein Loch in den Bauch, wenn sie am späten Abend noch eine Crema Catalana servieren. Wer sich zudem noch einige Raffinessen beim Zubereiten der spanischen Süßspeise einfallen lässt, der kann aus dem Pudding eine ganz feine Sache zaubern. Zum Beispiel etwas Zitronenschale in Rum einlegen und der Milch beifügen. Das kann der Crema Catalana noch ein besonderes Aroma verleihen.
So bereitet man die Karamellkruste zu
Für die Karamellschicht wird am besten weißer Zucker verwendet und dieser nach dem Zubereiten der Creme auf die erkalteten Tonschalen gestreut. Nun muss die Zuckerschicht flambiert werden, damit sie karamellisiert. Dafür verwendet man ein Brenneisen oder einen Bunsenbrenner, den man wahrscheinlich nicht in seinem Haushalt findet. Deshalb kann man auch die feuerfesten Tonschälchen in den Backofen schieben und den Zucker von oben braun werden lassen. Dazu den Grill vorher auf Maximaltemperatur heizen und die Förmchen nur kurz in den Herd stellen, damit der Pudding nicht verbrennt. Nun muss die Karamellschicht wieder abkühlen.
Spanisch lernen und Crema Catalana kochen
Wer beim Zubereiten der Köstlichkeit gleich noch etwas Spanisch und/oder Katalanisch lernen möchte, dem sei die Recherche im Internet mit Videoanleitung empfohlen. Der Blog der Spanierin Glutoniana hält noch viele andere Rezepte bereit und verfügt über eine praktische Übersetzungshilfe.
Bitte nicht verwechseln: Crema Catalana und Crème Brulée
Die Crema Catalana lässt sich übrigens leicht mit einer ähnlichen Süßspeise, Crème Brulée, aus dem spanischen Nachbarland Frankreich verwechseln. Als Zutaten werden aber in Spanien, anders als bei französischen Variante, der Crème brulée, geschlagenes Eigelb, eine Zitronenschale und Zimtpulver verrührt. Die franzö sische Crème brûlée wird außerdem im Wasserbad und mit Milch statt mit Sahne zubereitet.
Zubereitung der Crema Catalana in 5 Schritten
- Speisestärke in 150 ml Milch auflösen. Eigelb und Zucker in einer großen Schüssel schaumig schlagen. Stärkemilch dazugeben und gut verrühren.
- 600 ml Milch aufkochen, abgeriebene Zitronenschale dazugeben und Milch unter Rühren zum Eigelb gießen.
- Flüssigkeit mit den Eiern erneut in den Topf gießen. Bei mittlerer Hitze unter stetem Rühren so lange erhitzen, bis die Stärke bindet und eine zähflüssige Creme entsteht.
- Vom Herd nehmen, kurz bevor die Creme anfängt zu kochen. In ein kaltes Wasserbad stellen, um den Garprozess zu unterbinden. In vier Schalen (à 150 ml) verteilen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank abkühlen lassen.
- Mit 5 El Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner oder einem Brenneisen vor dem Servieren karamellisieren.
Hinweis:
Die Cremespeise kann in den Tonschalen im Kühlschrank maximal drei Tage aufbewahrt werden.
