
- Gut gekühlt ein Genuss - Beeren-Quarktorte - Hannelore Dittmar-Ilgen
Backen kann man eigentlich immer! Diesmal werden Sie von sauren Früchtchen aus dem Garten unterstützt. Alle Rezepte sind für eine Springform mit 26 cm Durchmesser, die sorgfältig gefettet und leicht mit Kokosstreusel oder gemahlenen Nüssen ausgestreut wird.
Beeren-Quarktorte (Abb. 1)
- das Prunkstück gelingt im Kühlschrank
Sie kneten einen Bröselteig. Dazu werden 200 g Butterkekse (oder andere Plätzchen, auch Löffelbiskuits, Knuspermüsli oder Haferflocken; gelingt auch mit alten Spekulatius!) in einer Plastiktüte mit dem Nudelholz fein zerbröselt. Die Brösel dann mit 120 g weicher Butter verkneten, bei Haferflocken etwas zuckern. Den Teig in eine gefettete Springform füllen und leicht andrücken.
Nun bereiten Sie die Früchte vor: Dazu etwa 150 g rote Johannisbeeren kurz aufkochen und leicht zerdrücken, die Masse dann mit weiteren ganzen Johannisbeeren mischen. Sie verrühren 1 saure Sahne, 500 g Magerquark und 120 g Zucker (oder mehr!?) mit den vorbereiteten, jedoch leicht abgekühlten Früchten. Schlagen Sie 200 g Sahne steif und mischen Sie sie vorsichtig unter.
Nun die Quarkmasse mit 2 Tütchen (für je 500 ml) Sofortgelatine andicken und auf den Boden in der Springform füllen. Alternativ kann man 12 Blatt Gelatine in wenig Wasser einweichen, im Wärmebad auflösen und untermischen. Die Sofortgelatine geht natürlich flotter, man muss allerdings darauf achten, dass sie gut untergemischt wird.
Die Torte im Kühlschrank fest werden lassen (ca. 2 Stunden bei Sofortgelatine) und dann mit einem scharfen Messer vom Rand lösen. Ein richtige Kostbarkeit wird das Ganze, wenn man die Torte noch mit Johannisbeer-Rispen dekoriert.
Johannisbeer-Kuchen (Abb. 2)
– knuspriger Boden, leichte Füllung
Aus 200 g Mehl, 100 g Butter, 5 Essl. Zucker und 1 kleinen Ei kneten Sie einen streuselartigen Teig. Diesen geben Sie in die vorbereitete Springform und drücken ihn leicht an.
Trennen Sie dann 3 Eier. Für die Füllung rühren Sie die 3 Eigelbe mit 50 g Zucker schaumig und mischen 125 g gemahlene Nüsse unter. Die verbliebenen Eiweiß in einer fettfreien Schüssel zu Eischnee schlagen, mit 50 g Zucker stabilisieren und vorsichtig zusammen mit 500 g vorbereiteten Johannisbeeren unter die Nussmasse heben. Die Masse muss auf jeden Fall schaumig bleiben.
Die Füllung auf den Boden streichen und den Kuchen bei Mittelhitze etwa 40 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen. Zu diesem Kuchen passt Schlagsahne!
Johannisbeer-Nusskuchen
– saftig, säuerlich und nussig… und schnell gebacken
Sie stellen aus 150 g weicher Butter, 200 g Zucker, 1 Vanillezucker, 4 Eier, 200 g gemahlenen Nüssen, 1 saure Sahne, 150 g Mehl, 2 Teel. Backpulver und etwas Amaretto (nach Bedarf) einen nicht zu festen Rührteig her. Unter diesen werden dann vorsichtig mit einem Löffel etwa 200 g Johannisbeeren untergerührt.
Den Teig in eine Springform füllen, mit Zucker und Mandelblättchen bestreuen und bei Mittelhitze etwa 45 Minuten backen. Machen Sie die Stäbchenprobe, ob der Teig auch gar ist. Wie bei allen säuerlichen Kuchen passt Schlagsahne!
Alternativ kann man die Beeren auch locker auf den Kuchen aufstreuen; sie versinken dann beim Backen ganz leicht im Teig. Und wenn Sie die Menge in etwa verdoppeln, wird es ein dicker Blechkuchen, den man gut einfrieren kann.
Profis wissen, dass alle vorgeschlagenen Rezepte natürlich auch mit Erd-, Stachel-, Heidel- oder Brombeeren gelingen. Und die Kuchen und Torten lassen sich prima einfrieren, wie praktisch.
Quellen und weiterführende Literatur
- Alle Rezepte sind aus der persönlichen Sammlung der Autorin.
- Hannelore Dittmar-Ilgen: Familien-Erinnerungen
- Backen mit Zucchini: Herzhafte Blechkuchen, Brote und süße Kuchen
- Grünkern - Kochen und Backen mit dem ungewöhnlichen Getreide
Bildnachweis: Alle Fotos © Hannelore Dittmar-Ilgen
