
- CSR - Verantwortung für die Gesellschaft - spekulator
Die Herstellung von Waren und Dienstleistungen, die Schaffung von Arbeitsplätzen sind Teil der Unternehmenspolitik. Die Wirtschaft ist in einen Wertewandel geraten, auf Grund der Globalisierung, des industriellen Wandels und der wachsenden Transparenz der Unternehmenstätigkeit infolge der immer stärkeren Beobachtung durch die Medien. Der Autorin Beatrix Kuhlen zufolge kann ein dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg nicht durch eine kurzfristige Profitmaximierung garantiert werden, sondern die Unternehmenspolitik sollte sich an den sozialen Belangen des Wirtschaftens orientieren.
Definition von CSR
CSR (Corporate Social Responsibility) dient der langfristigen Entwicklung der Unternehmen und beinhaltet deren soziale, ökonomische und soziale Tätigkeit. Diese drei Elemente sind Bestandteile der „triple-bottom-line“ oder des „magischen Dreiecks“. Das Soziale, das Ökologische und das Ökonomische beeinflussen dadurch die Unternehmenstätigkeiten, dass die drei Bereiche als gleichberechtigt behandelt werden müssen. Die CSR-Idee lautet, dass Unternehmen Teil der Gesellschaft sind und ihr Handeln an den gesellschaftlichen Belangen orientieren sollen.
Vorteile von CSR
Das CSR-Konzept in die Wirklichkeit umzusetzen, verlangt Kosten und Zeit von einem Unternehmen, deshalb ist für die Unternehmen wichtig, welchen Profit sie damit erziehen können. So schafft unternehmerische Verantwortung in der Gesellschaft Vertrauen und Sicherheit von seitens der Kunden. Und dies wiederum führt zur Kundenbindung. Für die Mitarbeiter ist CSR eine Art der Identifikation, es erleichtert die interne Kommunikation. Dadurch werden auch Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden, ihre Produktivität steigt. Dies stellt die Aktionäre zufrieden. CSR trägt so zu einer positiven Bewertung durch die Anleger bei. Für die Gesellschaft verbessert sich das Image des Unternehmens, und das Vertrauen wächst. Somit beeinflussen Unternehmen ihre unterschiedlichen Interessentengruppen – ihre Stakeholder. Eine Politik der Verantwortung seitens der Unternehmen schafft ein stabiles Umfeld, dabei profitiert auch das Image eines Unternehmens in der Öffentlichkeit. Ein gutes Image ist hilfreich, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Nachteile von CSR
Das CSR-Konzept bringt auch Nachteile mit sich. Dazu zählen das (noch) geringe Wissen über die Wechselwirkung zwischen CSR und der Unternehmensperformance, aber auch die fehlende Einigkeit zwischen den Teilnehmern über ein sinnvolles Konzept, das die globalen mit den konkreten Aspekten von CSR zusammen betrachtet. Weitere Defizite sind die unzureichenden CSR-Schulungen der Beteiligten und das Fehlen einer allgemein gültigen CSR-Strategie. Es fehlt auch an Unterstützung oder Verständnis für CSR-Projekte durch die Verbraucher und Investoren.
Das Merkmal der Freiwilligkeit von CSR
Freiwilligkeit gehört zu den Grundprinzipien von CSR. Viele Unternehmen handeln sozial verantwortlich, indem sie Schulen, Krankenhäuser, Universitäten und andere soziale Einrichtungen finanziell unterstützen.Um Erfolg zu erzielen, muss die CSR-Politik also von Unternehmen selbst gestaltet und umgesetzt werden. Dafür gibt es kein allgemein gültiges Konzept, denn es gibt unterschiedliche Unternehmen, in unterschiedlicher Unternehmensgröße, mit besonderen wirtschaftlichen Zielen. Wichtig dabei ist es, auch die kulturellen und gesetzlichen Besonderheiten der Länder zu berücksichtigen.
