DSLR- & EVIL-Digitalkamera-Test 2009: Panasonic Lumix DMC-G1-K

Panasonic Lumix DMC-G1 & Testsieger G-Vario 14-45 - Panasonic Deutschland
Panasonic Lumix DMC-G1 & Testsieger G-Vario 14-45 - Panasonic Deutschland
14 D-SLR- & EVIL-Kameras von Canon, Olympus, Pentax & Sony im Test bei Stiftung Warentest 2009: 12 davon waren gut - darunter die Panasonic Lumix DMC-G1.

Die Nerven von Photographen werden in Filmen und Videospielen wie Resident Evil immer wieder durch Zombies erschüttert, gegen erschütterte Photographen-Nerven hilft seit 2008 eine fast erschütterungsfreie neue EVIL-Digitalkamera-Generation: Systemkameras ohne Rückschwingspiegel lassen das Kamera-Gehäuse beim Auslösen nicht mehr erschüttern. Mit der Panasonic Lumix DMC-G1 erschütterte 2008 die erste EVIL-Digitalkamera der Welt die Welt der Digitalen Spiegelreflexkameras (D-SLR: Digital single lens reflex; EVIL: Electronic Viewfinder, Interchangeable Lens). Unerschütterlich verglich Stiftung Warentest im Juni-Heft 2009 erschütterte D-SLR-Klassiker mit Spiegel mit der unerschütterlichen Panasonic Lumix DMC-G1 ohne Klappspiegel. Die D-SLR-Klassiker klappten nicht zusammen, doch die Lumix DMC-G1 wurde zusammen mit fünf anderen D-SLRs nur eine zehntel Testnote schlechter als die besten D-SLRs im Testfeld bewertet.

EVIL-Digitalkamera Panasonic Lumix DMC-G1: kein Spieglein – kein optischer Sucher

Umsonst sucht der ambitionierte D-SLR-Photograph nach Schwingspiegel und optischen Sucher im 385 Gramm schweren Gehäuse der Lumix DMC-G1, die neue EVIL-Digitalkamera-Generation von Panasonic und Olympus wird als kompakte Digitalkamera nach dem so genannten Micro-Four-Thirds-Standard gebaut: Das einfallende Licht fällt durch das Objektiv direkt auf den Bildsensor der Kamera und wird bei der Panasonic Lumix DMC-G1 als Bild für einen elektronischen Live-View-Sucher mit 1,4 Millionen Bildpunkten umgewandelt - dieser farbige LCD-Sucher kann sich mit den optischen Suchern im Testfeld durchaus messen (siehe Video-Review). Zusätzlich kann man das Bild am über 6 Zentimeter breiten dreh- und ausklappbaren TFT-LCD-Monitor mit 460.000 Pixeln kontrollieren. Hat man das Bild im elektronischen Kasten, kann man fast erschütterungsfrei auslösen, der nicht vorhandene Schwingspiegel gibt keinen Mucks von sich, alleine der Schlitzverschluss zieht noch seine Verschlussvorhänge.

Panasonic Lumix DMC-G1 – 12-Megapixel-Bildsensor & Belichtung

Die Verschlusszeiten des Schlitzverschlusses belichten den Bildsensor im Bereich von 1/4000 bis 60 Sekunden, die Dauerbelichtung reicht allerdings nur bis vier Minuten - bei zeitfressenden Fluoreszenz-, Polarisations-, oder Nacht-Aufnahmen wird es hier knapp. Belichtet wird ein 12-Megapixel großer Live-MOS-Bildsensor mit einer Auflösung von 4000 x 3000 Pixel beim Bild-Seitenverhältnis von 4 zu 3, auch Seitenverhältnisse von 3 zu 2 und 16 zu 9 sind mit der Lumix DMC-G1 möglich. Reihenaufnahmen sind mit einer Geschwindigkeit von bis zu drei Bildern pro Sekunde realisierbar, wobei die Bilder entweder nur als RAW- oder JPEG-Datei abgespeichert werden, oder gleichzeitig im RAW- und JPEG-Format auf die SDHC-Karte gesichert werden können - der Farbraum ist sRGB oder Adobe RGB.

Panasonic Lumix DMC-G1 – interner Blitz & ISO

Mit der Lumix DMC-G1 kann im ISO-Bereich von ISO 100 bis ISO 3.200 photographiert werden, wobei die DMC-G1 drei Korrekturstufen zur Belichtungskorrektur zulässt. Bei unzureichenden Lichtverhältnissen sorgt der integrierte Blitz mit TTL-Blitzautomatik und Leitzahl 11 für illuminierende Momente, mehr Licht bieten die externen Blitzgeräte DMW-FL360 mit Leitzahl 36 oder DMW-FL500 mit Leitzahl 50.

Panasonic Lumix DMC-G1 – Motivprogramme & Messmethoden

Gerade EVIL-Kameras unterstützen den Photographen unerschütterlich mit einer Fülle an Kreativ- und Motiv-Programmen in bedrohlichen Resident-Evil-Situationen, mit dem Motiv-Programm Nachtportrait gelingen eindrucksvolle Zombie-Aufnahmen in realistischer Helligkeit, dagegen eignet sich das Motiv-Programm Nachtlandschaft hervorragend zur Dokumentation verwüsteter Innenstädte. Mit der Histogrammanzeige kann die Helligkeitsverteilung und blutrote RGB-Primärfarbenverteilung auf dem Bild komponiert werden, wobei der Mehrfeld-Autofokus mit bis zu 23 Messfeldern alle brenzligen Situationen scharf einstellt. Drei unterschiedliche Messmethoden analysieren ein Resident-Evil-Gemetzel: Mehrfeldmessung, mittenbetonte Messung und Spotmessung.

Panasonic Lumix DMC-G1 – Testsieger wurde das Standard-Zoom-Objektiv

Gleichzeitig mit der DMC-G1 wurde auch das Standard-Zoom-Objektiv Lumix G-Vario 14-45 mm F 3,5-5,6 ASPH. Mega O.I.S. getestet (H-FS014045E), es wurde mit dem Test-Qualitätsurteil sehr gut Testsieger bei den Objektiven. In Klein-Bild-äquivalenten Brennweiten entspricht das Universal-Zoom-Objektiv G-Vario 14-45 mm einem Weitwinkel-Objektiv mit einer Brennweite von 28 Millimetern bis zu einem Standard-Porträt-Objektiv mit einer Brennweite von 90 Millimetern. Nahtlos schließt sich der Brennweitenbereich des gut getesteten Tele-Zoom-Objektivs Lumix G-Vario 45-200 mm 1:4,0-5,6 Mega O.I.S. an, wobei beide Objektive über einen optischen Bildstabilisator verfügen (O.I.S.). Die Brennweite des Tele-Zoom-Objektivs G-Vario 45-200 mm (H-FS045200E) reicht in KB-äquivalenten Brennweiten vom Porträt-Objektiv bis zur Brennweite eines Super-Tele-Objektivs mit 400 Millimetern.

Panasonic Lumix DMC-G1 – weitere Objektive

Im Jahr 2010 wurden mit den Lumix-Modellen Panasonic Lumix DMC-GH1 und Lumix DMC-GF1 zwei weitere G-Vario-Objektive zusammen mit der Kamera von Stiftung Warentest getestet, beide Objektive erhielten zusammen mit der EVIL-Kamera gute Testnoten. Mit der Lumix DMC-GH1 wurde das Objektiv G-Vario HD 14-140 mm F4.0-5.8 ASPH. / O.I.S. getestet. In KB-äquivalenten Brennweiten entspricht das Tele-Zoom-Objektiv G-Vario HD 14-140 mm einem Weitwinkel-Objektiv mit einer Brennweite von 28 Millimetern bis zu einem Tele-Objektiv mit einer Brennweite von 280 Millimetern. Das mit der Panasonic Lumix DMC-GF1 getestete lichtstarke Objektiv G 20 mm / F1.7 ASPH. hat dagegen eine feste Brennweite von 40 Millimetern im KB-äquivalenten Bereich. Die Panasonic Lumix DMC-G1 kostet am 3. Dezember 2010 im Online-Handel im Kit mit dem Standard-Zoom-Objektiv-Testsieger Lumix G-Vario 14-45 mm F 3,5-5,6 zwischen 400 und 500 Euro - dies liegt im Preis-Bereich einer guten Bridgekamera.

Weitere Informationen

Den ausführlichen test-Bericht “Ein ganz großer Wurf” mit den Test-Bewertungen der Panasonic Lumix DMC-G1 finden Sie auf Seite 44 in der Juni-Ausgabe 2009 der Verbraucher-Zeitschrift "test". Ein ausführliches 9-minütiges Video-Review von Gordon Laing in englischer Sprache finden Sie auf YouTube unter "Panasonic Lumix DMC-G1 review" bei Camera Labs. Auf der Online-Präsenz der "Stiftung Warentest" können Sie die Test-Berichte auch gegen eine Gebühr als pdf-Datei herunter laden. Dort finden Sie momentan etwa 776 getestete DSLRs und digitale Kompaktkameras im "Produktfinder Digitalkameras".

Dr. Gerald Albach, Dr. Gerald Albach

Dr. Gerald Albach - Schreiben macht Spaß: mit Licht und mit Worten! Damit ich weiß, worüber ich schreibe, habe ich als Diplom-Biologe in der ...

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