DSLR- & EVIL-Digitalkamera-Test 2010: Panasonic Lumix DMC-GF1

Panasonic Lumix DMC-GF1: gute Test-Note 06-2010 - Panasonic Deutschland
Panasonic Lumix DMC-GF1: gute Test-Note 06-2010 - Panasonic Deutschland
19 D-SLR- & EVIL-Kameras mit Objektiven im Test bei Stiftung Warentest: Die 12-MP-EVIL Lumix DMC-GF1-K verpasste mit Nikon- & Sony-DSLRs das Siegerpodest.

Noch dominieren klassische Digitale Spiegelreflexkameras von Canon als Testsieger die Königsklasse der 19 getesteten System-Kameras mit Wechsel-Objektiven und Objektiv-Modulen beim Test der Stiftung Warentest im Juni-Heft 2010 (D-SLR, Digital single lens reflex), doch die neue Generation der EVIL-Digitalkameras befindet sich schon auf dem Siegertreppchen (EVIL: Electronic Viewfinder, Interchangeable Lens): Die G-Micro-System-Digitalkamera Panasonic DMC-GH1-K belegte gemeinsam mit der Canon EOS 500D den zweiten Platz, das EVIL-Schwestermodell Lumix DMC-GF1-K belegte zusammen mit der Nikon 5000D und der Sony-D-SLR-Truppe den undankbaren vierten Platz - die GF1 wurde mit dem Zoom-Objektiv G Vario 14-45 mm und dem Normal-Objektiv G 20 mm getestet.

Panasonic G-Micro-System – TIPA-prämiertes Design

Selbst Stuntman Evel Knievel hätte wohl bei seinen Motorradstunts Freude an den neuen kompakten EVIL-Digitalkameras gehabt, da eine prospektive Lowe-Fototasche mit Systemkamera-Inhalt bei körperlichen Aktivitäten nur noch Bridgekamera-Format hat. Auch die unabhängigen Photomagazine der Technical Image Press Association (TIPA) hatten wohl Freude an dem neuen kompakten Kamera-Design und verpassten 2009 der Panasonic Lumix-G-Micro-System-Serie den Design-Innovations-Preis (TIPA: Technical Image Press Association). Vermutlich werden sich aber auch zierliche Frauenhände am neuen Systemkamera-Design erfreuen können, denn im EVIL-Gehäuse arbeitet Venus: die Göttin der Liebe, der Schönheit - und der erotischen Begierde.

Panasonic Lumix DMC-GF1 – die Göttin der Schönheit geht als Venus-Engine Bilddaten anschaffen

Das Römische Reich ist zerfallen, postmoderne römische Liebesgöttinnen verdingen sich heute im "Line-up" eines 285 Gramm schweren Kamera-Gehäuses, stillen ihr Verlangen als Bildprozessor namens Venus-Engine-HD, begehren nach den bildschönen Bits des Bildsensors: Der Venus-Prozessor verarbeitet bei Bild-Reihenaufnahmen liebevoll 3 Bilder pro Sekunde, dagegen bringt der Dual-Digic-4-Doppel-Prozessor des Testsiegers Canon EOS 7D mehr als die doppelte Bildrate. Bei Movie-Clips verrechnen sowohl die Venus-Engine-HD der DMC-GF1 als auch die Canon-Testsieger die gleichen Bildfrequenzen: Beide Prozessoren erlauben eine Bildfrequenz von 30 FPS für Movie-Clip-Aufnahmen im AVCHD-Lite oder Full-HD-MPEG-4-Format (FPS: Frames per Second, Aufnahmen pro Sekunde). Doch lösen die Canon-Modelle und die DMC-GH1 einen Movie-Clip mit 1920 x 1080 Pixel auf, das AVCHD-Lite-Format der DMC-GF1 hat nur eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel.

Panasonic Lumix DMC-GF1 – wer da den elektronischen Sucher suchet, der findet den Monitor

Bei EVIL-Kameras fällt das einfallende Licht durch das Objektiv direkt auf den 12-Megapixel-Bildsensor, die bilddatenliebestolle Venus-Engine der DMC-GF1 bearbeitet die Bilddaten und könnte sie nun an den elektronischen Sucher senden, doch Pustepixel - die DMC-GF1 hat gegenüber der DMC-GH1 keinen, der elektronische Aufsteck-Sucher DMW-LVF1 ist optionales Zubehör und kostet etwa 175 Euro. Wer da Bilder ansehen will, dem wird der dreh- und ausklappbare TFT-LCD-Monitor aufgetan, 460.000 Pixel breiten sich auf dem über 60 Millimeter breiten Monitor aus. Die bildschönen Bildbits können im 4:3-Format mit einer Auflösung von 4000 x 3000 Pixel als RAW- oder JPEG-Datei auf die SDHC-Speicherkarte gespeichert werden, oder gleichzeitig im RAW- und JPEG-Format. Im Farbraum sRGB oder Adobe RGB sind auch noch andere Bild-Seitenverhältnisse möglich: 1:1, 3:2 und 16:9.

Panasonic Lumix DMC-GF1 – Belichtung, ISO & Co.

Der Schlitzverschluss belichtet den begierigen 4/3-Inch-Live-MOS-Bildsensor im Bereich von 1/4000 bis 60 Sekunden, die Dauerbelichtungsfunktion ist allerdings auf vier Minuten reglementiert, wobei die Belichtungskorrektur der DMC-GF1 mit drei Korrekturstufen innerhalb des ISO-Bereichs von ISO 100 bis ISO 3.200 korrigiert. Reicht das Licht immer noch nicht aus um die Göttin der Liebe zu illuminieren, kann der integrierte Blitz mit TTL-Blitzautomatik und Leitzahl 6 als kleiner Aufhellblitz eingesetzt werden, größere photographische Begierden müssen mit externen Blitzgeräten wie dem DMW-FL500 mit Leitzahl 50 illuminiert werden.

Panasonic Lumix DMC-GF1 – Motivprogramme & Messmethoden

Ob Venus-Gesichtserkennung mit Milla Jovovich, ob Gruppen-Gesichtserkennung mit Zombies, die Motiv-Programme einer EVIL-Digitalkamera wie der Lumix DMC-GF1 werden allen Resident Evil-Gesichtern in Film, Videospiel und Realität gerecht: Zombies und andere postmodernde erotische Begierden können effektvoll mit den Motiv-Programmen Nachtlandschaft und Nachtportrait inszeniert werden, die Helligkeits- und RGB-Farb-Verteilung kann mit der Histogrammanzeige harmonisch komponiert werden - Göttinnen der Liebe können mit den 23 Messfeldern des Mehrfeld-Autofokus scharf anvisiert werden. Dabei assistieren drei Messmethoden den Venus-Photographen: Mehrfeldmessung, mittenbetonte Messung und Spotmessung.

Panasonic Lumix DMC-GF1 – die gut getesteten Objektive

Die Panasonic Lumix DMC-GF1 erhielt im Test mit zwei G-Vario-Objektiven das Test-Qualitätsurteil gut, wobei das Standard-Zoom-Objektiv Lumix G-Vario 14-45 mm F 3,5-5,6 ASPH. Mega O.I.S. (H-FS014045E) schon 2009 im Objektiv-Test mit "sehr gut" Testsieger wurde, die Abkürzung O.I.S. steht für den optischen Bildstabilisator. Der Zoom-Bereich des 14-45-Objektivs beginnt in Klein-Bild-äquivalenten Brennweiten (KB-BW) mit der Brennweite eines 28 Millimeter Standard-Weitwinkel-Objektivs und endet bei einem Standard-Porträt-Objektiv mit einer Brennweite von 90 Millimetern. Auch das lichtstarke Objektiv G 20 mm / F1.7 ASPH. wurde an der DMC-GF1 getestet, es hat eine feste KB-BW von 40 Millimetern. Dagegen wurde die Panasonic Lumix DMC-GH1 zusammen mit dem G-Vario HD 14-140 mm F4.0-5.8 ASPH. / O.I.S. getestet: In KB-BW beginnt die Brennweite des Tele-Zoom-Objektivs HD 14-140 mm bei einem Weitwinkel-Objektiv und endet als Standard-Tele-Objektiv mit 280 Millimeter.

Panasonic Lumix DMC-GF1 – gutes Super-Tele-Zoom-Objektiv

Schon 2009 wurde die Panasonic Lumix DMC-G1 und das Tele-Zoom Lumix G-Vario 45-200 mm 1:4,0-5,6 Mega O.I.S. mit "gut" getestet. Die Brennweite des Tele-Zoom-Objektivs G-Vario 45-200 mm (H-FS045200E) reicht in KB-BW vom Porträt-Objektiv bis zum Super-Tele-Objektiv mit 400 Millimetern. Im Online-Handel kostet die Panasonic Lumix DMC-GF1 am 3. Dezember DMC-GF1-K-Kit mit Lumix G-Vario 14-45 mm zwischen 500 und 730 Euro.

Weitere Informationen

Den Test-Bericht "Die Königsklasse" mit den Test-Bewertungen der Panasonic Lumix DMC-GF1 finden Sie auf Seite 46 der Juni-Ausgabe 2010 der Verbraucher-Zeitschrift "test". Auf dem Webauftritt der "Stiftung Warentest" können Sie den Test-Bericht auch gegen eine Gebühr als pdf-Datei herunter laden. Dort finden Sie momentan etwa 776 getestete DSLRs, EVILs und kompakte Digitalkameras im "Produktfinder Digitalkameras".

Einen kleinen Teil der photographischen DSLR-Arbeiten des Autors finden Sie in der Kunst-Galerie mygall.

Dr. Gerald Albach, Dr. Gerald Albach

Dr. Gerald Albach - Schreiben macht Spaß: mit Licht und mit Worten! Damit ich weiß, worüber ich schreibe, habe ich als Diplom-Biologe in der ...

rss