Die Dallas Mavericks (5-5) sind endgültig in der NBA-Saison 2011/2012 angekommen. Mit dem souveränen 100:86-Erfolg bei den Detroit Pistons (2-8) feierte man den ersten Auswärtssieg der neuen Spielzeit und erreicht damit nach zehn Spielen endlich eine ausgeglichene Bilanz. Nach dem 1-4-Fehlstart und einigen katastrophalen Niederlagen wirkt das neue Mavericks-Team allmählich gut eingespielt. Dirk Nowitzki und vor allem Delonte West waren wieder einmal die Matchwinner für den amtierenden NBA-Meister.
Dallas Mavericks dominieren die Detroit Pistons, Dirk Nowitzki und Delonte West überzeugen
Die Mavericks übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und zogen schnell auf 19:4 davon, was vor allem der guten Wurfquote (55 Prozent) zu verdanken war. Gleichzeitig funktionierte die Defensive – bisher das große Manko gerade auf fremdem Platz – sehr gut. Zur Halbzeit stand es bereits 52:38. Dirk Nowitzki, der zuletzt zwei schwache Partien ablieferte, zeigte sich verbessert und sorgte mit zwei seiner 18 Punkte (neun von zehn aus dem Feld) zu Beginn des dritten Viertels für das 68:40 der Gäste. Aufgrund der hohen Führung konnte es sich Coach Rick Carlisle problemlos leisten, die Starting Five – die eine homogene Leistung darbot – im Schlussviertel weitestgehend zu schonen. So kam unter anderem der Chinese Yi Jianlian, der erst vor kurzem geholt wurde, zu einem Kurzeinsatz. Dass Jason Kidd wegen seiner Rückenprobleme fehlte, fiel nicht weiter ins Gewicht; für ihn sprang Delonte West, weiterhin der stärkste der Neuzugänge im Team, mit zehn Assists und guter Defensivarbeit (fünf Steals) in die Bresche. Auch Ersatz-Center Ian Mahimni und Vince Carter zeigten erneut eine gute Leistung. Lamar Odom holte zwar sieben Rebounds, enttäuschte aber einmal mehr offensiv (null von drei aus dem Feld).
Nächstes Spiel der Dallas Mavericks auswärts bei den Boston Celtics
Mit dem Sieg bei den Pistons schoben sich die Mavs erstmals in der NBA-Saison 2011/2012 auf einen Playoff-Platz. Wenn sich die Mannschaft weiterhin so konzentriert und ausgewogen präsentiert, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis man zu den Spitzenteams in der Western Conference aufschließen wird. Allerdings ist der nächste Gegner der Mavericks, die am Montag, den 9. Januar 2012, von Präsident Barack Obama im Weißen Haus empfangen wurden, ein sehr schwerer. Am Mittwoch, den 11. Januar 2012, müssen sie bei den Boston Celtics (4-4) antreten, die sich nach einem Fehlstart seit der Rückkehr von Paul Pierce gefangen haben und sehr heimstark sind. Dirk Nowitzki könnte in der Partie einen weiteren Meilenstein erreichen: Ihm fehlen nur noch 19 Punkte bis zur 23000-Punkte-Marke in seiner NBA-Karriere.
