Damen-Uhren

Rolex Datejus Damen Uhr - jaegerlecoultre
Rolex Datejus Damen Uhr - jaegerlecoultre
Während man noch vor 30 Jahren Damen-Uhren und Herren-Uhren klar unterschied, hat sich heute in den Ansprüchen an Damen-Uhren einiges geändert.

Damals waren Damen-Uhren klar unterschieden und meistens deutlich kleiner als alle Herrenmodelle. Dabei waren jedoch auch die Herrenarmbanduhren mit durchschnittlich 36 mm deutlich kleiner als heute. Der Trend vieler Frauen, immer größere Uhren zu tragen, erschloss der Damenwelt eine deutlich größere Auswahl, denn während die Frauen früher aufgrund der Größe der Uhren überwiegend Quarzmodelle trugen, greifen immer mehr zu automatischen Mechanikuhren.

Ein gutes Beispiel ist hierbei die Rolex Datejust in 36mm, welche noch vor 30 Jahren eine klar definierte Herrenuhr war. Inzwischen ist dieses Modell vielen Männern jedoch zu klein und eine prädestinierte Damen-Uhr. Auch die Bastion der Sportmodelle wurde durch die uhrenbegeisterten Frauen Mitte der 1990er Jahre erlegt, so fingen damals schon viele Frauen an, die Uhren der Ehemänner zu tragen und dieser Trend setzt sich auch heute weiter fort. Typisches Modell hierbei ist die Rolex Submariner, welche mit 40 mm Durchmesser als Sportuhr eigentlich für Taucher konzipiert war, sich nun jedoch immer noch wachsender Beliebtheit in der Damenwelt erfreut. Das wissen natürlich auch die Uhrenmarken und bringen daher immer mehr Herrenuhren auch alternativ als Damenmodell. Sei es die berüchtigte Omega Speedmaster, die es jetzt auch mit ausgefasster Brilliantlünette gibt oder die Rolex Daytona in Roségold. Der Trend geht immer noch zu den größeren Uhrenmodellen.

Feinmechanik in Damen-Uhren

Auch die Feinmechanik, die oft bei den Herrenmodellen einen besonderen Platz einnimmt, begeistert auch immer mehr Trägerinnen, und die Zahl der Uhrenliebhaberinnen steigt von Jahr zu Jahr. Daher ist es nicht verwunderlich, dass hochkomplexe Mechanikuhren auch für die Käuferinnen entwickelt werden. Lange & Söhne, als Uhrenmanufaktur bekannt durch die Lange 1, hat dasselbe Modell auch für Damen mit Mondphase und Gangreserve auf den Markt gebracht. Früher bevorzugten viele Frauen eher die relativ einfachen Quarzwerke, da diese nicht nach 43 Stunden wieder aufgezogen werden müssen, sofern man die Uhr nicht trägt. Trotzdem scheint es für viele zu einem täglichen Ritual geworden zu sein, das Aufziehen der eleganten Damenuhr zu zelebrieren.

Damen-Uhren und Herren-Uhren werden immer größer

So kommen auch für die größeren Uhren der Marke Rolex immer mehr feminine Ziffernblätter, wie beispielsweise das florale Blatt oder diverse Ziffernblätter mit Diamantbesatz. Sogar für die Cosmograph Daytona, die durch Paul Newman als Domäne der Männerwelt gebrandmarkt wurde, erhält durch Brilliantblätter einen femininen Look. Um diesem Trend weiter entgegen zu wirken, versuchen Hersteller wie Rolex, Bell & Ross oder Breitling immer größere Modelle als Unisex-Variante auf den Markt zu bringen. Während eine klassische Herrenuhr früher ab 36 mm definiert wurde, werden heute Uhren mit bis über 45 mm gehandelt.

Viele rechnen damit, dass sich diese Mode irgendwann wieder legt und auch die Damenuhren wieder kleiner werden, doch wann das sein wird, ist fraglich. Zumindest bei Rolex ist man sich sicher, dass auch hier im März 2011 auf der Uhrenmesse in Basel wieder größere Neuauflagen von bereits existierenden Modellen kommen. So wird beispielsweise in den Foren von einer Neuaflage der Explorer II gemunkelt. Trotzdem sollte man sich beim Kauf einer Uhr niemals von momentanen Trends leiten lassen, denn das eigene Empfinden ist dabei immer der bessere Berater.

Christoph Merkel - Ich schreibe für Suite101, da ich glaube, dass Journalismus ein wichtiger Bestandteil ist, um der Gesellschaft ein einheitliches Bild ...

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