
- Dampfnudeln - süß und salzig - morguefile
Nudeln – Pasta – ein unerschöpfliches Thema, wo doch die italienische Küche bei uns mehr und mehr heimisch geworden ist. Aber Dampfnudeln? Hat das etwas mit den klassischen Nudeln zu tun? Dampfnudeln, Nudeln im Dampf – Dampf in den Nudeln? Na ja, kochen im Dampf ist doch schonend und gesund, oder?
Klöße, die im Dampf gegart werden
Die Dampfnudeln, das ist schon etwas Besonderes: Doch handelt sich weniger um Nudeln, als vielmehr um Knödel. Es bedeutet also nicht: gewalzter und geschnittener Teig aus Mehl, Eiern, Hartweizengrieß usw. Nein – die Nudeln im Dampf haben mit diesen nichts gemein: Wir stellen einen Hefeteig her, der – portioniert – im Dampf gegart wird und schließlich entweder salzig oder süß genossen werden können.
Einen Hefeteig herstellen
Für den Hefeteig wird benötigt:
500 g Mehl
30 g Hefe
etwa 1 / 8 l Milch
2 Eier
80 g Butter od. Sonnenblumenöl
1 Prise Salz
Der Hefeteig wird zubereitet und zum Gehen warm gestellt. "Gehen" bedeutet, dass der Teig an Masse gewinnt. Dies wird schnell durch Wärme erreicht. Also stellen Sie einfach den Teig mit einem Tuch bedeckt auf eine Wärmequelle, wie etwa die Heizung. Ist der Teig aufgegangen, werden mit einem Glas kleine Küchlein ausgestochen und in eine vorbereitete Flüssigkeit gesetzt.
Zwei Möglichkeiten der Zubereitung von Dampfnudeln
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Dampfnudeln hergestellt werden können. Nach dem einen Rezept können salzige Dampfnudeln genossen werden. In einer zweiten Variante sind die Klöße süß und begleitet von Vanillinsoße zu genießen.
Möglichkeit 1:
Für die Flüssigkeit wird ¼ l Wasser, 1 Esslöffel Salz und 80 g Pflanzenfett erhitzt. In die kochende Flüssigkeit werden die Küchlein gesetzt und ‚aufgezogen.’ In der Flüssigkeit werden die Nudeln gegart und gleichzeitig ‚gebraten’. Es ist eine Kunst, den richtigen Zeitpunkt zu erfassen, wenn alles Wasser verdampft ist, die Nudeln einen schön gebratenen Boden haben, eine leckere Kruste - aber bitte nicht angebrannt sind. Diese Form ist in den östlichen Ländern verbreitet.
Eine Variante sind die Germknödel. Hier wird in die Hefeküchlein ein Esslöffel Powidl (Pflaumenmus ohne Zucker gekocht) gegeben. Die fertigen Nudeln werden mit einem Mohn/Buttergemisch versehen. Auch die Hefeklöße in Böhmen haben diesen Ursprung. Dazu wird Kompott gereicht.
Möglichkeit 2:
Das ist die leckere schwäbische Variante: Dem Hefeteig werden noch 60 g Zucker zugeführt. Nach dem Gehen werden die Küchlein nicht in Wasser, sondern in eine süße kochende ‚Buttermilch’ gesetzt (Für diese ‚Buttermilch’ benötigt man ¼ l Milch, 80 g Butter und 80 g Zucker.) darin ‚aufgezogen’, schmecken sie natürlich nachher nicht nur süß, sondern haben auch eine leckere karamellisierte Unterseite. Und dazu eine warme Vanillesoße….lecker!!
