Der Darmstädter Hauptbahnhof ist der kundenfreundlichste 2010

Hauptbahnhof Darmstadt  - Heidas
Hauptbahnhof Darmstadt - Heidas
Die südhessische Metropole Darmstadt hat nicht nur den kundenfreundlichsten Bahnhof Deutschlands, sondern überzeugt auch mit dem grünsten Bahnhofsvorplatz.

Die parkähnliche Grünfläche vor dem Haupteingang des Darmstädter Hauptbahnhofs lädt zum Verweilen ein. Bunte Blümchen, kleine Bäume und ein strahlend grüner Rasen lassen den Reisenden vergessen, dass er sich in einer Großstadt befindet. Doch nicht nur der Vorplatz ist eine Klasse für sich, auch das inspirierende Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1912 überzeugt mit seiner Architektur.

Hessen ist Spitze

Der Verband „Allianz Pro Schiene“ vergibt seit 2004 den Preis für den kundenfreundlichsten Hauptbahnhof in Deutschland. In diesem Jahr hat es zum ersten Mal ein hessischer Bahnhof an die Spitze geschafft. In der Urteilsbegründung schwärmte die Jury von den zahlreichen Sitzgelegenheiten und einem vielfältigen Einkaufsangebot im Hauptbahnhof. Darüber hinaus wird in vorbildlicher Weisen auf die weiterführenden Verkehrsmittel hingewiesen, damit auch jeder Ankommende sofort den Weg in die City der südhessischen Metropole findet.

Eine moderne Glaskonstruktion lässt viel Licht herein strahlen und gepaart mit den charmanten Jugendstillampen in der großen Eingangshalle verleihen sie dem Zentralbahnhof eine einladende und ruhige Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Mit sechs Gleisen absolut top

Der Darmstädter Hauptbahnhof mag nicht das Tor zur Welt sein, aber trotzdem durchlaufen jeden Tag gut 35000 Reisende und Besucher diesen Knotenpunkt. Ob nach Frankfurt, Heidelberg oder Wiesbaden Passagiere müssen sich lediglich für einen der 220 Züge entscheiden, die täglich den Hauptbahnhof passieren. Dank seiner sechs Gleise ist die Gefahr am falschen Bahnsteig zu stehen relativ gering. Die Deutschen Bahn AG interessiert sich für diese Auszeichnung nur im geringsten und hält es nicht für notwendig, den am zweitstärksten frequentierten Bahnhof in Hessen auf der neu geplanten ICE-Strecke Frankfurt - Stuttgart anzufahren.

Damals auf neuen Wegen

Schon bei der Planung des Darmstädter Hauptbahnhofs im Jahr 1901 waren die Darmstädter Stadtväter darauf bedacht ein funktionales Gebäude entstehen zu lassen. Das schien auf den ersten Blick leichter, als es letztendlich war. Die ersten vier Entwürfen überzeugten weder die Stadt Darmstadt noch die preußisch-hessische Eisenbahndirektion Mainz, die ebenfalls ihre Zustimmung zu diesem Vorhaben geben musste. Vier Jahre später einigten man sich schließlich auf einen fünften Entwurf für die Bahnhofshalle samt Bahnsteigen und Gleisen.

Das Empfangsgebäude sollte jedoch ein ganz besondere Augenschmaus werden und zu diesem Zweck schrieb die Stadt, auf ausdrücklichen Wunsch des Großherzogs Ernst Ludwig (1868 – 1937), einen Architektenwettbewerb aus. Insgesamt 75 Entwürfe sind in das Rennen gegangen. Den Auftrag erhielt letztendlich Friedrich Pützer (1871- 1922). Sein Entwurf überzeugte mit einer Kombination aus traditioneller Formgebung und modernen Jugendstilelementen.

Sechs Jahre dauerten die Bauarbeiten am Darmstädter Bahnhof damals und die Kosten beliefen sich auf insgesamt 17 Millionen Mark. Vor rund einhundert Jahren hat der Bau keine Begeisterungstürme hervorgerufen, heute jedoch steht die Eingangshalle unter Denkmalschutz.

Marion Mink, Martin Mink

Marion Mink - Eine Brise kalter Nordwind, dazu die stürmische See und Sand in den Haaren: Die perfekte Umgebung, damit ich zu Hochform ...

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