Vermutlich kann sich kaum ein Mensch davon frei sprechen. Einmal erwischt es einen doch, die Wortfindungsstörung. Mitten in einer interessanten spannenden Diskussion oder einem Gespräch kann es passieren, aber auch bei ganz banalen lapidaren Ausführungen, Mitteilungen usw. dass einem genau das eine Wort nicht mehr einfällt, was man gerade braucht. Um es in der Comicsprache auszudrücken, würde in genau dem Moment über dem entsprechenden Menschen eine Sprechblase erscheinen mit einem dicken Fragezeichen und dann eine zweite mit die Missstimmung bekundenden „Grumpf Knurbel Knurps“. Was tun in dem Moment wo einem weder das dringend benötigte Wort oder der Name einfällt, es wird improvisiert. Dies wieder kann zu lustigen Stilblüten führen und zusätzlich noch dazu, dass diese Story im Freundes- und Verwandtenkreis noch Jahre später zu massiven Schenkelklopfern führen kann.

Ein Dings für alle Fälle

Besonders gut einsetzbar für sprachliche Aussetzer ist das allseits beliebte Dings. Das Dings kann alles sein in den Bereichen Fauna und Flora, beim Wetter, in der Technik, beim Kochen. Nicht zu vergessen im Leben mit Kindern, in der Musik, zu Wasser, am Land, in der Luft usw. „Bring mir bitte mal das.....äh....äh....verflixt, das.....ach Mann das Dings, Du weißt schon was ich meine“. Gut, dass wir Menschen allesamt dieses Dings kennen und selber hin und wieder benötigen dementsprechend wissend reagieren und gleich mit dem richtigen Gewünschten aufwarten können. Da sind wir ja alle sehr flexibel.

Und dann ist da noch der / die Dingens

Allerdings ist es wichtig genau hin zu hören. Neben dem oben erwähnten Dings gibt es noch den oder die Dingens, welche unser sprachliches Geschick im höchsten Maße fordern. Während also das beliebte Dings alles Sächliche abhandelt, haben wir es beim Dingens mit Personen zu tun, denn leider sind wir Menschen was Namen angeht sehr oft richtige Schussel. Zu viel Leute, zu viel Namensinput, TILT. Dazu kommt meist noch das Alter – also je älter der Mensch ist, desto schneller vergessen wir, denn schließlich sind Namen ja wie Schall und Rauch. Das wieder führt dazu, dass es dann zum Beispiel heißt „Mensch, schön Dich zu sehen, grüß mir den ….. äh....äh...den Dingens von mir wenn Du ihn siehst, Du weißt schon wen ich meine, den Mann von der Renate.“

Gut dass es Dings und Dingens gibt

Da wir Menschen ja doch nicht unfehlbar sind werden uns solche charmanten kleinen Aussetzer öfters im Leben mehr oder weniger kalt erwischen und da ist es natürlich prima, dass es für diese Momente Dings und Dingens gibt. In der TV-Werbung gibt es zwar den „Herr Vergesslichkeit“ - früher war es der „Herr Kaiser“, aber irgendwie hat sich der oder die Dingens einen ganz besonderen Platz im Leben der Menschen ergattert und sollte sich davon auch ja nicht vertreiben lassen. Gleiches gilt für das Dings, denn ehrlich, ohne das Dings wären wir hin und wieder doch echt aufgeschmissen.