
- Goldmünzen - Frank Ulbricht / pixelio.de
Die Finanzkrise, mit dem einhergehenden Geld drucken zur Stabilisierung dieser, lässt den Wert des Papiergeldes sinken. Viele Anleger satteln nun auf Edelmetalle wie Gold um, um von steigenden Kursen zu profitieren und Werte zu sichern. Die stetig steigenden Preise beim Gold scheinen die Richtigkeit dieses Handels zu bestätigen. Doch mit den steigenden Goldpreisen, bekommen auch die Gerüchte um ein Goldverbot wieder neue Nahrung. Ein Goldverbot, zur Wertunterlegung einer Währung, bei dem der Bürger und Privatanleger Ihre Goldbarren- und Münzen sowie Aktien und Zertifikate abgeben mussten gab es schon mal, z.B. 1933 in den USA. Goldschmuck und Sammlermünzen betraf die Abgabe damals nicht. Und wie sieht es aktuell aus?
Meldungen zum Goldverbot
In einem Artikel von Bruno Bandulet (Herausgeber Gold&Money Intelligence) wird erwähnt, dass in den USA „ab dem 1. Januar 2012 alle Käufe und Verkäufe auch von kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Privaten mit einem Wert von mehr als 600 Dollar mit einem Formular erfasst werden sollen“. Die Überlegungen der USA werden auch von der deutschen Regierung geteilt. Laut IKTV Interview vom 12. Juli 2011 mit Peter Bohringer (Autor Goldseitenblog), findet am 24./25. November dieses Jahres eine Lesung im Bundestag zur Anpassung des Geldwäschegesetzes statt. Demnach soll die Registrierung von Geld- und Wertgeschäften nicht mehr bei 15.000 Euro, sondern bereits ab 1.000 Euro je Transaktion, durchgeführt werden. Ist sich die Mehrheit einig, kann die Gesetzesanpassung stattfinden. Dies beinhaltet natürlich auch die Edelmetallkäufe zur Wertabsicherung.
Zusätzliche Verunsicherung
Eine Ausweitung der Registrierungspflicht scheint ein klares Anzeichen für ein kommendes Goldverbot zu sein. Geht man von einer globalen Neuordnung des Geldsystems aus, wäre dies auch notwendig, um eine geordnete Währungsumstellung zu gewährleisten, die auf einer goldgedeckten Währung basiert. Das die Wahrscheinlichkeit dafür groß ist, geht auch aus dem MM-News Interview mit Hans-Jürgen Klaussner (Entwickler der Geld- und Wirtschaftstheorie des Kreditismus)hervor. Dieser gibt an, dass das Gold der Zentralbanken von bereits 60 Ländern sichergestellt worden sei. Dass eine geforderte Unterstützung seitens der Bürger möglich wird, geht mit der Goldabgabe der Zentralbanken einher. Unterstützt werden die Vermutungen durch Aussagen von Michael Winkler (freier Publizist), dass ein Währungsschnitt unwahrscheinlich ist. „Ein Währungsschnitt wäre nur in Form einer konzertierten Aktion möglich, bei der alle Euroländer gleichzeitig zu ihren nationalen Währungen zurückkehren und jedes seinen eigenen Währungsschnitt durchführt. Die damit einhergehenden Turbulenzen würden Jahre andauern.“ Es ist als möglich, dass die Regierungen ihre Bürger bitten, das Gold für eine Entschädigungszahlung abzugeben, um die neue goldgedeckte Währung in einer geordneten Währungsumstellung zu installieren.
Neue Stabilität
Die neue wertunterlegte Währung kann zur Stabilisierung des Geldmarktes erfolgreich eingesetzt werden. Dies funktionierte schon einmal, in der Phase des Goldstandards, der u.a. durch Englands Premierminister Disraeli eingeführt wurde. Befürwortet wird ein neuer Goldstandard auch von Alan Greenspan (ehemaliger Leiter der amerikanischen Notenbank FED). Das Verhältnis der Geldmenge bekommt dann wieder ein klares Limit durch einen Gegenwert und ermöglicht dem Markt zur Ruhe zu kommen. Neben der Angst des Goldanlegers stellt sich nach dem Polaritätsprinzip auch die Hoffnung auf ein dann stabiles, weil werthaltig unterlegtes, Geldsystem.
Solle ein Goldverbot durchgesetzt werden, ist die Abgabe mit Verlusten sicherlich schmerzlich. Die Hoffnung auf Stabilität macht auf der anderen Seite den Verlust wiederum erträglicher. Doch bis es soweit ist, werden die Anleger sich noch kräftig eindecken wollen um der Registrierung zu entgehen. Dies wird eine Festigung der Hausse mit sich bringen, welche das Erreichen der prognostizierten Höchststände der Analysten beim Goldpreis wahrscheinlich macht.
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und Kaufempfehlung dar. Die Lektüre des Artikels kann eine eingehende Beschäftigung mit den Risiken einer Anlage und eine Beratung durch unaabhängige Anlageberater nicht ersetzen.
