Das frechste Englisch der Straße, der Disco und des Chats

Slangausdrücke - Langenscheidt KG
Slangausdrücke - Langenscheidt KG
Mit Hilfe des Berlitz-Taschenbuchs "Vorsicht Englisch" und Langenscheidts "Slanglish" kann man jetzt das Englisch lernen, wie es wirklich gesprochen wird.

Langenscheidt versieht sein Büchlein mit dem Untertitel „Englischer Slang ohne Filter“ sogar mit dem Stempel: „Politisch unkorrekt“. Berlitz, der Sprachenriese, druckt in rot auf schwarzem Grund eine Warnung auf den Titel, nachdem der Inhalt für den „Gebrauch vor Eltern, Lehrern, Verwandten und potenziellen Schwiegereltern absolut ungeeignet“ sei.

In beiden Fällen handelt es sich um Englisch, wie es wirklich vor Ort im Land gesprochen wird: auf dem Fußballplatz, in der Disco, in den Schwulen- und Lesbenhochburgen, in der Modeszene und vor allem bei der Anmache, beim Thema Liebe und Sex.

Insidertipps und coole Sprüche

Der Berlitz-Sprachführer führt mehr Eins-zu-Eins-Übersetzungen auf. Dabei teilt er übersichtlich in die drei Bereiche auf: „unzensiert“ für anstößigen Slang, „Facts“ für unglaubliche Informationen und "Insidertipps". Eine Thermometerabbildung mit roter Skala warnt vor beleidigenden Sprüchen, die man vor allem als Ausländer keineswegs anwenden sollte. Zu letzteren gehören etwa „slut“ für Flittchen oder „wanker“ für Wichser.

Zum Schluss dieser Veröffentlichung gibt es noch die Seiten mit Gesten, denn Körpersprache kann zwar international sein wie der berühmt-berüchtige Mittelfinger, aber auch von unterschiedlicher Schwere in den einzelnen Ländern. Vorsicht deshalb bei der V-Anzeige mit umgedrehten Fingern in britischen Landen: absolut daneben!

Ein Lexikon zur Völkerverständigung der Basis

Kaum einer vermutet beim seriösen Langenscheidt-Verlag, nach eigener Aussage Fremdsprachenhaus Nummer eins der Welt, dieses Slanglish-Lexikon. Lange Zeit, bis in die 60er Jahre, galt es in dieser Firma sogar als verpönt, die four-letter-words in ihren Lexika aufzuführen, ja man suchte sogar vergebens die Übersetzung für das lebensnotwendig gewordene Wort für Kondom. Erst als sich immer mehr Schüler dem Konkurrenzlexikon zuwandten, fanden auch diese Bereiche Aufnahme zwischen die Seiten.

Schüler und Jugendliche werden deshalb sehr zufrieden sein mit dieser Neuerscheinung, die sich nicht nur mit sporadischen Übersetzungen zufrieden gibt, sondern wie ein richtiges Lexikon die Begriffe ausführlich erklärt. So erfahren die Leser, dass „figmo“ sich ableitet von: „Fuck it, got my orders“ und bedeutet: Da muss man durch, jammern zwecklos. Ein „butter-face“ ist übrigens kein glattes Gesicht, es heißt, dass es sich eigentlich um eine Frau mit Superfigur handelt, aber mit einem hässlichen Gesicht. Man erfährt auch, dass Charles Goodyear herausfand, wie man aus Kautschuk elastischen Gummi herstellt, was nicht nur zu den berühmten Reifen, sondern auch zu den "wellybobs", den allseits beliebten und notwendigen Gummistiefeln auf der Insel führte. Ganz nebenbei erfand er auch noch das Präservativ.

Scharfe Englisch-Vokabeln, die zur Sache kommen

Beide Bücher enthalten hochexplosive Wendungen der englischen Umgangssprache, wie man sie garantiert nicht in der Volkshochschule lernt. Die frechen Erklärungen sind bei beiden Veröffentlichungen mit vielen Comic-Illustrationen versehen. Die beiden Bücher können im Sprachalltag im Ausland helfen, peinliche Missgriffe zu vermeiden.

Claudia Halbedl: Langenscheidt Slanglish. Englischer Slang ohne Filter. Mit Illustrationen von Jan Reiser. 128 Seiten. 9,55 Euro. Langenscheidt KG, Berlin und München. ISBN 978-3-468-73061-0

Berlitz-Redaktion (Hg.): Vorsicht Englisch! Englisch, wie es wirklich gesprochen wird. Mit Illustrationen von Kyle Webster. 112 Seiten. 9,95 Euro. Berlitz Publishing München. ISBN 3-468-79149-6

Dr. Gabriele Hefele, Reinhard Hefele

Dr. Gabriele Hefele - Dr. phil. Gabriele Hefele gewann bereits mit 13 Jahren einen Preis für eine lustige Olympiareportage. Sie schrieb mit 17 ein ...

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