Das Funsport-Bockerl bietet außergewöhnlichen Spaß-Faktor

Bockerl klein - Stefan Träger
Bockerl klein - Stefan Träger
Egal ob beim Downhill-Bergwandern oder im Winter auf den Pisten, das Bockerl sorgt für jede Menge Spaß für die ganze Familie.

Das Original ist für die Straße gedacht, doch mittlerweile gibt es auch eine Bockerl-Version für den Winter. Scharfe Kurven, rasante Abfahrten und kleine Sprünge sind mit dem Bockerl drin und bieten den außergewöhnlichen Spaß-Faktor. Mit nur 3 Kilogramm Gewicht lässt sich das Bockerl problemlos überall mit hinnehmen, auch auf hohe Berge.

Was ist eigentlich ein Bockerl?

Das Gerät hat drei Räder, eine Bremse, einen Sitz und einen Griff zum Festhalten. Auf den ersten Blick sieht das Bockerl wie ein Inline-Skate aus, doch es ist stabiler und dadurch auch geländetauglich. Auf nur 26 Zentimetern Höhe muss der Fahrer mit dem Körper, durch Gewichtsverlagerung lenken. Der Fahrer setzt sich auf den Sattel, der etwas größer ist als bei einem Fahrrad, winkelt die Beine an und stößt sich ab. Bei der ersten Fahrt ist bei fast allen Fahrern nicht an Lenken oder Bremsen zu denken, denn die Fahrt endet meist nach ein paar Metern. Um wirklich Spaß bei diesem Sport zu haben, braucht man ein bisschen Training.

Woher kommt das Bockerl?

Die begeisterten Bergsteiger Hans Gschwendtner und Thomas Eimansberger aus Bad Tölz suchten nach einer tragbaren Abstiegshilfe nach der Wandertour. Im Jahr 2000 begannen die Bastelarbeit und die Entwicklung. Es dauerte nicht lange, da war das Bockerl fertig, doch es brauchte noch Jahre, bis es ausgereift genug war, um auf den Markt zu kommen. Die Weiterentwicklung übernahm eine große Sportfirma und hier wurde dann auch das heutige Model erarbeitet. Der Name war auch schnell gefunden und leitet sich vom sogenannten Böckl ab, einem Schlitten der Kufen, Lenker und Sitz hat.

Die Fangemeinde wird immer größer

Hat man den Dreh raus, ist die Fahrt ein einmaliges Erlebnis, je steiler desto besser, denn das Bockerl liebt die Geschwindigkeit. Es mach nicht einmal vor Schotter, Forstwegen oder Wiesenhängen halt. Mit den Füßen oder der Bremse lässt sich die Geschwindigkeit sanft und sicher regulieren. 30 Kilometer pro Stunde schaffen auch Anfänger nach kurzer Zeit. Es gibt immer mehr Bockerl-Fahrer auf den Berghängen, in der Heimat von Gschwendtner und Eimansberger sieht man Dreiradfahrer wohin das Auge reicht, egal ob im Sommer oder im Winter. Nach einem Artikel im Spiegel von 2009 ist das Interesse weiter gewachsen.

Vorraussetzungen zum Bockerl´n

Diese Sportart ist für jeden etwas, der auf Adrenalin und Spaß steht, die Körpergröße spielt dabei keine Rolle, nur mehr als 110 Kilo sollte man nicht wiegen. Es gibt auch Kinder-Bockerl, doch für Kinder unter sechs Jahren ist das Fahren nicht geeignet. Menschen mit Rückenproblemen oder Bandscheibenvorfällen und Schwangere sollten lieber auf diesen Spaß verzichten. Folgende Ausrüstung sollte man mitbringen: Radhelm, Handschuhe, robuste Kleidung, Sonnenbrille und Knie- und Ellenbogenschoner.

Quellenangabe: Ski- und Fahrradhandel Stefan Träger

Natalie Schauer, Natalie Schauer

Natalie Schauer - Die Autorin veröffentlicht Sachartikel bei Suite101Interviews (unter anderem mit Sarah Engels, Pietro Lombardi & Sebastian ...

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