Das Geheimnis des Lächelns

Lachen ist geheimnisvoll. - Gerd Altmann
Lachen ist geheimnisvoll. - Gerd Altmann
Das Lächeln ist ein effektives Kommunikationsmittel und birgt viele weitere Geheimnisse.

Ein echtes Lächeln zerstört Barrieren zwischen Menschen und schafft Vertrauen und ein Gefühl der Zugänglichkeit. Die Fähigkeit zur Bildung dieses Gesichtsausdruckes ist dem Menschen seit der Geburt mitgegeben. Lächeln ist eines der bedeutendsten Kommunikationsmittel der menschlichen Rasse.

Lächeln schafft ein unmittelbares Glücksgefühl

Grundloses Lächeln führt zur Produktion von Endorphinen im Gehirn und schafft ein Glücksgefühl. Dadurch steigt das allgemeine Wohlbefinden und es kann die Intensität seelischer und physiologischer Schmerzen reduzieren. Des Weiteren hat das ehrliche Lächeln ein Ansteckungspotential, so dass die positive Gefühlslage auf andere Menschen übertragbar ist. Eine interessante Studie lieferte der französische Psychologe Robert Soussignan im Jahre 2002: Sechsundneunzig Probantinen zwischen einundzwanzig und achtundzwanzig Jahren mussten einen Stift auf vier Arten im Mund halten. Eine Gruppe hielt den Stift so in dem Mund, dass sie unfreiwillig ein Lächeln im Gesicht zeigten. Bei anschließender Bewertung von bestimmten Videoaufnahmen evaluierten die zuvor unfreiwillig lächelnden Probantinen die Filme im Schnitt besser. Durch dieses Lächeln wurde ihre Laune im Wesentlichen gehoben.

Lächeln als Mittel für ein langes Leben

Eine Studie von Ernest Abel und Michael Kruger an der Wayne State Universität in Michigan stellte einen Zusammenhang zwischen Lächeln und der Lebenserwartung her. Dazu wurden 230 Autogrammkarten von amerikanischen Baseball-Spielern aus dem Jahre 1952 herangezogen. Auf diesen Autogrammkarten lächelten die einzelnen Spieler in verschiedenen Intensitäten und es gab Autogrammkarten mit nüchternen bis zu ernsten Gesichtern. Im nächsten Schritt verglichen sie die Lebenserwartung der einzelnen Spieler. Sie kamen zu dem Resultat, dass die nicht-lächelnde Gruppe im Durchschnitt eine Lebensdauer von 72,9Jahre aufwies, während die stark lächelnden Personen eine Lebensspanne von 79,9Jahren verzeichneten.

Gestelltes Lächeln kann zur gesundheitlichen Gefährdung führen

Der Wissenschaftler Dieter Zapf von der Universität Frankfurt kann durch eine Studie an viertausend Personen aus dem Jahre 2005 zu dem Resultat, dass ein aufgesetztes Lächeln , dass zur Unterdrückung der eigenen Aggressionen bestimmt ist, mit großer Wahrscheinlichkeit zu Burnout und Depressionen führen. Die Berufsgruppen der Stewardessen, Verkäufer sowie Mitarbeitern von Call-Centern sind von dieser Gefährdung im besonderen Maße betroffen.

Lächeln bewirkt Eifersucht

Wenn Frauen einen Mann anlächeln, wird dieser von anderen Frauen als attraktiver beurteilt, wobei dieser von anderen Männern abschätziger beobachtet wird. Benedict Jones von der Universität von Aberdeen konnte an Hand von vierundsechzig Probanden folgendes beobachten: Die Männer und Frauen dieses Versuches sollten die Attraktivität von männlichen Gesichtern beurteilen. Beim zweiten Durchgang wurden die Gesichter erneut einer Bewertung unterzogen, nur dass in diesem Falle den männlichen Gesichtern ein Frauengesicht zugewandt erschien. Lächelte diese weibliche Person auf dem Bild, wurde der Mann von weiblichen Versuchspersonen attraktiver beurteilt, während die männlichen Probanden im Falle der lächelnden Frau die zu bewertenden Männer auf den Bildern stark unattraktiv empfanden.

Das Lächeln als Prognose-Mittel zur Ehedauer

Der Wissenschaftler Matthew Hertenstein von der US-Uni DePauw analysierte den Kontext zwischen Fotos aus Kindheitstagen und der Scheidungsrate von ungefähr 700 amerikanischen Staatsbürgern. Er bewertete die Intensitivität des Lachens auf den Bildern und verglich mit dem aktuellen Beziehungsstatus der betroffenen Menschen. Er kam zu der Konklusion, dass die wenig Lächelnden öfters geschieden und kürzere Ehen führten. Wer in der Jugend ernst in die Kamera blickte, war mit einer drei Mal höheren Wahrscheinlichkeit ein geschiedener Mensch.

Echtes Lächeln äußert sich durch Faltenbildung um die Augenpartie

Das wahrhaftige Lächeln trägt den fachsprachlichen Terminus „Duchenne-Lächeln“. Diese Art des Lächelns wurde nach dem französischen Psychologen Guillaume-Benjamin Duchenne benannt. Aus Experimenten aus dem 19.Jahrhundert notierte er, dass sich beim ehrlichen Lächeln kleine Fältchen um die Augenwinkel ausbilden.

Quelle:

Alltagsforschung.de

Angela Bill, Harald Spoddig/Angela Bill

Angela Bill - Liebe Mitmenschen, ich heiße Angela Bill und bin Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Dortmund. Das Schreiben ...

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