Das Grimme-Institut in Marl: Geschichte, Aufgaben, Perspektiven

Das Grimme-Institut in Marl  - grimme-institut.de
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Das Grimme-Institut ist eine renommierte Forschungseinrichtung, die sich mit Fragen der deutschen Medienkultur beschäftigt. Sein Sitz ist in Marl (NRW).

Der Name "Grimme-Institut" ist vielen Fernsehzuschauern und Mediennutzern bekannt. Doch nur wenige wissen, was es mit dieser Einrichtung konkret auf sich hat und womit sie sich hauptsächlich beschäftigt. Über die Geschichte, das Aufgabenspektrum und den Umgang des Grimme-Instituts mit den Neuen Medien lesen Sie im folgenden Artikel.

Das Grimme-Institut befasst sich mit Fragen der Medienkultur in Deutschland

Das Grimme-Institut gehört zu einem überschaubaren Kreis von Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen, die sich in Deutschland mit Fragen der Medienkultur beschäftigen. Es versteht sich als Forum für kommunikationspolitische Debatten, das medientheoretische und -praktische Bildungsarbeit leistet. Konkret bedeutet das, dass sich das im nordrhein-westfälischen Marl ansässige Institut die Aufgabe gestellt hat, Medienangebote und Medienentwicklungen im Bereich Fernsehen, Hörfunk und Multimedia zu beobachten, zu analysieren und zu bewerten. Einer breiten Öffentlichkeit sind die beiden Wettbewerbe des Grimme-Instituts bekannt. Dabei handelt es sich zum einen um den "Grimme-Preis für vorbildliches Fernsehen", zum anderen um den "Grimme Online Award" für hervorragende Qualitätsangebote im Internet. Darüber hinaus bietet das Institut auch qualifizierte Bildungsangebote für Medienangehörige und Medieninteressierte an. Das Grimme-Institut wird durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Marl finanziell gefördert.

Die Geschichte des Adolf-Grimme-Instituts: Gründung im Jahr 1973

Der Namensgeber des Instituts, Adolf Grimme, wurde 1889 in Goslar am Harz geboren. Er war von 1930 bis 1932 preußischer Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er drei Jahre lang Kulturminister des Landes Hannover bzw. Niedersachsen. Von 1948 bis 1956 übte er das Amt des Generaldirektors des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) in Hamburg und Köln aus. Das Adolf-Grimme-Institut selbst wurde im Jahr 1973 vom "Deutschen Volkshochschulverband" (DVV) auf Initiative von Professor Dr. Bert Donnepp gegründet. Es sollte Modelle für die Zusammenarbeit zwischen Volkshochschulen und Fernsehen sowie Qualifizierungsangebote im Bereich der Erwachsenenbildung entwickeln und einen Fernsehpreis organisieren.

Bis zum Jahr 1982 lag der Schwerpunkt der Institutsarbeit bei der Entwicklung von Medienverbundprojekten. Nach 1983 richtete sich der Fokus auf das gesamte Fernsehprogramm sowie Presse und Hörfunk. Es entstanden Medienpakete zu den Themen Ökologie, Elternbildung, Rechtsradikalismus und Medien sowie deutsche Mediengeschichte. In den neunziger Jahren kam der Forumsgedanke dazu. Seit 1995 engagiert sich das Grimme-Institut mit der Gründung der Grimme-Akademie außerdem im Bereich Aus- und Fortbildung für die Medienbranche und in der Vermittlung von professioneller Medienkompetenz. Die "Marler Tage der Medienkultur" und der Grimme-Preis sowie der Grimme Online Award ergänzen das Spektrum.

Der Grimme-Preis

Die wohl bekannteste Einrichtung des Grimme-Instituts ist der alljährlich verliehene gleichnamige Preis. Beim 47. Grimme-Preis 2011 wurde der beliebte TV-Moderator Thomas Gottschalk im Marler Theater von 750 geladenen Gästen mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Der deutsche Regisseur Dominik Graf erhielt für seine zehnteilige Krimi-Serie "Im Angesicht des Verbrechens" bereits seinen neuen Grimme-Preis und stellte damit einen neuen Rekord auf. Zu den weiteren Preisträgern zählten das Münchner Kommissarenduo Mirsolav Nemec und Udo Wachtveitl ("Tatort"), Comedian Kurt Krömer, Doris Dörrie ("Klimawechsel"), Frederick Lau, Götz George und Ali Samadi Ahadi.

Das Grimme-Institut und die Neuen Medien: "GuttenPlag Wiki" erhält Nominierung

Das Thema "Neue Medien" gewinnt beim Grimme-Institut immer mehr an Bedeutung. So gehört das Internetprojekt "GuttenPlag Wiki", das die Dissertation von Minister Guttenberg als Plagiat enttarnt und maßgeblich zu seinem Sturz beigetragen hatte, zu den 25 Website-Anwärtern auf den begehrten Grimme Online Award 2011. Das Projekt der emsigen Internetjäger und Plagiatfahnder ist für den Online Award in der Kategorie "Spezial" nominiert. Aus den bisherigen 25 Nominierungen wird die Jury die Preisträger des Jahres 2011 ermitteln. Diese werden am 22. Juni 2011 bei der mit Spannung erwarteten Preisverleihung in Köln bekannt gegeben.

Quellen: grimme-institut.de, sueddeutsche.de

Die Autorin in Portugal, C.v.Gerstenberg

Dr. Claudia von Gerstenberg - | Dr. phil. | mit den Schwerpunkten Essen & Trinken: bedeutet für mich Genuss, Lebensfreude und Sinnlichkeit. Deshalb bin ich ...

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