Das Höllental am Fuße der Zugspitze

Imposante Klamm im Wettersteingebirge

Höllentalklamm - Almut Winkler
Höllentalklamm - Almut Winkler
Die Höllentalklamm ist der kleine Bruder der Partnachklamm. Doch muss sie sich keineswegs verstecken, denn auch hier wird ein beeindruckendes Naturschauspiel geboten.

Am Fuße von Deutschlands größtem Berg, der Zugspitze, befindet sich das Höllental, das mit seiner gleichnamigen Klamm eine abwechslungsreiche Wanderung bietet. Einen Kilometer geht es auf einem kleinen Steig, über Brücken und Tunnels entlang des Hammersbachs bis zur Höllentalangeralm.

Zustieg zur Höllentalklamm

Ausgangspunkt der Tour ist Hammersbach, ein Orteil von Grainau. Hier steht ein kostenpflichtiger Parkplatz kurz vor den Bahngleisen zur Verfügung. Über einen Fußweg, der zu Beginn recht breit ist, aber im weiteren Verlauf immer kleiner wird, geht es steiler werdend rund drei Kilometer bergauf zum Eingang der Klamm. Hier teilt sich der Weg in den kostenlosen Steig der oberhalb der Klamm verläuft und den Weg durch die Höllentalklamm, für den Eintritt zu zahlen ist. Für den Zustieg ist etwa eine Stunde zu rechnen.

Beeindruckender Wildbach in der Klamm

Entlang der Klamm führt ein kleiner Steig, der aber immer sehr gut abgesichert ist. Ist der Hammersbach entlang des Zustiegs friedlich und ruhig, so schwillt er innerhalb der Klamm zu einem reißenden Wildbach an. Tief eingeschnitten in den Fels stürzt er über Abbrüche in tiefe Gumpen hinunter. An besonders engen Stellen wurde der Steig in den Fels verlegt. Durch kleine Tunnels, die mit Felsfenstern immer wieder Ausblicke in die Klamm erlauben, schlängelt sich dann der Weg eng am Bach entlang.

Gerade an heißen Sommertagen ist das Klima in der Klamm sehr angenehm, da die Luft immer feucht und kalt ist. Nach rund einem Kilometer und guten 45 Minuten ist das Ende der Klamm erreicht und es wird wieder wärmer und weitläufiger. Nun lohnt es sich durchaus den Weg zur Höllentalangerhütte, die bewirtschaftet ist, fortzusetzen. Über eine Talsohle geht es weiter ins Höllental entlang des Hammersbach. Von hier aus sind bereits der Höllentalferner und das Zugspitzmassiv zu sehen.

Weitere Weg ab der Höllentalangerhütte

Von der Höllentalangerhütte bieten sich verschiedene Touren an. Zu einem natürlich der Rückweg über den kostenlosen Steig, der oberhalb der Klamm verläuft und an einigen Stellen nochmals imposante Tiefblicke in die Klamm erlaubt. Ein weiterer Weg führt zur Alpspitze und dem Osterfelderkopf. Von diesem Gipfel aus besteht die Möglichkeit mit der Bergbahn ins Tal hinunter zu fahren. So wird der recht lange Abstiegs nach Garmisch umgangen. Am bekanntesten ist natürlich der Weg über den Höllentalferner zur Zugspitze, für den aber nach der Höllentalangerhütte noch rund 1600 Höhenmeter zu überwinden sind. Die Höllentalangerhütte bietet sich dabei als Übernachtung an. Diese Route auf die Zugspitze ist einer der abwechslungsreichsten und interessantesten Wege auf Deutschlands höchsten Gipfel.

Alternative Wanderung in der Region: Isarsteig mit Isarklamm und Gleirschklamm

Almut Winkler, Almut Winkler

Almut Barden - Als freie Autorin und Redakteurin schreibe ich hauptsächlich in den Bereichen Outdoor, Bergsteigen, Klettern und Camping. Neben ...

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