Zincum metallicum, umgangssprachlich schlicht Zink genannt, ist ein weit verbreitetes homöopathisches Mittel. Zink ist im menschlichen Organismus besonders wichtig für Haut, Haare und Nägel, die Augen und das zentrale Nervensystem. Herz, Blutgefäße und Magen-Darm-Trakt sind ebenfalls auf ausreichend Zink angewiesen, um reibungslos funktionieren zu können.

In der Homöopathie wird Zincum metallicum hauptsächlich verwendet für Restless-Legs, Nervosität, Konzentrationsstörungen, Krämpfe und Schwächegefühl.

Woran man die Zincum-Persönlichkeit erkennt und zu wem Zink gut passt

Hilfreich ist die Gabe von Zink – ob in gewöhnlicher oder homöopathischer Form – bei Menschen, die eine Verminderung ihrer Vitalität spüren, körperlich oder psychisch erschöpft sind und ständig unruhig sind. Ihr Erscheinungsbild ist oft durch Benommenheit und Trägheit geprägt. Zink passt ebenfalls gut zu Menschen, die schwierig sind und sich leicht aufregen. Sie neigen zu Krämpfen und besitzen häufig einen gesteigerten Sexualdrang.

Im Gesicht ist antlitzdiagnostisch eine wechselnde Blässe und Röte zu erkennen und die Mundwinkel neigen zu Einrissen. Die äußere Nase ist gelegentlich rötlich verfärbt. Der Geschmack im Mund ist metallisch-bitter. Besonders auffallend ist jedoch die ständige Unruhe in Armen und Beinen; die Extremitäten können einfach nicht still gehalten werden.

Typische Symptome bei Zink-Bedarf

Zink-Mangelzustände können viele hundert Symptome und Beschwerden hervorrufen, denn Zink-Mangel betrifft ohne Ausnahme den gesamten Organismus. Charakteristische Leitsymptome sind in diesem Fall Benommenheit, ständige Müdigkeit, Gliederkrämpfe, Schwäche, Muskelsteifigkeit, Schlaflosigkeit, Restless-Legs. Kennzeichnend ist auch, dass Hautausschläge und Ausscheidungen nicht richtig herauskommen.

Eine Verbesserung der Beschwerden tritt auf bei Reiben, Kratzen, Druck, Bewegung an frischer und warmer Luft; sowie bei Absonderungen wie Schweiß, Harn, Monatsblutung. Zur Verschlechterung der Symptomatik kommt es bereits nach geringen Mengen von Alkohol (Wein), nach Süßigkeiten, nach körperlicher und geistiger Erschöpfung, bei Berührung und Geräuschen, bei Milch, abends und bei Überhitzung.

Anwendungsgebiete – Bei diesen Beschwerden hilft Zincum metallicum

Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen/zählt:

  • Muskelzuckungen
  • schwache Nerven
  • Nervosität
  • Gedächtnisschwäche
  • Krampfadern
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Krämpfe
  • Neuralgie
  • Ischias
  • körperliche Unruhe
  • starke Lichtempfindlichkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen durch Zuckungen
  • ständiger Harndrang
  • plötzlicher Harnverlust beim Husten oder Niesen
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindel
  • Zähneknirschen
  • trockene, wunde und juckende Augen
  • Augenrollen
  • Tics
  • Juckreiz im Gehörgang
  • Stock- und Fließschnupfen
  • Zahnschmerzen
  • Schmerzen beim Schlucken
  • Heiserkeit
  • Engegefühl in der Brust

Einnahme, Potenzen und Anwendungsmöglichkeiten von Zincum metallicum

Zink kann äußerlich angewendet werden, zum Beispiel in Form von Tinkturen oder als Salbe. In der Homöopathie sind Globuli gängig, die man oral zu sich nimmt. Die verwendete Substanz ist ein Metall. Zincum metallicum wird in der Homöopathie häufig eingesetzt; meist in den Potenzen D6 - D12. Durch Muskelsteifigkeit aufgrund langen Sitzens auf Reisen bietet sich beispielsweise die Gabe von 3x täglich 5 Globuli an in der Potenz D6. Die einzunehmende Dosis und Potenz ist jedoch immer vom genauen Beschwerdebild abhängig und sollte unbedingt vom Homöopathen oder entsprechend ausgebildeten Arzt festgestellt werden.

Zink respektive Zincum metallicum ist in (Internet-)Apotheken erhältlich. Dabei entspricht 1 Tablette = 5 Globulis, sowie 5 Globuli = 5 Tropfen.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel fachärztlichen Rat niemals ersetzen kann!

Quellen bzw. Literaturempfehlungen:

„Homöopathie Quickfinder: Der schnellste Weg zum richtigen Mittel“ von Dr. med Markus Wiesenauer; Gräfe und Unzer Verlag, 2005.

„Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln“ von Sven Sommer; GU-Verlag, 2010 „Hausapotheke“ von Dr. med Petra Wenzel, GU-Verlag

„Homöopathie. Anleitung zur Selbstbehandlung“ von Werner Stumpf; Verlag: Bechtermünz, 2002