Das Kindermuseum in Frankfurt

Kulturelle Erlebniswelt für Klein und Groß in der Mainmetropole

Kindermuseum - Eingang Rutsche - kinder museum frankfurt, Uwe Dettmar
Kindermuseum - Eingang Rutsche - kinder museum frankfurt, Uwe Dettmar
Direkt an der Frankfurter Hauptwache befindet sich das Frankfurter Kindermuseum, welches Jahr für Jahr viele Kinder, Klassen und Familien anlockt. Ein Clash der Kulturen.

Am großen Treppenabgang, direkt hinter dem Café Hauptwache, wo es zur der weitreichenden B-Ebene Frankfurts geht, in der man unter anderem die S- und U-Bahn erreichen kann, erstrahlt eine 28 Meter lange Glasfassade, hinter der sich das Kindermuseum befindet. Eigentlich ein äußerst unmusealer Ort, der aber dennoch für einiges Aufsehen gesorgt hat und eine echte Erfolgsgeschichte ist. Erst im September 2008 fand die große Einweihungsfeier statt, nachdem das Kindermuseum umziehen musste. Vorher war es ein Teil des historischen Museums Frankfurt, welches sich in der Nähe des Mainufers befindet und bis 2014 komplett umgebaut wird.

Vorteile des Umzugs zur Hauptwache

Womit vorher keiner wirklich gerechnet hätte, ist eingetreten: der Umzug zur Hauptwache hat sich als wahrer Segen für das Kindermuseum herausgestellt. Der Platz wurde nicht nur vom HR3 als ausgezeichnete Location empfohlen und vom Journal Frankfurt in „Feste feiern in Frankfurt und Rhein-Main“ positiv erwähnt, sondern zieht auch weitaus mehr Besucher an als noch am alten Standort. Mehr als 35.000 Besucher konnte das Kindermuseum im ersten Jahr verzeichnen, das ist ein Zuwachs von über 133 Prozent. Unter diesen Umständen wirkt es beinahe wie eine falsche Entscheidung, das Kindermuseum nach dem Umbau des alten Standortes wieder dorthin zurückzuverlegen. Es ist die Dualität, die den Standort an der Hauptwache so interessant macht. Auf den Treppen sitzen Pendler, manchmal auch Obdachlose und der Geruch der beiden Imbissbuden, welche nur wenige Meter voneinander entfernt stehen, schwängert die Luft. Ständig laufen Menschen die Treppen rauf und runter. Eine rege Betriebsamkeit, in der die gläserne Fassade des Kindermuseums vollkommen deplatziert wirkt.

Rund um das Kindermuseum

Auch wenn es nicht den Anschein erweckt, gerade weil der Standort an der Hauptwache so neu ist, ist es dennoch so, dass das Frankfurter Kindermuseum das älteste Museum dieser Art in ganz Deutschland ist. Es wurde 1972 von Historischen Museum Frankfurt gegründet und ist das einzige Museum in der Bankenstadt, welches sein Programm und Ausstellungen auf Kinder als Zielpublikum ausgerichtet hat. Neben den Dingen die immer im Kindermuseum zu finden sind, wie zum Beispiel der Kolonialwarenladen im Foyer, welcher Besuchern die Möglichkeit gibt zu erfahren wie es war, Lebensmittel und Haushaltswaren um 1900 herum zu kaufen, gibt es auch ständig wechselnde Ausstellungen. Ausstellungen im Kindermuseum Zahlreiche Ausstellungen haben bereits Jung und Alt im Kindermuseum begeistert und sind mit ein Grund, warum dieser Ort für Unternehmungen mit Kindern so beliebt ist. So zum Beispiel die Ausstellung „Unter der Stadt“, welche Besucher in die finsteren Ecken von Frankfurt entführt. Man kann beobachten wie Ratten im Abwassersystem leben, mit der Frankfurter U-Bahn auf Entdeckungsreise gehen oder auch das eigene Kellermonster finden. Vielversprechen ist auch die Ausstellung, die im Frühjahr 2010 beginnt: „Schatten und Licht“. Aufgeteilt in sechs Zonen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Film und Foto, Theater, Kunst, Mythologie und Sprache, Physik und Kosmos sowie den Stadtraum, liegt die eigene Kreativität im Mittelpunkt.

Andreas Schnell, Andreas Schnell

Andreas Schnell - Andreas Schnell ist freier Autor / Journalist und lebt gemeinsam mit seiner Frau und zwei Töchtern in Frankfurt/Main. Redaktionell ...

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