Monteverde in Costa Rica

Infos zum schönsten Reservat im Nebelwald von Mittelamerika

Orchidee im Nebelwald von Monteverde - Constanze Ließ
Orchidee im Nebelwald von Monteverde - Constanze Ließ
Das Naturreservat Monteverde gehört zu den schönsten Zielen in Costa Rica. Der Artikel liefert die wichtigsten Infos zu Anreise, Unterkunft, Natur und Abenteuer.

Insgesamt steht etwa ein Viertel der Fläche Costa Ricas unter Naturschutz. Das Reservat Monteverde ist als privat geführtes Schutzgebiet ein gutes Beispiel für wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit der Ökologie.

Anreise und Unterkunft in Monteverde, Costa Rica

Eine ziemlich ungemütliche Schotterstraße führt hinauf zum Nebelwald von Monteverde. Busse von San José aus nehmen die Tortur täglich auf sich und karren in vier bis fünf Stunden Touristen und Einheimische in das Gebiet nahe des kleinen Ortes Santa Elena. Etwas Zeit sollte man einplanen, denn Einheimische lassen sich auch immer wieder gern an ihrem Haus absetzen. Wer die Strecke per Mietwagen zurücklegen möchte, sollte unbedingt einen mit Allradantrieb mieten (was in Costa Rica ohnehin mehr als nur empfehlenswert ist).

Unterkünfte gibt es in Santa Elena und an den Straßen zum Reservat in ausreichender Zahl und für jeden Geldbeutel. Man hat die Wahl zwischen einfachen Hostels, gemütlichen Cabanas und luxuriösen Lodges. Eine Reservierung ist nicht unbedingt erforderlich, kann vor allem in der Hochsaison aber nervenschonend sein.

Das Naturreservat Monteverde in Costa Rica

Das Monteverde Cloud Forest Preserve wurde in den 1970er Jahren gegründet. Schon vorher existierte ein Wasserschutzgebiet, das von Quäkern in den 1960er Jahren erworben worden war und zum neuen Reservat annektiert wurde. Monteverde hat inzwischen internationale Berühmtheit erlangt als einer der schönsten und ursprünglichsten Wälder der Tropen. Der Eingang zum Park liegt etwa 5 Kilometer von Santa Elena entfernt und ist von dort per Bus, Mietwagen oder zu Fuß erreichbar.

Oft wird im allgemeinen Gespräch das Reservat Monteverde mit den angrenzenden Reservaten Bosque Eterno de los Niños und Santa Elena zusammengefasst. Auf der kontinentalen Wasserscheide liegend, steht das Klima des Gebietes sowohl unter pazifischem Einfluss als auch unter dem Einfluss der atlantischen Passatwinde.

Flora und Fauna in Monteverde

Puma, Jaguar, Nasenbär, Kapuzineraffe und Gürteltier sind nur einige Namen der prominenten Bewohner von Monteverde.

Die 10.500 Hektar große Fläche beherbergt eine enorme Vielfalt an Tieren und Pflanzen, darunter über 100 Säugetierarten, 120 Arten von Reptilien und Amphibien sowie zehntausende Insekten (allein 5.000 Arten von Faltern). Zu den 400 Arten von Vögeln, die in Monteverde heimisch sind, gehört auch der seltene Quetzal. Er war dem Volk der Maya einst heilig und gilt mit der leuchtend karmesinroten Brust und den langen Schwanzfedern der Männchen als einer der schönsten Vögel der Welt.

Unter den gut 2.500 Pflanzenspezies sind besonders die 420 Arten von Orchideen erwähnenswert, von denen 28 endemisch sind. Sie kommen also ausschließlich in Monteverde und Santa Elena vor. Des Weiteren gibt es zahllose Arten von Moosen, Farnen und Bromelien.

Wandern und Erkunden im Naturreservat Monteverde

Auch wenn Monteverde sehr gut auf den Tourismus eingestellt ist, sind nur 2% des Reservats für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf gut begehbaren Wanderwegen kann man selbst versuchen, das Leben im Dschungel zu erkunden. Aussichtsreicher ist es aber an Führungen teilzunehmen, denn es gehört nicht nur eine gehörige Portion Glück, sondern auch ein geübtes Auge dazu, im dichten grünen Bewuchs etwas zu entdecken. Aufgrund des hohen Besucherandrangs vor allem in der Trockenzeit ist man auf den Wegen nicht unbedingt allein. Etwas entspannter geht es im Reservat Santa Elena zu. Es liegt höher als Monteverde und bietet einige fantastische Aussichtspunkte, wo bei gutem Wetter der Vulkan Arenal zu sehen ist oder sogar beide Küsten, die Costa Rica begrenzen.

Einen tieferen Einblick in die Natur des Nebelwaldes bieten mehrtätige Wanderungen mit Führer, die über einheimische Veranstalter gebucht werden können.

Monteverde - Hochseilgarten und das beste Canopy in Costa Rica

Wer ein wenig Nervenkitzel mag, kann auch für durchschnittlich 30 US-Dollar eine Canopy-Tour buchen und am Drahtseil von Baum zu Baum schliddern. Anbieter für Canopy schießen im ganzen Land wie Pilze aus dem Boden und überbieten sich gegenseitig mit immer längeren Seilen und einem höheren Adrenalinfaktor. Die Original Canopy Tour in Monteverde gehört zu den ältesten in Costa Rica und auch zu den besten. Neben einer Tandem-Talüberquerung in 65 Metern Höhe ist auch ein „Tarzan-Swing“ Teil des Programms. Was einen dabei erwartet, kann man sich vorstellen. Gemächlicher erkunden lassen sich die Baumwipfel im Hochseilgarten.

Reiseorganisationen bieten noch zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten vom Reitausflug bis zur Kaffeetour.

Constanze Liess, Constanze Liess

Constanze Ließ - Constanze Ließ studierte Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus anderen Ländern ...

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