Maximum Ride 1:Das Pandora-Projekt

Ein Thriller von James Patterson

Das Pandora-Projekt - Ehrentwirth Verlag
Das Pandora-Projekt - Ehrentwirth Verlag
Ein weiterer Bestseller von James Patterson: In "Das Pandora-Projekt" muss sich die genmanipulierte Maximum Ride behaupten und um das Leben ihrer Freunde kämpfen.

„Leg dieses Buch nicht weg! Es ist mir todernst. Ich riskiere alles, wenn ich dir diese Geschichte erzähle. Aber es muss sein.“ So beginnt „Das Pandora-Projekt“, der erste Teil der Maximum Ride-Reihe von Bestseller Autor James Patterson. Ein Buch, das monatelang an der Spitze der New York Times Best Seller list stand und sowohl Jugendliche als auch Erwachsene in den Bann zog.

Genmanipulierte Kinder kämpfen gegen andere Mutanten

In dem ersten der sechs Bücher, von denen bisher jedoch nur die ersten drei auf Deutsch erschienen, kämpft das Mädchen Maximum Ride mit ihrem sogenannten Schwarm, bestehend aus Fang, Iggy, Gasman, Nudge und Angel, gegen Eraser-eine Mischung aus Mensch und Wolf. Angel wurde entführt und der Schwarm macht sich auf die gefährliche Suche nach dem kleinen Mädchen. Was ihnen dabei hilft ist ihre eigene Mutation: sie sind Hybride aus menschlichen und Vogelgenen. Ihre Knochen sind leicht wie die der Vögel, ihre Ausdauer enorm, wenn sie sich mit ihren Flügeln in die Lüfte schwingen. Doch ihre Besonderheit grenzt sie auch aus der „normalen“ Gesellschaft aus und so sind die Kinder auf sich gestellt, während sie versuchen, ihr geliebtes Schwarmmitglied zu retten.

„Das Pandora-Projekt“ aus der Sicht von Maximum Ride

Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von der Protagonistin Maximum Ride selbst erzählt. Einerseits ist e erfrischend, der Erzählung der 14-Jährigen zu folgen, ihre frechen Sprüche hautnah mitzuerleben und man spürt förmlich den Wind auf der Haut, wenn sie von ihren riskanten Sturzflügen berichtet. Dennoch büßt der Roman durch diese Perspektive leider manchmal an Stil ein. Es mag an der deutschen Übersetzung liegen, dass somit die Sprache an Anspruch verliert und sich der Leser auf diesen Stil, der sehr der gesprochenen Sprache von Jugendlichen im Alltag angeglichen ist, einlassen muss. Wer sich jedoch auf die simpel gehaltene Sprache einstellt, wird sehr schnell gefesselt von der spannenden Geschichte, die Maximum dem Leser mitteilt.

Bloße Utopie?

Während des Lesens des Romans muss man sich zwangsläufig die Frage stellen: wie utopisch ist diese fantastische Geschichte? Sie behandelt kritisch die Genmanipulation und entwirft eine Welt, in der menschliche Gene mit tierischen kombiniert werden und an Embryos und kleinen Kindern Versuche durchgeführt werden, um neue Rassen zu entwerfen. Neue Rassen, die den Menschen überlegen sind oder zumindest nützlich. Diese Horrorvision scheint keine bloße Utopie mehr zu sein, wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten die Wissenschaftler bereits bei der Genmanipulation besitzen und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Eltern ihre Vogelkinder in einem Katalog bestellten können.

James Patterson: Das Pandora Projekt. Aus dem Englischen von Edda Petri. Ehrenwirth 2006. Gebundene Ausgabe, 284 Seiten. Euro 18.

Judith Binias, Judith Binias

Judith Binias - Judith Binias, Jahrgang 1985 freiberufl. Autorin/Regisseurin Kurzvita Abitur: 2005 Regiearbeiten: 2009: J. Binias: "Das ...

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