
- Fotograf - Naddi Gleim/pixelio.de
Wenn er Ihre Bewerbung aufschlägt, fällt der erste Blick Ihres potentiellen Arbeitgebers auf das beigefügte Bild. Daher kann der Wert eines gelungenen Bewerbungsfotos nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn es entscheidet oft genug darüber, ob Ihr möglicher Chef einen zweiten Blick riskiert oder Ihre Bewerbung sofort ungelesen zu Seite legt.
Das Wichtigste zuerst
In manchen Ländern wie etwa Großbritannien ist es unüblich, sich mit Bild zu bewerben. Doch in Deutschland haben Sie immer schlechtere Chancen, wenn Sie kein Foto mitschicken. Am Profifotografen kommt dabei keiner vorbei. So zeigt der Bewerber dem potentiellen Arbeitgeber, dass ihm die Sache ernst ist. Wer etwa ein Foto aus dem Urlaub mitschickt, verspielt – egal wie gut man darauf getroffen ist – sofort alle Sympathien bei Personalmitarbeiter oder Chef.
Der Ausdruck
Ein freundlich-bestimmter Ausdruck ist beim Bewerbungsfoto schon die halbe Miete. Schauen Sie nicht an der Kamera vorbei, sondern blicken Sie offen und direkt geradeaus. Wichtig ist auch eine positive Körpersprache. Sitzen Sie aufrecht und lassen Sie nicht die Schultern hängen. Tipp: Denken Sie doch einfach an den neuen Job und wie sehr Sie sich freuen würden, wenn Sie ihn bekämen. Das zaubert im Nu die nötige Motivation in ihr Gesicht – und aufs Foto!
Die Kleidung
Das Outfit der Bewerber hängt von deren Jobwunsch ab. In konventionellen Berufen (etwa im Bank- oder Versicherungswesen) sind für Männer Hemd, Krawatte und Sakko ein Muss. Frauen punkten mit einem Blazer, dezentem Schmuck, ein wenig Make-up und einer ordentlicher Frisur. Wenn man sich allerdings für einen kreativen Beruf (etwa in einer Werbeagentur) bewirbt und ein zu konservatives Foto mitschickt, kann das durchaus kontraproduktiv sein. Hier kommt ein eher legeres Auftreten gut an. Es ist jedoch für keinen Beruf sinnvoll, sich in Kleidung mit auffallenden Logos oder Drucken fotografieren zu lassen. Zu stark geschminkte Damen und solche mit zu tiefem Ausschnitt sind ebenfalls nie gefragt.
Form und Farbe
Hierbei gilt Ähnliches wie bei der Kleidung. Bei kreativen Berufen kommen ungewöhnliche Fotos (sehr groß, angeschnitten, grelle Hintergrundfarbe) gut an. Bei konventionelleren Berufen ist es hingegen besser, auf das Herkömmliche zu setzen. Das heißt, der Hintergrund sollte in der Regel eine neutrale Farbe und das Foto selbst das Standardformat (4,5 x 6 cm) haben. Wichtig am Bild ist außerdem, dass das Gesicht im Mittelpunkt steht. Rundherum sollte nicht zu viel Raum sein. Ob in Farbe oder Schwarz-Weiß abgelichtet wird, ist hierbei übrigens egal.
Bildnachweis: (c) Naddi Gleim/pixelio.de
