Trekkingzelte- Kuppelzelt, Tunnelzelt, Iglu-Zelt

Campingzubehör - Tipps zum Zelt-Kauf, Vorteile von Kuppelzelten

Tunnelzelt Innenraum - stockxpert
Tunnelzelt Innenraum - stockxpert
Tunnelzelte bieten viel Platz. Igluzelt und Geodät sind bei Sturm stabiler und schnell aufgebaut. Die Wassersäule sagt etwas über die Regendichtigkeit von Zelten aus.

Wer auf einer Bergtour Schlafsack, Isomatte, Kochgeschirr und Essen mitschleppt, der muss beim Zelt-Kauf vor allem auf das Gewicht achten. Zwei-Personenzelte gibt es schon ab 1,5 Kilogramm. Die Frage nach dem richtigen Trekkingzelt ist auch eine Frage des Geldes. Besonders leichte Trekkingzelte sind meistens etwas teurer und oft, wegen des kleinen Innenraums, weniger komfortabel. Zuerst sollten Sie wissen wozu Sie das Trekkingzelt brauchen. Diese Tipps zum Zelt-Kauf verraten Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Trekkingzelte. Außerdem lernen Sie was die "Wassersäule" bei Zelten aussagt.

Tunnelzelt: Tunnelzelte sind anfällig gegen Wind und Sturm

Tunnelzelte haben ein Gerüst aus drei gebogenen Stangen, die parallel zueinander angeordnet sind. Vorteil bei einem solchen Zelt ist, dass zuerst das Außenzelt aufgestellt wird und anschließend das Innenzelt eingehängt werden kann. So wird das Innenzelt nicht nass, wenn man es im Regen aufbauen muss. Tunnelzelte stehen nicht von selbst. Sie benötigen eine Abspannung mit Seilen. Wegen der länglichen Form sind Tunnelzelte anfälliger für Wind als Kuppelzelte. Bei Sturm benötigt man mehr Heringe, um das Zelt zu stabilisieren. Das kann schwierig sein, wenn der Untergrund felsig ist.

Kuppelzelt: Kuppelzelte können auch ohne Überzelt aufgebaut werden

Kuppelzelte stehen von selbst ohne einen einzigen Hering. Sie sind aufgrund ihrer runden Form weniger anfällig für Wind. Ein Kuppelzelt wird von zwei sich kreuzenden Verstrebungen gehalten. Bei den meisten Modellen wird zuerst das Innenzelt aufgebaut und dann das Überzelt darüber geworfen. In warmen Regionen kann man das Überzelt auch weglassen und nur das Innenzelt aufbauen. Dann liegt man besonders luftig und kann beim Einschlafen den Sternenhimmel anschauen.

Geodät bei Sturm stabil - ohne Zelt im Biwak-Sack

Ein Geodät ist nichts anderes als ein Kuppelzelt mit mindestens drei sich kreuzenden Stangen. Dadurch ist es stabiler, was bei Sturm wichtig sein kann. Wer nur ein einfaches Dach über dem Kopf braucht und nicht viel tragen möchte, kann mit seinem Schlafsack auch in einem wetterdichten Biwak-Sack oder einem Minizelt für eine Person nächtigen. Das ist eigentlich eine Notlösung, denn wenn Sie nass sind, dann trockenen Sie in einem Biwak-Sack nicht und fangen irgendwann einmal an zu frieren.

Tipps zum Zeltkauf: Tunnelzelte für 2 Personen sollten 215 cm lang sein und 120 cm breit

Ein Zwei-Personenzelt sollte mindestens 120 cm breit sein. Ist es schmaler, bekommen Sie Probleme beim Schlafen zu zweit. Die Länge sollte etwa 215 cm betragen, mit einem Raum von einem Meter über dem Kopfteil. Wer mehr Komfort braucht, weil er beispielsweise in Island wandern möchte, der sollte bedenken, dass im Zelt bei schlechtem Wetter auch gekocht werden muss. Ganz abgesehen von Stauraum für Gepäck, Geschirr und Proviant. Die Beantwortung der folgenden Fragen hilft Ihnen bei der Wahl des passenden Zeltes:

  • Wie viele Personen sollen in dem Zelt schlafen?
  • Wird das Zelt nur zum Schlafen oder auch zum Wohnen gebraucht?
  • Wird das Zelt getragen, mit dem Fahrrad transportiert oder verreisen Sie mit dem Auto?
  • Fahren Sie in gemäßigte Klimazonen oder in ein regenreiches Land?
  • Wie viele Tage hintereinander werden Sie in den Zelt schlafen oder wohnen?
  • Verreisen Sie in Regionen mit besonders viel Sturm?
  • Wie wichtig ist Ihnen Komfort?
  • Wie viel Geld darf das Zelt kosten?

Die Wassersäule - Regendichtigkeit von Zelten

Viele Zelte bestehen außen aus Nylon oder Polyester. Für die Regendichtigkeit geben die Hersteller einen Wert in Millimetern Wassersäule an. Ein Außenzelt sollte mindestens 2.000 Millimeter Wassersäule aushalten. Wenn Sie in regenreichen Regionen unterwegs sind, darf es entsprechend mehr sein. Die Dichtigkeit nimmt im Laufe der Jahre ab, da die Beschichtung durch die Witterungseinflüsse und das Sonnenlicht leidet. Hier gibt es auch einen Unterschied zwischen teuren und günstigen Zelten.

Der Zeltboden sollte eine Dichtigkeit von 5.000 bis 10.000 mm Wassersäule aufweisen. Das hat damit zu tun, dass beim Aufstützen und Stehen hohe Drücke auf den Zeltboden einwirken. Man kann die Lebensdauer eines Zeltes erhöhen, wenn man beim Aufbauen darunter eine Plane zum Schutz vor spitzen Steinen legt. Natürlich bedeutet die Plane im Gepäck wieder zusätzliches Gewicht. Wenn Zelte ganz trocken verpackt und gelagert werden, dann halten sie 15 Jahre und länger.

Wer im Zelt schläft, benötigt auch eine gemütliche Isomatte, die nicht zu schwer und sperrig ist. Hier eignen sich besonders selbst aufblasende Isomatten.

Gudrun-Aimée Spalke, G.Spalke

Gudrun-Aimée Spalke - Diplom Chemikerin - Diplom-Chemikerin, fünf Kinder Veröffentlichungen: Sachbücher für Menschen ab 5 ...

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