
- Rundecke mit Schlaffunktion - duxschulz, Pixelio
Fehlt ein eigenes Schlafzimmer in der Wohnung, weil das Apartment lediglich über einen beziehungsweise anderthalb Räume verfügt, bieten sich verschiedene Alternativen, um trotzdem eine gemütliche Schlafstätte auf kleinstem Raum unterzubringen:
- Eine ausziehbare Schlafcouch, die tagsüber als Sitzgelegenheit genutzt werden kann und nachts zum Bett umfunktioniert wird. Wichtig ist hierbei allerdings, auf das Vorhandensein eines Federkerns zu achten, damit sich die Couch nicht allzu schnell abnutzt oder es unschöne Kuhlen auf den Sitz- und/oder Liegeflächen gibt, da ein Schlafsofa ja aufgrund seiner Multifunktionalität viel länger pro Tag in Gebrauch ist als ein klassisches Sofa und ein separates Bett
- Eine Separierung eines handelsüblichen Betts vom Rest des Zimmers durch einen Raumteiler
- Ein Hochbett, unter dessen Fläche bei entsprechender Anbringungshöhe Möbel gestellt werden können. Alternativ gibt es auch Schrankwände, die als Aufsatz über ein Bett verfügen
- Das Schrankbett. Tagsüber ist das Bett in einem Schrank untergebracht, dessen äußere Optik sich nicht von den übrigen Möbeln des Raums unterscheidet, abends wird das Bett aus dem Schrank ausgeklappt.
Auch in kleineren Ferienwohnungen werden häufig zu handelsüblichen Betten in einem Schlafraum Schrankbetten angeboten. Ebenso bietet sich diese Variante auch in Jugendzimmern an; insbesondere, wenn das Zimmer ohnehin nicht besonders viel Platz bietet. Auch in Räumen, die als Gästezimmer genutzt werden, kann ein Schrankbett als Alternative zu anderen Schlafmöbeln sinnvoll sein.
Die Vorteile eines Schrankbetts
Da das Schrankbett normalerweise tagsüber im Schrank verstaut wird, bleibt die Schlafstätte für Besucher unsichtbar. Der dazugehörige Schrank, in dem sich das Bett tagsüber befindet, kann sich aufgrund seines Designs harmonisch in den Rest der Möblierung einfügen, sodass für Außenstehende gar nicht ohne Weiteres erkennbar wird, was sich in dem Schrank verbirgt.
Normalerweise können Schrankbetten binnen kürzester Zeit zum Schlafen genutzt werden. Die Umwandlung eines Sofas in eine Liegefläche ist häufiger mit höherem Aufwand verbunden. Auch für ältere oder körperlich eingeschränkte Personen mit einer kleinen Wohnung ist ein Schrankbett wesentlich praktikabler als der Aufbau eines Schlafsofas oder das Erklimmen von Hochbetten über eine Leiter. Schrankbetten benötigen lediglich abends mehr Raum, wenn sie ausgeklappt werden, ansonsten wird auch in kleineren Zimmern ein Plus an Platz geschaffen.
Die Nachteile eines Schrankbetts
Wie bei Schlafsofas oder Hochbetten auch, muss das Schrankbett tagsüber verstaut werden, wenn Besuch kommt, da der Raum ansonsten schnell unordentlich wirkt. Da man sich mit seinen Gästen normalerweise im Wohnzimmer, in der Küche oder Wohnküche aufhält, kann ein Bett, das in einem separierten Schlafraum steht, auch einmal ungemacht bleiben. Diese Möglichkeit entfällt jedoch bei einem Schrankbett oder anderen Schlafgelegenheiten, die sich im Wohnbereich befinden. Gleichwohl nimmt ein ausgeklapptes Schrankbett auch einiges an Platz und Bewegungsfreiheit weg – und das nicht nur, wenn Besuch da ist. Allerdings besteht die Möglichkeit, ein Bett zu wählen, das nach dem Ausklappen nicht der Länge nach in den Raum hinein ragt, sondern quer ausgeklappt werden kann. Hierdurch kann das Platzproblem bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden.
Während es separate Betten mit unterschiedlich großen Liegeflächen gibt und auch die Liegeflächen von ausziehbaren Schlafsofas normalerweise recht großzügig (mindestens 125 x 190 Zentimeter) bemessen sind, sind Schrankbetten in der Regel lediglich mit einer Liegefläche von 90 x 200 Zentimetern ausgestattet. Hierdurch entfällt gegebenenfalls das Kuscheln mit dem Partner, was natürlich in Betten ab einer Liegefläche von 140 x 200 Zentimetern problemlos möglich ist. Zwischen zwei einzelnen Schrankbetten befindet sich jedoch in der Regel ein Abstand, sodass es aufgrund der räumlichen Trennung nicht möglich ist, in den Armen des Partners einzuschlafen. Dies wäre lediglich umsetzbar, wenn der eine zum anderen beim Zubettgehen unter die Bettdecke kriecht – bei der Nachtruhe könnte diese Variante jedoch irgendwann aufgrund der Enge relativ unbequem werden.
Problem: meist Standardmaße für Schrankbetten
Wie Recherchen auf den Homepages verschiedener Möbel- und Versandhäuser im gesamten Bundesgebiet (zum Beispiel Otto, Neckermann, Nehl Wohnideen, Stilbetten etc.) ergeben haben, eignen sich Schrankbetten aufgrund ihrer Maße lediglich für Personen, die maximal 1.85 Meter groß sind. Bei Personen über 1.90 ist insbesondere die Länge eines Schrankbetts zu gering, was selbstverständlich auch bei vielen anderen Betten (Futonbett, Rattanbett et cetera) der Fall ist. Selbstverständlich ist es möglich, bei einem Schreiner ein (Schrank-)Bett in Übergröße in Auftrag zu geben, wobei dies häufig mit höheren Kosten verbunden sein kann im Vergleich zu den Möbeln in manchen Einrichtungshäusern.
Bildnachweise:
- Rundecke: © duxschulz / Pixelio.de
- Raumteiler: © Maja Dumat / Pixelio.de
- Bett am Bücherregal: © Rainer Sturm / PIxelio.de
