Das Studium der Sozialen Arbeit als duales Studium an Berufsakade

Das Studium an Berufsakademien, Zugangsvoraussetzungen sowie Vor- und Nachteile des Bachelorstudienganges.

Berufsakademien (BA) bieten die Möglichkeit eines dualen Studiums. Dual heißt, dass das Studium zur Hälfte bei einem sozialen Träger oder einem Unternehmen stattfindet, bei dem ein dreijähriger Ausbildungsvertrag abgeschlossen wird. Die andere Hälfte des Studiums findet an der Berufsakademie statt, wobei sich Theorie mit Praxisphasen in einem meist dreimonatigen Rhythmus abwechseln.

Einige Berufsakademien, etwa in Baden-Württemberg, haben Hochschulstatus und tragen die Bezeichnung Duale Hochschule. Staatlich anerkannte Berufsakademien verleihen Bachelorabschlüsse, die in der Regel zum Masterstudiengang an Hoch- und Fachhochschulen berechtigen.

Zugangsvoraussetzungen

Für den Zugang zu Berufsakademien wird in der Regel das Allgemeine Abitur oder die Fachgebundene Hochschulreife für das entsprechende Fach verlangt. An den Dualen Hochschulen in Baden-Württemberg ist es möglich, mit Fachhochschulreife zu studieren, wenn eine entsprechende Aufnahmeprüfung bestanden wurde. Zudem muss der Bewerber einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen, welche die Auswahl der Studierenden durch Vorstellungsgespräche und Eignungstests übernehmen. Da die Studienplätze sehr begehrt sind, sollte möglichst früh mit der Bewerbung angefangen werden.

Dazu stellen die Studienberatungsstellen der Berufsakademien Informationen und Listen bereit, auf denen die kooperierenden Unternehmen ausgeführt sind. Es ist auch möglich eigenständig Unternehmen anzufragen, ob bei ihnen ein Interesse besteht eine Ausbildung im Dualen System anzubieten.

Vorteile gegenüber dem Studium an Fachhochschulen

Die Chancen eines BA-Absolventen, von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden, sind hoch, da der Betrieb die Ausbildung mitfinanziert. In Baden-Württemberg etwa liegt die Übernahmequote bei durchschnittlich 80 Prozent. Ein großer Vorteil ist, dass BA-Absolventen bereits mit den Abschluss des Studiums einen höheren Praxisbezug haben, sodass sie, im Vergleich zu den Universitätsstudenten, erlernte Theorien direkt in der Praxis überprüft, erprobt und eingeübt haben.

Praxiserfahrungen und die damit verbundenen Fähigkeiten sind auf dem Arbeitsmarkt für die Einstellung ausschlaggebend. Als Absolvent kann man bereits beim Studien-Abschluss mehrjährige Arbeitserfahrung vorweisen, weil die Studierenden eines Dualen Studiengangs von Anfang an in Kontakt mit der Praxis stehen. Finanziell ist ein Student eines Dualen Studiengangs unabhängiger, da er bereits während der Studienzeit eine Vergütung erhält.

Dagegen hat er aber auch weniger Zeit als seine Kommilitonen in "klassischen Studiengängen". Der Nachteil eines duales Studium ist, dass es sehr arbeitsintensiv ist und die Studienzeit straff organisiert werden muss. BA-Studierende haben keine Semesterferien, sondern abgezählte Urlaubstage. Wenn der Studienort und der Arbeitsort weit auseinanderliegen müssen sie zwischen den zwei Städten mehrmals hin- und herziehen. Außerdem spezialisieren sich Studierende der Sozialen Arbeit an Berufsakademien oder Dualen Hochschulen für bestimmte Bereiche, die der praktischen Arbeit im Ausbildungsbetrieb entsprechen. Beim Studium an einer Fachhochschule spezialisiert man sich zwar auch durch die Auswahl der Kurse, der spätere Arbeitsbereich ist aber im Vergleich offener wählbar.

Quelle: eigene Recherche