Das Technik-Museum in Speyer präsentiert spektakuläre Exponate

Reifen einer Concorde - Christa Kaddar
Reifen einer Concorde - Christa Kaddar
Das Technik-Museum in Speyer zeigt an 365 Tagen im Jahr U-Boote, Lokomotiven, Autos, Dampfmaschinen, Flugzeuge und vieles mehr, was Technik-Fans erfreut.

Das Technik-Musem Speyer liegt im Herzen der alten Kaiserstadt Speyer, in unmittelbarer Nähe des weltberühmten Doms. Auf 150.000 Quadratmetern Freigelände und 16.000 Quadratmetern Hallenfläche finden Technik-Fans klassische Automobile, U-Boote, Flugzeuge, Lokomotiven, Schiffe, Feuerwehrfahrzeuge, Dampfmaschinen, Modelle und mechanische Musikinstrumente. Das größte Ausstellungsstück ist die Museumshalle selbst: Ein denkmalgeschütztes Industriegebäude, die historische “Liller Halle”, aus dem Jahr 1913.

Zu den Attraktionen des Technik-Museums gehören auch die Antonov AN 22, das U-Boot "U9" und der Einbaum von Rüdiger Nehberg

In der Liller Halle sind historische Lokomotiven ausgestellt, klassische Automobile vom Oldtimer aus der Frühzeit bis zu den Autos der heutigen Zeit, die Reifen und Bremsblöcke einer Concorde, aber auch alte Karussells und Spielorgeln. Ein ungewöhnliches, bemerkenswertes und noch recht frisches Museumsstück ist der Einbaum von Rüdiger Nehberg, mit dem der Menschenrechtler und Abenteurer 2001 die 4.000 Kilometer lange Meeresstrecke von Mauretanien bis Brasilien zurückgelegt hat. Nehberg hat 2002 dem Museum den 18 Meter langen und zwölf Tonnen schweren Einbaum als Stiftung überlassen.

Zu den Attraktionen des Museums gehört unter anderem auch die Antonov AN 22. Das größte propellergetriebene Flugzeug der Welt ist im Freigelände ausgestellt und kann auch von innen besichtigt werden. Auf dem Freigelände können Besucher auch die “U9”, ein noch vollständig ausgerüstetes Unterseeboot der Bundesmarine, besichtigen. Das U-Boot wurde über die Nordsee nach Rotterdam und dann über den Rhein nach Speyer geschleppt.

Wer im Technik-Museum über den Tragflügel einer Boeing 747 spazieren will, sollte schwindelfrei sein

Selbst eine Boeing 747 der Lufthansa kann hier bestaunt werden. Der Jumbo wurde in einer spektakulären Aktion vom Flughafen Karlsruhe-Baden Baden über den Rhein nach Speyer transportiert. Stück für Stück wurde die Boeing 747 wieder zusammengebaut, so dass sie auch von innen komplett besichtigt werden kann. Im Forum des Museums können dieser Transport und weitere aufregende und aufsehenerregende Transporte der Technik-Museen Speyer und Sinsheim im Film nacherlebt werden. Selbst erleben können die Besucher hingegen die Begehung der linken Tragfläche des Jumbos in 20 Metern Höhe, was nach Angaben des Museums eine weltweit einzigartige Möglichkeit ist, die zudem einen großartigen Ausblick auf das Museumsgelände und den Speyerer Dom erlaubt. Wer sich auf die Tragfläche begibt, sollte unbedingt schwindelfrei sein, und wer sich eine Matte von unten mitbringt, kann sich den Rückweg über die Treppe sparen und über die große Rutsche zum Boden zurückkehren.

Eine weitere Attraktion des Museums ist das Hausboot “Sean O’Kelly”. Auf diesem Boot lebte die Kelly-Family einige Jahre. Im bootseigenen Tonstudio entstanden zahlreiche Hits, die die Musikcharts wochenlang anführten. Das Marinehaus und das Modellbau-Museum sind ebenfalls Teil des Technik-Museums. Im Marinehaus befindet sich ein Maybach Motorboot aus dem Jahr 1893. Darüber hinaus erinnern viele maßstabs- und detailgetreue Schiffsmodelle an die Entdeckung der Meere. Das Modellbau-Museum lässt das Herz jedes Modellsammlers höher schlagen.

Die Leinwand im IMAX Dome Filmtheater hat eine Projektionsfläche von 1.000 Quadratmetern

Als einzigartig in Deutschland bezeichnet das Museum das integrierte IMAX Dome Filmtheater. Seine kuppelförmige Leinwand hat einen Durchmesser von 24 Metern und eine Projektionsfläche von fast 1.000 Quadratmetern. Diese enorme Leinwandgröße ermöglicht es, eine Realitätsnähe zu vermitteln, die den Zuschauer zum Teil der Handlung werden lässt. Im IMAX Dome Filmtheater sind Natur- und Technik-Filme zu sehen.

Dem Museum angeschlossen ist der etwas abseits liegende Wilhelmsbau, ein herrschaftliches Gebäude aus dem Jahr 1917, in dessen hohen und aufwendig dekorierten Räumen der Glanz und die Noblesse einer längst vergangenen Epoche lebendig werden. Der Wilhelmsbau umfaßt auf drei Stockwerken unter anderem historische Waffen, eine faszinierende Puppenausstellung, historische Moden und Accessoires. Eine große Rolle spielen die mechanischen Musikinstrumente. Diese Wunderwerke der Technik sind auf allen Etagen zu sehen.

Das Technik-Museum-Speyer hat täglich geöffnet, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 19 Uhr. Geburtstagskinder haben freien Eintritt, wenn sie das Geburtsdatum durch ihren Ausweis belegen. Weitere Informationen unter Telefonnummer 06232/67080.

Wer nach dem Museumsbesuch Lust auf ein Kontrastprogramm hat, kann im Speyerer Dom noch Ruhe tanken und tief in die Kirchengeschichte und -kultur eintauchen.

Christa Kaddar, Christa Kaddar

Christa Kaddar - Christa Kaddar ist freie Journalistin und Fotoreporterin. Als freie Mitarbeiterin der Redaktion des Rheingau Echos und der Gesellschaft ...

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