Das umfassende Handbuch zu GIMP 2.6 – eine Rezension

Ein umfangreiches Kompendium zum Bildbearbeitungsprogramm GIMP 2.6 hat Jürgen Wolf vorgelegt.

Der Begriff Handbuch führt den unvorbereiteten Leser leicht in die Irre. Es ist dabei beileibe nicht von einem Buch die Rede, dass bequem in einer Hand zu halten ist. Das „umfassende Handbuch zu GIMP 2.6“ von Jürgen Wolf ist geradezu ein Paradebeispiel dafür. Satte 2,5 Kilogramm bringt es auf die Waage. Auf über 900 Seiten hat er alles Wissenswerte über das Bildbearbeitungsprogramm zusammengetragen.

Fünf Pfund Buch in 14 Kapiteln

Jeder Einstieg ist schwer. Daher beginnt Jürgen Wolf seinen Rundgang durch das Reich von GIMP mit den Grundlagen. Zu Beginn erläutert er in einem längeren Vorwort den Sinn und Zweck des Handbuches. Es soll nicht handlich, sondern immer zur Hand sein. Für den Anfänger bietet es eine fülle von Anregungen und Erläuterungen zu grundlegenden Techniken und Verfahren der Bildbearbeitung am Computer. Aber dank der Fülle an Informationen wird auch der fortgeschrittene User auf seien Kosten kommen. Was in diesem Buch zu GIMP nicht gesagt wird, das gibt es auch nicht.

Workshops und Bedienungsanleitungen

Das Buch lebt aber nicht nur von seinen präzisen Schritt-für-Schritt Anleitungen. Obwohl diese allein reichen würden. Jürgen Wolf schiebt dazu Workshops zu verschieden immer wieder kehrenden Problemen in der Bildbearbeitung ein. Ob es die Korrektur von Lichtern und Tiefen ist oder die Grundlagen im Umgang mit Ebenen. Diese Themen arbeitet der Autor nicht einfach theoretisch ab. Er gibt Schritt für Schritt wertvolle Hilfe für die Beherrschung der Werkzeuge von GIMP. So kann auch der noch nicht so firme Anwender schnell zum Profiuser werden. Und jeder Workshop ist zugleich Anregung für eigene Projekte.

Erweitern und Automatisieren

So ein mächtiges Programm wie GIMP 2.6 ist natürlich nie vollständig. Das letzte Kapitel vor dem umfangreichen Anhang widmet Jürgen Wolf den Möglichkeiten GIMP zu erweitern. Dazu erläutert er in einfachen und leicht verständlichen Worten den Unterschied zwischen Plugins und Script-Fu. Anwender von Photoshop werden das Prinzip der Plugins bestimmt kennen. Das sind eigenständige kleine Programme, die der Bildverarbeitung neue Möglichkeiten verschaffen. Mit Scrip-Fu kann jeder Nutzer von GIMP eigene Routinen bei der Bearbeitung seiner Bilder in ein eigenes Programm verwandeln. Dies ist nicht mehr als eine Art Liste der einzelnen Arbeitsschritte, die Punkt für Punkt abgearbeitet werden. Jürgen Wolf gelingt das Kunststück am Ende seines wirklich umfangreichen Buches diese schwierige Materie mit leicht verständlichen Worten allgemeinverständlich zu erläutern und zu eigenem Schaffen anzuregen.

Jürgen Wolf hat mit seinem umfassenden Handbuch zu GIMP 2.6 das Kunststück geschafft ein umfangreiches und gleichzeitig übersichtliches Standartwerk zum Standard Open-Source Bildverarbeitungsprogramm zu schreiben. Man hat den Eindruck hier alles über GIMP zu finden, das für den Anwender wichtig ist. Und was in Jürgen Wolfs Buch nicht zu finden ist, das wird es wohl auch nicht geben. Daher sollte das Handbuch auf dem Schreibtisch jedes ernsthaften GIMP-Users liegen.

Jürgen Wolf: GIMP 2.6 - Das umfassende Handbuch. 920 Seiten, mit DVD, Galileo Design 2010

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Frank Scholz - Ich habe 1966 in der Freien und Hansestadt Hamburg das Licht der Welt erblickt. Doch seit über dreißig Jahren lebe ich in der ...

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