Das Vorstellungsgespräch – Tipps gegen die Nervosität

Das Vorstellungsgespräch rückt immer näher und Sie werden immer nervöser? Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Sie sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden? Herzlichen Glückwunsch! Ihre Bewerbung hat also überzeugt. Doch obwohl Sie nun zu einem Gespräch gebeten wurden, werden Sie plötzlich immer unsicherer und nervöser. Wie Sie aus dieser Situation herauskommen können, erfahren Sie hier.

  1. Die Situation umkehren: Das können Sie zum einen, indem Sie sich bewusst machen, dass ein Vorstellungsgespräch keine einseitige Prüfung ist. So, wie Sie sich dem Unternehmen vorstellen, so stellt sich das Unternehmen auch bei Ihnen vor. Und so, wie das Unternehmen Sie auf Ihre Arbeitsfähigkeiten prüft, so prüfen Sie das Unternehmen auf seine Arbeitgeberfähigkeiten. Wenn Ihre Gesprächspartner Sie gleich zu Beginn von oben herab behandeln, wollen diese Sie entweder auf die Prüfung stellen und sehen, dass Sie sich durchsetzen können oder aber dies ist die gewohnte Arbeitsatmosphäre – wollen Sie sich dieser wirklich tagtäglich aussetzen?
  2. Globolis und Bachblüten: Sind Sie vor dem Gespräch übermäßig nervös und merken, dass Ihnen alles aus den Händen gleitet, greifen Sie bitte nicht auf Beruhigungsmittel zurück. Diese könnten Sie in eine Art Betäubungszustand versetzen und Sie wirken dann eher seltsam oder – was noch schlimmer wäre – betrunken. Besser für solche Situationen sind homöopathische Arzneimittel wie Globolis oder Bachblüten. Diese können Sie in der Apotheke kaufen. Um sicher zu gehen, dass Sie das passende Mittel für sich benutzen, ist ein Besuch beim Heilpraktiker vorteilhaft, der das richtige Mittel für Sie austesten kann. Die Notfalltropfen von Dr. Bach können Sie allerdings vor dem Gespräch immer nehmen.
  3. Vorbereitung: Darüber hinaus ist natürlich eine umfassende Vorbereitung auf das Gespräch das A und O für den Erfolg.

Vorbereitung

Investieren Sie Zeit in ein Vorstellungsgespräch und bereiten Sie sich umfassend vor. Das nimmt Nervosität und erhöht Ihre Chancen.

  1. Wer sitzt mir gegenüber: In den meisten Einladungen zum Vorstellungsgespräch wird Ihnen mitgeteilt, wer Ihr Gesprächpartner ist. Zum Glück ist nicht nur die Firma imstande, Sie im Internet zu googeln – das sollten Sie mit Ihren Gesprächspartnern auch tun. Vielleicht finden Sie ja vorteilhafte Informationen wie Ausbildungswege oder Hobbys, die Ihnen beim Gespräch Pluspunkte einbringen, weil Sie etwa genauso gerne in die Berge gehen wie Ihr zukünftiger Chef. Aber bitte übertreiben Sie es nicht und vor allem bleiben Sie bei der Wahrheit. Ein passionierter Musiker merkt sofort, wenn sich sein Gegenüber als Klaviervirtuose ausgibt, aber in Wirklichkeit keine Ahnung davon hat.
  2. Aussehen: Natürlich ist Ihr Erscheinungsbild bei einem Vorstellungsgespräch sehr wichtig und kann vieles entschieden. Dass Sie gepflegt aussehen, also keine fettigen Haare haben oder dreckige Kleidung tragen, ist selbtsverständlich. Männer stehen immer auf der sicheren Seite, wenn Sie einen Anzug wählen. Auch wenn es heiß ist, sollten Sie eine Krawatte tragen. Diese können Sie ja erst vor dem Vorstellungsgespräch anlegen. Fauen sollten bei der Kleidungs-, Schmuck und Make-Up-Wahl unbedingt Extreme vemeiden. Also keine extrem sexy oder farbenfrohen Outfits, keine dreifache Perlenkette, die protzig wirkt und vermittelt, ich brauche diesen Job eigentlich gar nicht und bitte nicht zu viel Schminke. Ein Hosenanzug oder ein Kostüm in neutralen Farben kommen immer gut. Man kann beides mit einer farbintensiven Bluse kombinieren. Die Schuhe sollten geschlossen sein und wenn Sie Rock oder Kleid tragen, bitte immer mit Strumpfhose. Tipp: Lassen Sie sich bei der Kleidungswahl von Freunden oder einem guten Verkäufer beraten und kaufen Sie bloß nichts, das Ihnen zwar gut stehen mag, in dem Sie sich aber unwohl fühlen.
  3. Pünktlichkeit: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für den Gesprächstermin, denn Unpünktlichkeit befördert Sie in den meisten Fällen auf die "Bloß nicht"-Liste. Wichtig ist es also, genügend Zeit für die Anfahrt einzuberechnen, um bei unvorhergesehenen Ereignissen wie Stau oder Zugausfall nicht durchzudrehen. Schaffen Sie es trotzdem nicht rechtzeitig zum Termin, dann rufen Sie bitte rechtzeitig an – vielleicht kann Ihr Gesprächpartner die Zeit anderweitig nutzen oder Sie bekommen einen neuen Termin. Sind Sie zu früh dran, suchen Sie sich doch ein Lokal in der Nähe (möglichst ohne Raucherqualm) und gehen Sie in aller Ruhe nochmal Ihre Unterlagen durch.
  4. Welche Fragen werden gestellt: Natürlich läuft nicht jedes Vorstellungsgespräch geich ab, aber im Prinzip wiederholen sich bestimmte Fragen immer wieder. Damit Sie wissen, was auf Sie zukommt, informieren Sie sich am besten in Bewerbungsratgebern oder im Internet. Auch Berichte von Freunden können weiterhelfen, weil diese auch einschätzen können, welche Antworten bei ihnen gut angekommen sind und welche überhaupt nicht. Natürlich sollten Sie bei alledem keine Antworten auswendig lernen, sondern eigene Antworten geben. Tipp: Üben Sie das Vorstellungsgespräch mit Freunden.
  5. Erwarten Sie nicht zu viel: Für die meisten ist ein Job überlebensnotwendig. Trotz allem sollten Sie nicht immer alles auf eine Karte setzen und von diesem Gespräch Ihre ganze Zukunft abhängig machen. Oft sind die Ausschlussgründe begründet, manchmal sind sie aber reine Sympathieentscheidungen. Dass Sie vielleicht der Exfrau/dem Exmann des/der Personalchefs/in ähneln und diese/r Sie daher nicht jeden Tag sehen möchte, liegt nicht in Ihrer Macht.
Sandra Berthaler, Bernhard Obermeier

Sandra Berthaler - Studium der Literaturwissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaften in AugsburgBerufserfahrungen im Verlagswesen, Print-, Online- ...

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