Das ZDF-Politbarometer Februar 2012: Plus bei der CDU/CSU

Wenn Sonntag Wahlen wären,.... - ZDF/Forschungsgruppe Wahlen
Wenn Sonntag Wahlen wären,.... - ZDF/Forschungsgruppe Wahlen
Das ZDF-Politbarometer vom 10. Februar hat folgende Themen: Wenn Sonntag Wahlen wären, Griechenland, Wulff, Bundeskanzlerin Merkel und gute Konjunktur

Gegenüber dem letzten Politbarometer vom 27. Januar hat es in der Beurteilung der Parteien einige kleinere Verschiebungen gegeben. Die CDU hat wieder einen Prozentpunkt zugelegt und kommt jetzt auf 37 Prozent der Wählerstimmen, die SPD verliert einen Prozentpunkt und fällt auf 29 Prozent zurück. Die Grünen fallen um zwei Prozentpunkte auf nun 14 Prozent, während sich die Piraten um einen Prozentpunkt auf sieben Prozent verbessern. Das Ergebnis für die Linke und die FDP blieb unverändert bei sechs beziehungsweise drei Prozent. Das ist das Ergebnis der telefonischen Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen bei 1272 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in der Zeit vom 7. bis 9. Februar 2012.

Die Sparmaßnahmen und der Sparwille in Griechenland

Griechenland steckt nach wie vor tief, sehr tief in den roten Zahlen. Der Internationale Währungsfonds und die Länder der Europäischen Union verhandeln deshalb in den letzten Tagen beinahe rund um die Uhr über die notwendigen Sparmaßnahmen. 66 Prozent der Befragten zweifeln am ernsten Sparwillen der Griechen, nur 27 Prozent der Wähler glauben, dass es die Griechen mit dem Sparen ernst meinen und die getroffenen Vereinbarungen auch einhalten. Die Meinungen zu einer Pleite Griechenlands sind Pari; 46 Prozent sind dafür und 46 Prozent dagegen. Dabei erwarten bei einer Pleite fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands.

Noch mehr positive Resonanz für Bundeskanzlerin Merkel

Quer durch alle Parteien meinen 77 Prozent der Befragten, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel eine gute Arbeit leiste. Das sind wieder vier Prozentpunkte mehr als vor vier Wochen Anfang Januar und ist die beste Bewertung seit mehr als zwei Jahren. Auch ihr Krisenmanagement schneidet hervorragend ab, denn 69 Prozent bewerten es als gut. Nur 19 Prozent bewerten die Arbeit der Bundeskanzlerin schlecht.

Die beliebtesten Politikerinnen und Politiker

Auf der „berühmten“ Politbarometer- Liste von +5 bis –5 bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung nimmt Angela Merkel mit einer Verbesserung von 1,7 auf 1,8 weiter wie beim letzten Politbarometer die Spitzenposition ein vor Peer Steinbrück mit unveränderten 1,5. Dann folgen Wolfgang Schäuble und Frank-Walter Steinmeier mit je 1,4. Sigmar Gabriel und Ursula von der Leyen haben die Plätze fünf und sechs behauptet, beide aber einen Zehntelpunkt abgeben müssen. Danach folgen Horst Seehofer mit 0,5 und Claudia Roth mit 0,1. Die beiden Schlusslichter sind nach wie vor Guido Westerwelle und Philipp Rösler. Beide konnten sich um je 0,2 verbessern und kommen auf Werte von –1 beziehungsweise –1,2.

Höhere Staatseinnahmen für Schuldenabbau verwenden

Die gute Entwicklung der Konjunktur in Deutschland lässt die Steuerquellen für den Staat heftig sprudeln. Die Prioritäten für die Verwendung der Steuermehreinnahmen sind unverändert: 54 Prozent der Befragten sind für einen Schuldenabbau, 30 Prozent sind für Steuersenkungen und 13 Prozent wünschen sich mehr staatliche Ausgaben. Aber dennoch halten es 56 Prozent für richtig und 36 Prozent für nicht richtig, wenn die Bundesregierung an ihren Plänen festhält, ab 2013 die Lohn- und Einkommensteuer um insgesamt 6 Milliarden Euro zu senken.

The Never Ending Story: Bundespräsident Christian Wulff

Unverändert halten 77 Prozent das Ansehen von Bundespräsident Christian Wulff für dauerhaft beschädigt. 72 Prozent halten das Amt des Bundespräsidenten grundsätzlich für wichtig und für 40 Prozent hat sich an der Bedeutung des Amtes nichts geändert. Aber für 49 Prozent der Befragten hat das Amt in letzter Zeit an Bedeutung verloren. Leider gibt die Befragung nicht Auskunft darüber, ob der Grund dafür bei Wulff oder den Medien oder mit welcher Gewichtung an beiden liegt.

Vor zwei Wochen sprachen sich 50 Prozent für einen Rücktritt Wulffs aus; jetzt sind es 48 Prozent. Zur Einschätzung des Verhaltens des Bundespräsidenten befragt, glauben nur 28 Prozent, dass der Bundespräsident in den nächsten Wochen zurücktreten werde. 67 Prozent erwarten, dass er in seinem Amt verbleibt.

Quelle: ZDF-Pressemeldung, Forschungsgruppe Wahlen

Dieter Helmut, Dieter Helmut

Dieter Helmut - Dieter Helmut ist Jurist im Ruhestand und schreibt seit Dezember 2010 für suite101. Seine Themenschwerpunkte sind aktuelle ...

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