
- Datenverlust basiert meist auf Hardwareproblemen - Marcus Stark
Manchmal reicht schon ein falscher Klick, um wichtige Daten vom Computer zu löschen. Aber auch Hardwareprobleme und die Installation von Software kann leicht zu einem Systemabsturz führen. Da sich die meisten Privatanwender und auch manche Firmen erst mit dem Problem Datenrettung auseinandersetzen, wenn bereits Daten verloren gegangen sind, kann die Wiederherstellung der Daten problematisch und teuer werden.
Vorsorge ist besser als Datenrettung - legen Sie regelmäßig Systemwiederherstellungspunkte fest
Das Anlegen von Systemwiederherstellungspunkten ist die einfachste Möglichkeit der Datenrettung. Die Informationen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Computer sind, werden gespeichert und können bei Bedarf problemlos wieder eingelesen werden. Änderungen, die nach der Sicherung durchgeführt wurden sind damit zwar verloren, allerdings ist es leichter zu verschmerzen die Daten einer Woche oder eines Tages nachzutragen, als an die Daten eines oder mehrere Jahre nicht mehr dranzukommen. Bei Windows XP legt man beispielsweise folgendermaßen einen Systemwiederherstellungspunkt zur Datenrettung fest:
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Die häufigsten Ursachen, die eine Datenrettung notwendig machen können
Entgegen eines weitverbreiteten Irrglaubens, wird das Thema Datenrettung nicht erst dann aktuell, wenn man das Opfer von Computerviren, Bränden oder Wasserschäden wird. Viel häufiger sind Hardwareprobleme oder schlicht Anwenderfehler das Problem. Die Ursachen für Datenverluste verteilen sich wie folgt:
- 59 % Hardwareprobleme
- 26 % Anwenderfehler
- 9 % beschädigte Software
- 2 % Computerviren
- 2 % Höhere Gewalt und Naturkatastrophen
- 2 % Sonstige
Datenrettung mittels Software
Im Internet tummeln sich etlich Programme, die eine Datenrettung versprechen. Diese sind oft kostenlos, manchmal aber auch kostenpflichtig. Generell gilt: wurden die Daten durch einen Anwender gelöscht, lassen sie sich durch Hilfe solcher Software meist problemlos wiederherstellen. Je nachdem, wie lange die Löschung zurückliegt. Grundvoraussetzung ist, dass die Festplatten intakt sind und ein Zugriff auf diese möglich ist. Das gilt auch dann, wenn die Partitionstabellen verloren gegangen sind. Wurden die Daten allerdings über einen sogenannten Eraser gelöscht, der die Daten endgültig vom System wirft und sie nicht nur ausblendet, wird eine Datenrettung mittels Wiederherstellungssoftware nicht funktionieren.
Datenrettung durch Dienstleister
Sind die Datenverluste auf Hardwarefehler zurückzuführen, gestaltet sich die Datenrettung schon schwieriger. Das einlesen eines Systemwiederherstellungspunktes ist dann die einfachste Möglichkeit. Können einzelne Programme nicht mehr ausgeführt werden, kann es hilfreich sein, sämtliche Service Packs und deren Updates vom System zu schmeißen und die Programme erneut zu installieren. Niemals sollte man als Laie selbst Hand an die kaputte Software anlegen. Dadurch wird der Schaden meist noch größer und die Chance auf Datenrettung eventuell völlig zerstört. Firmen, die sich auf die Datenrettung spezialisiert haben, sind dann die letzte Möglichkeit an die verlorenen Daten zu kommen. Da diese Services aber sehr teuer sind, sollte man sich als Privatperson vorher Gedanken machen, was einem diese Datenrettung wert ist. Entscheidet man sich dazu einen Datenrettungsservice in Anspruch zu nehmen, ist darauf zu achten, ein Unternehmen zu engagieren, welches sich auf das persönliche Betriebssystem spezialisiert hat. Schließlich kann niemand über alle Betriebssysteme gleichermaßen Bescheid wissen.
Weitere Tipps zur Datenrettung
Neigt sich die Lebensdauer der abgestürzten Hardware dem Ende, sollte man sie nicht weiter verwenden. Lesefehler deuten häufig auf einen baldigen Crash hin, der sich durch den Einbau unbeschädigter Teile umgehen lässt und einer später notwendigen Datenrettung vorbeugt.
Funktioniert die Hardware noch, ist der Zugriff auf einzelne Dateien aber nicht mehr möglich, spricht man von logischen Fehlern. Diese lassen sich mittels Datenrettungssoftware häufig schnell beheben. Wichtig ist dabei, eventuelle Fehlermeldungen des Systems zu verstehen. Das Internet ist hier Anlaufstelle Nummer eins.
Bei mechanische Fehlern, wie beispielsweise einem Hardwarecrash, sollte ein Spezialist zu Rate gezogen werden.
