David Anthony Durham: Acacia – Die Fernen Lande

Durham: Acacia - Die Fernen Lande - Blanvalet
Durham: Acacia - Die Fernen Lande - Blanvalet
Rezension von "Acacia - Die Fernen Lande", dem zweiten Band der Acacia-Romane des Fantasy-Autors David Anthony Durham.

Der Krieg gegen die Meins in David Anthony Durhams erstem Acacia-Roman endet mit deren Vernichtung. Die Herrscherfamilie der Akaran sitzt wieder auf dem Thron von Acacia. Doch statt die erhofften Befreiung der Völker durchzusetzen, hält Königin Corinn sie unter ihrer Führung zusammen. Doch was die meisten Menschen gegen sie aufbringt, ist, dass es noch immer die Quote gibt. Noch immer werden in Acacia Kinder versklavt und in die Fernen Lande verschickt.

In „Acacia – Die Fernen Lande“ wird das Geheimnis der Kindersklaven gelöst

Was jenseits des Meeres mit den Kindern geschieht, wissen die Acacier nicht. Doch Dariel Akaran erhält die Gelegenheit es herauszufinden. Der Bruder der Königin bricht mit der Gilde, die den Handel organisiert, in die Fernen Lande auf, nicht ahnend, dass die Gilde ein doppeltes Spiel spielt.

Der Kindersklavenhandel ist nicht das einzige Übel, das Acacia plagt. In den Jahren nach dem Krieg haben sich durch magische Verwerfungen Übeldinge gebildet. Mena jagt und tötet sie im Auftrag ihrer Schwester Corinn. Diese nutzt derweil die magische Kraft des „Liedes von Elenet“, um die Wirtschaft in Acacia anzukurbeln und um ihre Untertanen zu beeindrucken. Doch in der Bevölkerung hat sich bereits eine Rebellenbewegung bebildet, die die Akarans stürzen will.

Durham setzt in den Acacia-Romanen auf starke Charaktere

Der Fantasy-Autor David Anthony Durham (geboren 1969) stellt in „Acacia – Die Fernen Lande“ wie schon in „Macht und Verrat“ die Akaran-Geschwister in den Mittelpunkt. Die Leser erhalten gute Einblicke in die Gedankenwelt von Corinn, Dariel und Mena. Corinn wittert nach den Erfahrungen mit den Mein überall Verrat und öffnet sich nur selten gegenüber ihren Geschwistern. Die Last der Verantwortung drückt sie nieder, doch ihre Paranoia verhindert, dass sie wichtige Aufgaben abgibt – mit schlimmen Folgen für Acacia. Dariel wiederum wird in den Fernen Landen mit der Vergangenheit und Schuld seiner Familie konfrontiert und kommt nicht über den Tod seines älteren Bruders Aliver hinweg. Die größte Entwicklung macht wohl Mena durch. Sie will nicht nur die Waffe ihrer Schwester sein, sondern versucht herauszufinden, was hinter den Übeldingen steckt.

David Anthony Durham veröffentlicht noch dritten Acacia-Band

Doch Durham erzählt in „Acacia – Die Fernen Lande“ (The Other Lands) nicht nur aus der Perspektive der Akaran-Geschwister. Dass er sich entschieden hat, Teile der Handlung aus der Sicht der Gilde zu schildern, nimmt einigen Wendungen leider den Überraschungseffekt. Durham gelingt es jedoch geschickt, die Spannung im letzten Drittel des Romans zu verstärken, in dem er den Grundstein für das Finale der Trilogie legt. Der dritte Band der Acacia-Trilogie trägt im Original den Titel „The Sacred Band“ und erscheint im Herbst 2011. Die deutsche Fassung dürfte frühestens ein Jahr später auf den Markt kommen.

David Anthony Durham: Acaia – Die Fernen Lande. Blanvalet 2011. Broschiertes Taschenbuch, 784 Seiten. Euro 15 (Österreich 15,50).

Jörn Käsebier - Bei Suite101.de betreute Jörn Käsebier zweieinhalb Jahre die Ressorts Wirtschaft & Geld sowie Sport als Redakteur, solange es ...

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