Degus richtig füttern

Junge Degus - Sylvia Schöbe
Junge Degus - Sylvia Schöbe
Degus ernähren sich vor allem von Heu und Körnern. Den Flüssigkeitsbedarf deckt Gemüse. Obst sollte aufgrund des Fruchtzuckergehalts nicht gefüttert werden.

In ihrer südamerikanischen Heimat ist das Nahrungsangebot eher karg. Deshalb fressen Degus vor allem Gräser und Kräuter. Auch Blätter und Zweige verschiedener Sträucher und Bäume gehören zu ihren Lieblingsspeisen.

Heu ist das Grundnahrungsmittel für Degus

Für als Heimtiere gehaltene Degus ist Heu das Grundnahrungsmittel. Der Pfleger sollte deshalb immer ausreichend davon anbieten.

Körnermischung für Degus

Im Fachhandel kann man ein etwas teueres Spezialfutter für die munteren Nager erwerben. Allerdings reicht auch eine handelsübliche Körnermischung für Meerschweinchen aus. Ergänzt mit einigen Zutaten wie Cornflakes, zerteiltes Knäckebrot, Haferflocken oder rohe Nudeln ist diese Kost abwechslungsreich und kann täglich gereicht werden.

Degus mögen keine tierische Nahrung

Im Gegensatz zu vielen anderen Kleinnagern, die geradezu verrückt nach Insekten sind, kann man Degus mit tierischen Nahrungsmitteln nicht hinterm Ofen hervorlocken. In den meisten Fällen verschmähen sie beispielsweise auch beigemengtes Hundefutter. Da sie aber auf tierische Eiweiße nicht unbedingt angewiesen sind, ist eine rein pflanzliche Ernährung ausreichend.

Saftfutter und Wasser decken den Flüssigkeitsbedarf der Degus

Neben Heu und Körnern sollte jedoch stets frisches Saftfutter angeboten werden, um die Vitaminzufuhr zu unterstützen und vor allem, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Denn eine vernünftige Tränke anzubieten, ist gar nicht so einfach. Ein am Boden stehender Wassernapf wird schnell durch Einstreu etc. verschmutzt. Eine Plastiktrinkflasche wird dagegen oft gnadenlos zernagt. Daher ist es ratsam, ganz auf eine Wasserschale zu verzichten und lieber genügend Gemüse zu füttern. Allerdings gilt das nur bei normaler Raumtemperatur. Bei großer Hitze im Sommer oder zu trockener Heizungsluft im Winter, muss auf jeden Fall etwas zu Trinken in den Käfig gestellt werden, da die Tiere einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben, den sie über die Nahrungsaufnahme nicht mehr decken können.

Als Saftfutter kommen vor allem Salatblätter in Frage, die sehr gern gefressen werden. Aber auch Möhren und Kohlrabi können den Speiseplan ergänzen. Das Gute ist, dass man auch das Laub verfüttern kann, das man fast immer kostenlos aus dem Supermarkt mitnehmen kann. So lässt sich der ein oder andere Euro sparen.

Futter von der Wiese

Auf der Wiese kann man ebenfalls ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Degus finden. Die Tiere mögen zum Beispiel Löwenzahn, Vogelmiere, Gänseblümchen und frisches Gras. Allerdings muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wiese weder durch Hundekot noch durch Autoabgase verschmutzt ist.

Kein Obst füttern

Auf das Füttern von Obst sollte verzichtet werden. Nicht nur, dass Degus in der freien Natur frischen Früchten kaum Beachtung schenken. Die meisten Obstsorten enthalten auch zuviel Zucker. Das wiederum kann gefährlich werden. Denn der Verdauungstrakt der Nager kann Zucker und Fett schlecht abbauen. Im schlimmsten Fall kann das zu Diabetes mellitus und anschließender Blindheit führen. Aus diesem Grund sollte man auch besser keine Knabberstangen aus dem Handel anbieten, da sie in der Regel zu zucker- und fetthaltig sind.

Leckerbissen selten anbieten

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, kann jedoch ab und zu ein Leckerli in Form von Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Erbsenflocken und Maiskörnern angeboten werden. Auch Erdnüsse gehören zu den Lieblingsspeisen von Degus. Die Nüsse können ruhig in der Schale gelassen werden, damit sich die Tiere ihr Futter erarbeiten können. Da die meisten Leckerbissen allerdings wahre Dickmacher sind, sollten sie wirklich eine Ausnahme bleiben.

Quellen:

  • Michael Mettler: Alles über Chinchillas und Degus, Falken-Verlag GmbH, Niedernhausen 1996
  • Broschüre vom Zoohandel

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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