
- Blütenduft im Garten - Foto: Kunstart.net (pixelio.de)
Erst wenn die Pflanzen duften, lässt sich ein Garten wirklich begreifen, denn die Düfte sprechen die Seele an und lösen in jedem Fall Gefühle aus. Sie können antriebsam sein; das beste Beispiel dafür zeigt die Natur selbst: Für Insekten sind Düfte die Wegweiser zu den Blüten. Und auch Menschen können in den Genuss wallender Gefühle oder einfach in seelische Ausgeglichenheit kommen, wenn im eigenen Garten eine Duftoase blüht.
Wohlriechende Küchenkräuter im Garten pflanzen
Doch nicht alle Düfte liegen einfach so in der Luft. Die meisten Küchenkräuter entfalten ihren Duft erst, wenn man über ihre Blätter streicht oder diese vom Stiel streift und zerreibt. Da ist zum Beispiel Basilikum, Rosmarin, Melisse, Waldmeister und Minze zu nennen. Wenn Sie diese Aromapflanzen am Wegesrand anpflanzen, streifen Sie sie automatisch im Vorbeigehen und es kommt zur Duftentfaltung. Sehr gut riechen auch Katzenminze, Heiligenkraut und Duftgeranien. Die Römische Kamille, Fiederpolster und Thymian sind Pflanzen, die man gut zwischen Wegplatten setzen kann, da sie sich gerne zu Duftrasenflächen vereinen, auf denen zur Blütenzeit ein reger Bienenverkehr herrscht.
Veilchen, Melisse, Rose und Lavendel – intensive Blumendüfte
Es gibt verschiedene Duftgruppen, in die man die Pflanzen einordnen kann. Mit etwas Übung sind Sie nach einer Weile sogar in der Lage, die Leitpflanzendüfte wie Flieder, Rosen, Lavendel, Minze, Nelke Vanille, Orange, Zitrone und Veilchen zu riechen.
Diese werden jetzt in folgende Gruppen unterteilt: Da gibt es zum einen die blumig-lieblichen Düfte der Veilchen, Vanilleblume, Phiox, Geißblatt, Duftnessel und Goldlack und die fruchtig-frischen Düfte der Zitronenmelisse, Ananasminze oder der Römischen Kamille.
Zum anderen gibt es Düfte, die sinnlich-betörend sind wie Rosen, Jasmin, Nachtkerze, Ziertabak, Königslilie; und würzig-aromatische Düfte wie Lavendel, Eberraute, Federnelke, Muskatsalbei und Rosmarin.
Damit sich Ihr sinnlicher Sommergarten auch bestens entfalten kann, sollten Sie die Leitduftpflanzen sparsam und wohlüberlegt pflanzen, damit diese die zarteren Duftbrisen nicht zu sehr überdecken. Äußerst charmant wirkt es, wenn Sie kleine Duftkompositionen in den Garten pflanzen, denn einige der oben genannten Gruppen harmonieren gut miteinander, zum Beispiel aromatische Düfte mit dem Rosenduft.
Potpourri – ein Weg Düfte haltbar zu machen
Die Wirkungsweisen der Aromen an Körper und Seele sind bekannt. In der Metro von Paris wird sogar zu den Stoßzeiten Veilchenessenz versprüht, weil sich das beruhigend auf das Gemüt auswirkt. Zitronendüfte sind erfrischend und Lavendelduft hilft beim Einschlafen. Ängste und Albträume vertreiben Sie mit Rosmarinduft, und wenn Sie sich besser konzentrieren möchten, setzen Sie Nelke oder Koriander ein. Bei Krämpfen hilft Melisse und Minze kurbelt den Appetit an. Und wenn Ihnen die Düfte viel zu kostbar sind, um sie nur im Vorbeigehen zu erhaschen, können sie getrocknet werden und so haben Sie auch im Winter die Möglichkeit, den Sommer herbeizuschnuppern mit einem sogenannten Potpourri. Dafür werden die getrockneten Pflanzen beispielsweise wie im folgenden Rezept gemischt. Lassen Sie die Mischung dann in einer Blechdose im Dunkeln ziehen.
Kräuterbeet-Potpourri
2 EL Rosmarinblätter, 2 EL Zitronenmelisseblätter, 2 TL Salbeiblätter, 2 TL Lorbeerblätter (zerpflückt), 2-3 EL Pfefferminzblätter, 1 EL Majoran, 1 TL Thymianblätter, 1 EL Salz, 1 EL pulverisierte Ingwerwurzel, 7 Tropfen Rosmarinöl
