
- Ein Skihelm kann Leben retten - ger.hardt
Skifahren ist ein gefährlicher Sport. Die hohen Geschwindigkeiten, ein rutschiger Untergrund und andere Fahrer sind die Gründe für viele Verletzungen. Auch Kopfverletzungen, teilweise auch schwere, bleiben nicht aus. Dabei könnte man mit einem passenden Skihelm viele schwere Verletzungen vermeiden.
Das hat auch eine aktuelle kanadische Studie ergeben. Die kanadischen Mediziner analysierten die Daten von zwölf internationalen Studien. Dabei kamen sie zum dem Schluss, dass mehr als ein Drittel (35 Prozent) aller schweren Kopfverletzungen durch einen Skihelm hätten verhindert werden können. Rund 19 Prozent aller Skiverletzungen sind Kopfverletzungen. Bei den schweren Verletzungen und denen mit Todesfolge ist der Anteil von Kopfverletzungen sogar noch höher.
Es gibt also gute Gründe, auf der Piste einen Skihelm zu tragen. In einigen Skigebieten gibt es bereits Überlegungen, das Tragen eines Skihelms für Kinder als Pflicht einzuführen. Zumal die kanadischen Forscher auch der Annahme, dass durch Skihelme möglicherweise Verletzungen im Genick entstehen könnten, widersprochen haben. Aber wie findet man einen passenden Helm?
Die Auswahl an verschiedenen Skihelmen lässt keine Wünsche offen. Skihelme gibt es in allen Farben und Formen, mit Lüftungsschlitzen und ohne. Weich gefüttert oder ohne Polsterung. Bei so vielen Modellen ist es schwierig, den besten Helm zu finden. Wenn man einige Punkte beachtet, ist es aber gar nicht einmal schwer das passende Modell zu finden.
Wichtig ist zunächst, dass der Helm auch TÜV-geprüft ist und kein Billigmodell, das beim kleinsten Aufprall auseinander bricht. Für Skihelme gilt die europäische Norm EN 1077. Nur wenn diese Norm erfüllt ist, kann man sicher sein, dass der Skihelm auch wirklich schützt.
Kein Skihelm gleicht dem anderen
Hat der Helm die Norm, muss er auch passen. Da jeder Mensch eine individuelle Kopfform hat, gibt es keinen Skihelm, der jedem Mensch passt. Und passen muss er. Wenn der Helm auf dem Kopf wackelt, bietet er keinen optimalen Schutz. Und wenn er unangenehm drückt, lässt man ihn lieber zuhause, anstatt ihn auf der Piste zu tragen. Größenangaben auf dem Helm dienen so nur als Orientierung. Um sicherzugehen, dass der Helm passt, hilft es ihn anzuprobieren.
Damit der Skihelm optimalen Schutz bietet, muss er eng sitzen, darf aber auch nicht drücken. Auch wenn das Kinnband geöffnet ist, sollte der Helm nicht hin und her rutschen. Vor den Ohren sollte nicht allzu viel Platz sein. Denn wenn zu viel Platz zwischen Ohr und Polster ist, können die Fahrtgeräusche und der Fahrtwind ganz schön laut werden. Zudem wird es kalt und es drohen Ohrenschmerzen bis zu einer Mittelohrentzündung oder Erfrierungen. Daher sollte man beim Kauf eines Skihelms unbedingt die Passform an den Ohren testen. Hochwertigere Modelle haben verstell- oder austauschbare Ohrenpolster.
Beim Skihelmkauf die Ausrüstung mitnehmen
Wichtig ist auch, dass der Skihelm zu übrigen Ausrüstung passt. Es empfiehlt sich, die Skibrille mit zum Helmkauf nehmen. Schließt die Skibrille nicht mit dem Helm ab, kann die Stirn auskühlen. Wer eine Brille trägt oder unbedingt mit einer Sonnenbrille fahren will, sollte zudem darauf achten, dass die Brille auch unter dem Helm passt, ohne dass Druckstellen entstehen. Besonders gefährdet sind hier die Schläfen. Außerdem kann es passieren, dass das Innenfutter die Brille beim Fahren oder bei Kopfbewegungen von der Nase drückt.
Auch die Skijacke muss mit dem Helm harmonieren. Wenn sich das Kinnband oder sonst ein Helmteil ständig mit der Jacke verhängt, ist die Bewegung eingeschränkt. Außerdem nervt es und man lässt den Helm lieber zuhause.
Ob man einen Helm mit Belüftung benötigt, ist individuell verschieden. Einige Menschen neigen dazu, schnell einen heißen Kopf zu bekommen. Hier ist ein Belüftungssystem sinnvoll. Bei den meisten Wintersportlern ist so ein System im Helm aber unnötig. Wichtig ist eher, dass alle Einstell-Möglichkeiten im Helm (wie Kinnriemen und Belüftung) auch mit Handschuhen bedient werden können. Das erleichtert den Umgang mit dem Helm und man empfindet diesen nicht als nerviges Übel.
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