Der 4. Juli ist als Independence Day Nationalfeiertag in den USA

Auch Manhattan feiert den Independence Day - Carl-Ernst Stahnke/Pixelio
Auch Manhattan feiert den Independence Day - Carl-Ernst Stahnke/Pixelio
Im Jahr 1776 haben sich 13 britische Kolonien in Nordamerika von ihrem Mutterland losgesagt. Die USA feiern jedes Jahr ihren Unabhängigkeitstag mit Paraden.

Westlich des Mississippi herrschte Spanien über seine amerikanischen Kolonien, östlich davon erhob Großbritannien seine Ansprüche auf seine Kolonien. Diese bildeten ein riesiges Gebiet zwischen der Ostküste und dem Mississippi, zwischen Florida und Neufrankreich im heutigen Kanada. Die Siedler in Amerika fühlten sich als loyale Untertanen der britischen Krone.

Großbritannien will Steuern erheben

Da die britischen Staatsschulden durch Kriege enorm angewachsen waren, wollte die britische Krone mehr Einnahmen aus den Kolonien erzielen. Die Krone führte ein Zuckergesetz und ein Währungsgesetz ein und wirtschaftliche Not entstand in den Kolonien. Deswegen wurden im Gegenzug britische Waren geächtet und boykottiert. Mit dem Motto „Keine Besteuerung ohne Repräsentation“ und unter Berufung auf die Magna Charta beriefen sich die Siedler darauf, dass nur ihre kolonialen Parlamente und nicht das Parlament des Vereinigten Königreichs von Großbritannien Steuern erheben könnten. Erstmals koordinierten die Kolonisten ihren Widerstand. Dieser Widerstand wuchs mit dem von England beschlossenen Stempelgesetz, das für alle offiziellen Dokumente und sonstigen Druckwerke einen Steuerstempel vorsah. Gruppierungen bildeten sich zur Abwehr der Durchsetzung des Stempelgesetzes.

Der Widerstand gegen Steuern für Großbritannien wächst

Zwar wurde das Stempelgesetz kurzfristig aufgehoben, die britischen Ansprüche als Kolonialherren blieben aber bestehen. Im Spätherbst 1768 entsandte die britische Krone Soldaten nach Boston. Im März 1769 feuerten britische Soldaten in eine aufgebrachte Menschenmenge und töteten fünf Kolonisten. Nach der Gerichtsverhandlung hätten Frieden einkehren können, aber Großbritannien beharrte darauf, in Amerika Steuern erheben zu können und erhob eine Teesteuer, für die Siedler eine Steuer zuviel. Am 16. Dezember 1773 kam es zur Boston Tea Party, als Kolonisten ein britisches Schiff mit einer Ladung Tee enterten und den Tee ins Meer kippten. Die nächsten drei Jahre waren in Amerika durch Kongresse, Schlachten und Petitionen geprät. Die letzte Petition, die Olivenzweigpetition vom 5. Juli 1775, war der letzte Versuch der Siedler, weiteres Blutvergießen zu Verhindern. König Georg III. weigerte sich, die Petition überhaupt anzunehmen. Nicht zuletzt daraus entstand der Unabhängigkeitskrieg.

13 Kolonien sagen sich los

Darauf kam es 1776 zur Lossagung von 13 Kolonien vom Mutterland Großbritannien. Da die Kolonien geographisch anders geschnitten waren als die heutigen Bundesstaaten, hier die Liste der Kolonien, wie sie heute in Atlanten wieder zu finden sind: New Hampshire, Massachusetts, Maine, Rhode Island, Connecticut, New York, Vermont, New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Maryland, Virginia, West Virginia, North Carolina, South Carolina und Georgia. Die Kolonien von Ostflorida und Westflorida blieben gegenüber der britischen Krone genau so weiter loyal wie die Kolonien Nova Scotia, Quebec und Prince Edward Island, die später die Anfänge Kanadas bildeten.

Feiern zum Unabhängigkeitstag

Jedes Jahr gedenkt das amerikanische Volk der Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung durch den Kontinentalkongress vom 4. Juli 1776. Erstmals wurden die 13 Kolonien als „Vereinigte Staaten von Amerika“ bezeichnet. Zwar entstanden die Vereinigten Staaten von Amerika juristisch erst durch die Ratifizierung der Verfassung von 1787, für die Amerikaner ist der 4. Juli der Nationalfeiertag. An diesem Tag finden überall in den USA Paraden mit patriotischen Liedern zum Feuerwerk und die Beflaggung vieler öffentlicher und privater Gebäude statt. Familien treffen sich beim Picknick und Grillen und Konzerte finden in Parks statt. Am bekanntesten ist die Konfetti-Parade in New York.

Quelle: Schule/Studium.de mit weitergehenden Informationen

Bildnachweis: © Carl-Ernst Stahnke/Pixelio

Dieter Helmut, Dieter Helmut

Dieter Helmut - Dieter Helmut ist Jurist im Ruhestand und schreibt seit Dezember 2010 für suite101. Seine Themenschwerpunkte sind aktuelle ...

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